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Der große Shaw Brothers Filmthread

Diskutiere über asiatische Filme, Darsteller oder alles andere, das den Asien-Film-Fan interessiert.

Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon Max Power am Di, 15.03.2005, 15:11

So, im Zuge des Neuaufbaus des Forums nach der "Stunde Null" letzte Woche eröffne ich nun erneut diesen (hoffentlich) beliebten Thread. Leider - oder Gott sei Dank mögen vielleicht andere denken :mrgreen: - ist dadurch ein Teil meiner vorher verfassten, umfangreichen Rezis flöten gegangen, auch der für's Eröffnungsposting so prädestinierte Passing Flickers. Da ich kein Bock habe, diese nochmal neu zu schreiben, werde ich demnächst an dieser Stelle jene Filme nur noch in Kurzform vorstellen.

Habe jetzt für den Anfang meine zusammengestellten Kurzfassungen verschiedener Filme gewählt. Die noch vorhandenen ausführlichen Filmbesprechungen werden demnächst nachgereicht und auch neue Rezensionen sind in Planung. So denn, auf fröhliches Gucken weiterhin.

Lion vs. Lion
Wong Yue als verschlagener Bursche gerät durch die Eröffnung einer Kung-Fu-Schule mit seinem Kompagnon aufgrund einer Liste, in der die Namen verschiedener Anti-Ching-Rebellen aufgeführt sind in politische Intrigen. Guter Film aus der SB-Schmiede, wenn auch etwas schwerfällig in der ersten Hälfte des Films. Die Kampfszenen sind abwechslungsreich, rasant und hervorragend choreographiert und die Löwentanzszene in der Filmmitte für mich ein Highlight. Leider fällt der Schluß ab, die Szenen wirken nur noch lose aneinandergereiht und ein konventioneller Endkampf fehlt und wird aber nur inadäquat durch das tatsächliche Ende ersetzt. Schade, sonst gibt's wenig zu meckern. 6,5/10

Executioners From Shaolin
Erzählt die sagenumwobene Geschichte der Entstehung des Hung-Stils, nachdem Hung Xi Guan aus dem zerstörten Shaolin Tempel fliehen musste und sich versteckend verbissen trainiert, um sich an dem Tod seines Meister an Pai Mei zu rächen. Erst seinem Sohn gelingt dies, indem er den Tiger-Stil seines Vaters mit dem Kranich-Stil seiner Mutter verbindet. Vielleicht nicht gerade das beste Werk von Lau Kar Leung, aber dennoch ein sehr überzeugender Film, der handwerklich ansprechend gemacht ist und dessen Inszenierung mit der nötigen Tiefe und Spannung ausgestattet ist und die handelnden Personen hinreichend und gut charakterisiert. Die Faustkampfzenen sind auch, das Herstellungsjahr beachtend, gut bis exzellent. Der Endkampf ist aber enttäuschend gemacht und zeigt nicht wirklich deutlich die Vorzüge und Grundzüge des Hung-Gar-Kung-Fus. Hätte man mehr draus machen können. Ist aber immer wieder schön, Lo Lieh als Pai Mei zu sehen. 8/10

Shaolin Mantis
Wieder ein gelungener Lau Kar Leung-Film von den Shaw Brothers. Daß die Kampfszenen mal wieder hervorragend choreographiert sind, muß nicht mehr unnötig erwähnt werden. Die Darstellung der Mantis-Technik im Endkampf ist sehr gelungen, aber nur einer der zahlreichen kämpferischen Höhepunkte des Filmes, die sich aber erst im letzten Filmdrittel einstellen. Vorher gibt's eine (nicht immer überzeugende) Geschichte um einen von David Chiang portraitierten Regierungsbeamten, der sich in eine Rebellenfamilie einschleicht, aber mit der Enkelin des Familienoberhauptes verehelicht wird, die beim gemeinsamen Fluchtversuch von ihrem Großvater umgebracht wird. David Chiang rächt dann ihren Tod und erledigt seine vom Kaiser gestellte Aufgabe. Zwar hat der Film einige narrative Schwächen und David Chiangs Schauspiel wirkt nicht sehr überzeugend, aber darüber kann man bei einem Kung Fu-Film hinwegsehen. Top Eastern und für mich als SB-Fan sowieso eine Offenbarung. 8/10

Holy Flame of the Martial World
Wow, was für ein Spektakel, beim Angucken des Films fühlt man sich wie als kleiner Junge auf der Kirmes. Kann man nicht anderes sagen. Phantastische Sets, hohes Tempo, tolle Martial Arts-Duelle, einfallsreiche Zaubertricks, märchenhafte Athmosphäre, eine klassische Geschichte, sowie großer Ideenreichtum hinsichtlich der Hokus-Pokus-Künste der Figuren zeichnen diese HKer Fantasyperle aus. Und etwas Trash-Faktor wird mit einem englischsprechenden Untoten im Froschmannanzug auch geboten. Pflichtprogramm für Freunde des Fantasyfilms Marke Hongkong. 8/10

Duel Of The Century
Hierbei handelt es sich um ein erneutes Chu Yuan-Schwertkampfspektakel, wo geläufige Handlungsmuster und filmische Mittel, die den Regisseur auszeichnen mehr oder weniger neu variiert werden. Eher weniger neu, es wiederholt sich allmählich zu viel und bis auf den Endkampf sind die Fightszenen für das eher "junge" Alter des Films nicht sonderlich spektakulär. Die Inszenierung läßt es doch stark an Spannung vermissen, die aufgrund des Plots nötig wäre und auch Liu Yung als Hauptdarsteller schafft es nicht, den Film zu tragen. Das Remake "Das Duell in der verbotenen Stadt", welches mir besser gefiel, von diesem Film dürfte sicherlich allgemein bekannt sein. 6/10

Dragon Swamp
Typischer Schwertkampffilm seiner Zeit mit atmosphärischer Inszenierung. Bietet einige, nennen wir es mal Trash-Momente, mit der Überfahrt über jenen Drachensumpf und den gefährlichen Monstern dazu oder mit der Höhle des Swampmasters, die mich stark an die Pappkulissen von DEFA-Märchenfilmen erinnert hat. Manch skurrile Einfälle bar jeder Logik stecken den schmalen Grat von Fantasy und Absurdität sehr eng ab, aber was soll's, unterhaltsam war es allemal. Außerdem ist Cheng Pei-Pei mit am Start (in einer Doppelrolle), klarer Pluspunkt des Films! 6/10

The Rescue
Eine Gruppe von Aufständischen gegen die mongolische Fremdherrschaft versucht mit Hilfe eines jungen Baumfällers (Lo Lieh) mit allen Kräften, aber vergeblich einen hohen Ministerialbeamten aus dem Gefängnis zu befreien. Nach HEROES OF SUNG, der mir doch recht gut gefallen hat ein erneuter Schwertkampffilm von Shen Chiang aus der SB-Schmiede. Sehr vergleichbar mit HEROES OF SUNG gefällt der Film jedoch viel besser durch professionellere Inszenierung (gerade der Kampfszenen), gelungenerer Handlung und der Beziehung Lo Liehs zu Shi Szu (Süß, die Kleine!). Sehr gut vermag es der Regisseur, daß Geschehen auf wenige Orte, Gasthaus, Wald und Kerker zu lenken (vor allem letzterer ist gut ausgestattet), und hält Spannung und Tempo auf engstem Raum gut zusammen. Zusätzlich gibt's noch ein paar schnieke Gore- und Splattereffekte, vornehmlich, wenn Lo Lieh mit seiner Axt Schädel spaltet oder sein Ende selber im Showdown (sehr ausgefallener Tod); überhaupt erreichen Bodycount und Blutgehalt eine Zahl, die Chang Cheh würdig ist. Insgesamt ein kurzweiliger, gelungener kleiner Schwertkampf-Film. 7/10

Golden Swallow
Wahrlich ein Meisterwerk von Chang Cheh. Stimmige Handlung und Dramaturgie, harte Schwertkampfaction, gelungene, malerische Bilder mit mehr Außen- als Studioaufnahmen und nahezu poetische Momente gut von Chang in Szene gesetzt (Training von Lo Lieh und Cheng Pei-Pei am Wasserfall z.B.) bestimmen diesen Klassiker, der die Geschichte der Golden Swallow aus COME DRINK WITH ME weiterführt. Für sadistische Asienfilmfans gibt's auch den nötigen Totengehalt und Blutzoll und auch sonst stimmt in diesem Film nahezu alles. Daher verdiente 9/10 Punkte

Death Duel
Derek Yee als Schwertkämpfer Nr. 1 ist müde von den ganzen Duellen, zu denen er herausgefordert wird, so daß er unerkannt als "Hilfloser Ah Chi" durch die Gegend wandern und ein normales Leben führen will. Ein einflußreicher, weiblicher Clanoberhaupt will aber die Vorherrschaft der Martial-Arts-Welt für sich und zwingt Ah Chi, durch zahlreiche Intrigen wieder zum Schwert zu greifen. Kenne den Film eigentlich schon in- und auswendig und habe ihn aufgrund der Anschaffung der Celestial-DVD nun abermals angeschaut. War früher (als ich noch jung war ... lang, lang ist's her) einer meiner Lieblingsfilme. Nun gut, inzwischen habe ich 'ne Menge anderer Schwertkampfstreifen von Chu Yuan gesehen und im Zuge der anderen vielen Gu Long-Verflimungen stellt dieses Werk nichts Außergewöhnliches mehr da. Gefällt mir aber immer noch gut, märchenhafte Sets, recht ansprechende Story, das übliche Schwertkampfgeklirre beherrschen das kurzweilige Geschehen, bloß Derek Yee als Hauptperson bleibt doch arg blass. Die Cameos einiger Figuren aus anderen Gu Long-Verflimungen Yuans, sowie der kurze, spektakuläre Auftritt David Chiangs als wahnsinniger Schwertkämpfer sind übrigens sehr cool. 7/10

The Lady Is The Boss
Liu Chiang Liang-Film, der im modernen Hongkong spielt und die Differenzen modernen Lebens und traditionellen Werten thematisiert. Wird spielerisch, im lockeren Erzählton und mit ironischem Blick auf den Zeitgeist umgesetzt, bewegt sich aber dann und wann hart an der Grenze zur Beliebigkeit. Etwas mehr Action hätte dem Film gut getan, denn bis zum Showdown gibt's nur wenige, dennoch sehenswerte Kämpfe. Der Showdown in einer Turnhalle selber dann hat es in sich. Altes triumphiert über Zeitgenössisches: Liu Chia Liang höchstselbst tritt dann wie weiland Wong Fei Hung auf, Liu Chia Hui schlüpft noch mal in die Rolle des Mönchs San Te aus "Die 36 Kammern der Shaolin" und Hsiao Hou in die aus MAD MONKEY KUNG FU. Gekonnt werden in die Choreographie die Turngeräte eingebaut, die Faustkämpfe sind rasant und sehr dynamisch. Das Prunkstück aber ist der Kampf zwischen Wang Lung Wei und dem Regisseur; mit welcher technischen Perfektion und Schnellig- und Geschmeidigkeit Liu kämpft, ist außergewöhnlich. Damit der gänzlich ohne Tote auskommende Film sich nicht zu rückwärtsgewandt präsentiert, ist in der abschließenden Szene der altehrwürdige Meister im modernen Gewand zu sehen. Nicht der beste Film Lius, aber immer noch sehenswerter und interessanter als die meisten Vertreter seines Genres und mit einem der besten Endkämpfe überhaupt ausgestattet. Überhaupt ist das Werk einzigartig, denn in diesem Film ist mir Hsiao Hou in seiner Rolle richtig sympathisch. 7/10

Legendary Weapons of China
Für mich einer der besten Kung-Fu-Filme überhaupt, die Geschichte von einem abtrünnigen Kämpfer (gespielt vom Regisseur Lau Kar Leung) eines Konglomerats verschiedener Geheimbünde, die im Zuge der Boxeraufstände mit allerlei Hokus Pokus und esoterischen Techniken, wirksame Waffen gegen die Gewehre westlicher Eindringe zu entwickeln versuchen. Aufgrund des immer noch befürchteten Einflusses des zurückgezogen lebenden Aussätzigen und aus schnödem Machtstreben werden verschiedene Attentäter auf ihn angesetzt. Bei diesem Film stimmt für mich fast alles: eine zwar einfache, aber durchdachte Geschichte, die in einer runden und stringenten Inszenierung eingebettet ist; nicht übetriebener, sondern vereinzelter und wirklich witziger Einsatz komischer Elemente (z.B. Latrinenszene mit Fu Sheng) und als Prunkstück die dynamischen und detailreich choreographierten, rasanten Kämpfe, waffenlos sowie mit einem großen Arsenal verschiedenster Waffen, die restlos begeistern und seinesgleichen suchen. Der Film selber ist Kung-Fu-Kino pur, da dürfen ein paar kurze, mitreißende Trainingssequenzen natürlich nicht fehlen. Einzig der für diese Zeit schon programmatische geringere Aufwand für Ausstattung und Sets kann das Sehvergnügen nur minimal schmälern. Ein wunderbarer Film! 9/10

Martial Club
Traditioneller Kung-Fu-Film aus der Feder von Meisterregisseur Liu Chia Liang, der einen jungen Wong Fei Hung, gespielt vom Adoptivbruder Gordon Liu, in seiner Entwicklung zeigt und das Ganze vor dem Hintergrund rivalisierender Kampfschulen in Kanton. Die Story gibt einen interessanten Einblick in Wertevorstellungen und Regeln von Respekt und Ehre innerhalb der "Martial Arts World" und wird gut und ohne große Längen erzählt. Da ist keine Einstellung oder Szene unnötig und baut gut aufeinander, recht logisch zum Ende auf. Auch die schauspielerischen Leistungen gehen in Ordnung. Das Ganze ist handwerklich und erzählerisch gekonnt. Die Kampfszenen sind detailreich, dynamisch in Schnitt und Kamera eingefangen und von teilweise atemberaubender Rasanz und da liegt auch das, wie ich finde, einzige Manko: Die Kampfszenen sind auf die gesamte Lauflänge des Films gesehen zu wenig und zu kurz. Die Action kommt so großartig rüber, dass man einfach mehr davon sehen will, selbst der fünfminütige exzellente Showdown zwischen Liu Chia Hui und Wang Lung Wei entschädigt nicht voll dafür. Insgesamt ein kurzweiliger, interessanter und sehr guter Eastern. Btw: Mal ganz nett, Wang Lung Wei in der Rolle eines Guten zu sehen; kommt leider nicht häufig vor. 8/10
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Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon Mic am Di, 15.03.2005, 16:10

Heroes of Sung
Teilweise unfreiwillig echt zu lustiger Eastern, der ansonsten nichts Neues oder Aufregendes zeigt, und das Dargebrachte auch eher mit durchschnittlichem Talent und Begeisterung.
Das Budget wurde augenscheinlich auch nicht wirklich mit Spendierhosen gesegnet, insgesamt wurschtelt der Flick irgendwo bei "Kann man sehen, muss man nicht" herum, bei der Masse an Shaw - Filmen ein Todesurteil.
Die Geschichte geht um 2 Siegel, die unbedingt dem nächsten Thronfolger überbracht werden müssen. Als 2 Schwertmeister bei diesem Vorhaben schwer verletzt werden, geben sie die Aufgabe an ihre Zöglinge weiter, Fan Tian-hu [ Lo Lieh ] und seinen Bruder ? Tian-long [ Cheung Pooi-saan ], sowie die bezaubernde Hong-erh [ Shih Szu ].
Für die Prämisse braucht der Film schon gut ein Viertel der Laufzeit auf, dabei ist eigentlich in den ersten 2min bereits alles gesagt, aber naja. Und auch dann kommt der Film nicht vom Fleck bzw die beiden Brüder nicht, sowieso sind das die unheroischten Schwertkämpfer, die man finden konnte. Zwischen Streiterein, wer jetzt nun die Siegel nehmen soll und das Tappen in wirklich offensichtliche Fallen schaffen sie keinen Meter in Richtung des Thronfolger, sondern lassen sich erstmal direkt vor der Nase eines der Siegel entwenden. Ausserdem wurde zumindest einer von ihnen komplett fehlbesetzt, Cheung Pooi-saan passt nämlich weder optisch noch sonst irgendwie in die Rolle, heutzutage hätte man vielleicht einen dicken Nick Cheung gecastet, selbst der hätte mehr überzeugt. Lo Lieh auf der anderen Seite muss einen strohdummen und gleichzeitig egoistischen Typen abgeben, auch nicht gerade die beste Mischung. Ihr bevorzugter Kampfstil "Joint Hands Style" schaut dementsprechend aus, sie haken sich nämlich mit den Schwertern unter, wobei dass doch eher lächerlich herüberkommt und auch wenig wirksam erscheint. Dafür können sie aber auch ein Stückchen fliegen oder was noch besser ist: kreisförmig in der Luft rotieren.
Derart mit Kinkerlitzchen ausgestattet können natürlich auch nicht die Actionszenen überzeugen, die ansonsten recht fix und agil von Yuen Cheung Yan und Yuan Ta Yen gestaltet wurden, blutmässig auch nicht ohne sind.
Die Schauplätze sind knapp und eher dürftig ausgestattet angesichts des sonstigen Übermasses, Tempo kommt nicht wirklich auf, und die fliegende Todeskralle vom Bad Guy rettet auch nur etwas.
Besser fährt der Film dafür eindeutig bei den 3 anwesenden Mädels, auch der Catfight zwischen 2 von ihnen ist eindeutig der Höhepunkt. Ausserdem zieht sich eine aus, was beim zu verführenden Tian-hu zu der Frage " Are you cold, Miss Fan ?" und ihrer berechtigten Antwort " Are you really that dumb ?" führt.
Schlauerweise hat Autor und Regisseur San Kong aber sein Heil in der Flucht gesucht, und den Film auf 80min begrenzt, so dass ein Ansehen nicht weht tut.
4/10
Zuletzt geändert von Mic am Mi, 16.03.2005, 15:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon Max Power am Di, 15.03.2005, 16:54

Mic hat geschrieben:... speziell deine Reviews hab ich wegen der Laenge damals naemlich eher nur ueberflogen :wink:

... und deshalb habe ich extra für dich mein längstes Pamphlet als Erstes herausgesucht, etwas überarbeitet und dadurch noch länger gemacht. :lol:


The Brave Archer I - III
Basiert auf der berühmten Novelle TALE OF THE EAGLE SHOOTING HEROES von Jin Yong, zu der es neben den vier Brave-Archer-Verfilmungen Chang Chehs und dem inoffiziellen fünften Teil LITTLE DRAGON MAIDEN noch verschiedene Serien gibt (u.a. LEGEND OF THE CONDOR HEROES mit Andy Lau), die die Geschichte um Kuo Tsing aufgreifen und (weiter-)erzählen. Auch das vielgelobte ASHES OF TIME von Wong Kar Wai bedient sich dieser Grundgeschichte und den Charakteren und deren Beziehungen untereinander. Da die ersten drei von Cheh in Szene gesetzten Teile mit Alexander Fu Sheng als Hauptdarsteller über eine durchgängige Handlung verfügen und direkt aufeinander aufbauen, werden sie im folgenden von mir als ganzes beurteilt. Zwar fehlt noch der vierte Teil, aber da von IVL anscheinend nicht so schnell die Veröffentlichung ansteht, mache ich einfach schon mal den Anfang.

Wie gesagt, Alexander Fu Sheng spielt Kuo Tsing, den titelgebenden etwas naiven, aber mutigen Bogenschützen, (der bisher nicht einmal Pfeil und Bogen in die Hand nahm), dessen Eltern vom Herrscher des Chin-Reiches getötet wurden und er deshalb auf Rache sinnt, nachdem er von einem Haufen wilder, aber ehrbarer Gestalten, den „Weird Seven“ aufgezogen und von verschiedenen Meistern in Kampfkunst ausgebildet wurde und auf dem Weg dorthin verschiedenste Persönlichkeiten trifft und Abenteuer besteht. Aufgrund der komplizierten Dramaturgie und den zahlreichen Verästelungen der Handlung werde ich inhaltlich nur im Folgenden auf den Haupthandlungsstrang, Kuo Tsings Abenteuer und Erlebnisse, eingehen und nur die grundlegenden Hintergründe der Geschichte ansprechen:
Als weitere wichtige Personen müssen auf jeden Fall noch Eastern Evil Huang, Western Poison Ouyang Feng (Wang Lung Wei), Northern Beggar (Ku Feng) und Southern Prince (Ti Lung), sowie der Pope und dessen Bruder Chao Pai Tung (Phillip Kwok) genannt werden, die als die großen Meister der Kampfwelt gelten und untereinander in ihren Fähigkeiten gleichwertig sind. Daher spielt auch ein Buch, das Jiao Yin Manual, eine große Rolle, da darin eine überlegene Kampftechnik beschrieben wird. Weiterhin erlangt vor dem Hintergrund der kriegerischen Auseinandersetzungen des Sung- und des Chin-Königreiches ein verschollenes Buch, das Yue Fei Manual, über unschlagbare Kriegstaktiken sehr große Bedeutung, um dessen Besitznahme intrigiert und gekämpft wird. So weit, so grundlegend.

Im ersten Teil erfährt Kuo Tsing von seiner Herkunft, macht sich auf, um Rache zu üben und lernt bei der Gelegenheit ein junges Mädchen kennen, in das er sich verliebt und die mit ihrer großen Cleverness und Intelligenz Kuo Tsing dazu verhilft, sich in seinen Kampfkünsten zu verbessern. Um dieses Mädchen, Yung-Er zur Frau nehmen zu können, pilgert er dann nach Peach Island zu ihrem Vater Eastern Evil und besteht drei Prüfungen, so dass der erste Teil mit der Heirat von Yung-Er und Kuo Tsing endet. Im zweiten Teil wird Fu Sheng dann lebensgefährlich verwundet und nach erfolgreicher Genesung machen sich beide in den Norden zum Beggars-Clan auf, da Yung-Er vom Anführer des Clans und gemeinsamen Lehrmeister Northern (oder Nine Finger) Beggar dazu aufgefordert wird, diesen zu leiten bis er wieder dazu in der Lage ist. Bei der Übernahme der Clanherrschaft durch Yung-Er kommt es zu Problemen mit dem Chef des Chin-treuen Iron Palm Clans, der mit Reichtümern den mächtigen Beggar Clan auf der Seite des Königreichs Chin ziehen will. Der dritte Teil schließt sofort daran an und beginnt damit, dass sich das junge Paar das Ziel gesetzt hat, das berühmte Yue Fei Manual zu finden. Um dieses zu erlangen, müssen Tsing und seine Yung-Er aber ins heilige Refugium des Iron Palm Clans eindringen, wobei Yung-Er von Clanchef lebensgefährlich verletzt wird und nur der Southern Prince (Ti Lung) dies heilen kann, wodurch dieser aber für Jahre seine Kampfkraft verliert. Damit eine Attentäterin dies nicht ausnutzen kann, hilft Kuo Tsing dabei, ihn zu beschützen und währenddessen wird in Rückblenden die Ursache für die Motivation der Attentäterin erzählt. Am Ende kulminiert sich das Geschehen in dem finalen Kampf zwischen Kuo Tsing, der sich dank des Verständnis des Jiao Yin Manuals zum großen Kämpfer sich entwickelte, seinen Mitstreitern und dem Chef des Iron Palm Clans und seiner Bodyguards, welcher von der ersten Partei natürlich gewonnen wird. Damit endet dann auch Teil drei.

Wie man anhand meiner mangelhaften Inhaltsangabe schon merkt, ist das größte Manko, dass die viel zu umfangreiche literarische Vorlage, die nicht umsonst ganze Serien und Fortsetzungen mit Stoff versorgt, in ein Korsett von Spielfilmlänge gepresst wurde. Wer mit der Buchvorlage, den Geschichten um Kuo Tsing und den handelnden Personen nicht vertraut ist, hat schlichtweg das Problem, dem auch interessiert folgen zu können. Schon die an sich gut gemeinte Eröffnungsszene, in der gezeigt wird, welcher Schauspieler welche Rolle spielt, führt bei dem unbedarften Westeuropäer aufgrund der vielen chinesischen Namen nur zur Verwirrung. Dennoch funktioniert der erste Teil auf erzählerischer Ebene noch einigermaßen. Die Handlung und die Szenenfolge ist zwar sehr statisch, die durch die auffallend nüchterne und künstliche Pappkulisse noch verstärkt wird, so dass man der Meinung ist, ein Theaterstück zu sehen, aber die Personen und einzelnen Handlungsstränge werden noch so eingeführt, dass es halbwegs übersichtlich bleibt und Neugier geschürt wird wie es weitergeht und auch sonst gestaltet sich das Treiben bis zum offenen Ende recht unterhaltsam.
Der zweite Teil fällt dann erzählerisch komplett ab. Nach einer halben Stunde (nach der Verletzung Kuo Tsings) beschränkt sich die Handlung für die nächste Stunde nur noch auf einen kleinen Ort, wird geradezu zum Kammerspiel, wobei Cheh die inszenatorische Brillanz eines King Hu dabei nicht annähernd erreicht. Die Handlung wird hauptsächlich durch Erzählen (Monologe oder Dialoge in die Kamera) und weniger durch Agieren "vorangetrieben" und die Tatsache, dass sämtliche relevanten Ereignisse sich auf solch einem kleinen Fleck, einem zerfallenen Restaurant abspielen, ist schlicht unglaubwürdig. Weder wird für Aufklärung offener Fragen gesorgt, noch scheint sich alles auf einen Punkt hin zu konzentrieren. Leute kommen und gehen, die drastische Reduzierung auf einen Fleck sorgt nur für Szenefolgen ohne jegliche nachvollziehbare Verknüpfung. Anscheinend sollte so viel wie möglich aus der Buchvorlage in den Film hineingepresst werden, so dass zwar viel passiert, es aber durch zu rasche und zusammenhanglose Folge langweilt.
Der dritte Teil wirkt inhaltlich und stilistisch geschlossener und die märchenhaft-schönen Sets lösen das Theaterhafte der ersten beiden Teile ab. Der Fokus der Geschichte liegt nach den noch zu schnellen ersten Minuten konzentriert auf die Genesung Yung-Ers, den Folgen, die sich daraus ergeben und der notwendigen Vorgeschichte. Dieses wird inszenatorisch gut gelöst. Aufgrund der Hervorhebung eines hauptsächlichen Erzählstrangs der Handlung ist der dritte narrativ und im Gesamteindruck der beste von allen Dreien.

Insgesamt jedoch genügt die handwerkliche Umsetzung Chehs nicht den Ansprüchen, ein Chu Yuan hätte dies wahrscheinlich besser hingekriegt. Der eher archaische Erzählstil noch in den ersten beiden Teilen, der wie eine Nahtstelle seiner Zeit von den in Taiwan inszenierten und den späteren Venom-Filmen wirkt, passt einfach nicht so recht zu der Geschichte. Auch ist die Figurenzeichnung undurchsichtig, gerade am Beispiel Eastern Evil Huang weiß man nicht so recht, woran man bei ihm ist. Wenig zuträglich für den Filmgenuss ist auch die Tatsache, dass einige Schauspieler (z.B. Dick Wei) gleich mehrere Rollen besetzen oder auch wichtige Rollen wie die der Yung-Er von verschiedenen Schauspielern besetzt wurden. Gerade bei der Rolle der Yung-Er ein klarer Qualitätsverlust, weiß doch die im ersten Teil eingesetzte Tien Nu gut die Rolle mit Cleverness und Verve zu füllen und gibt damit dem distanziert, fast schon gelangweilt agierenden Alexander Fu Sheng einen Bezugspunkt. Die im ersten Teil schön portraitierte Liebesbeziehung zwischen Kuo Tsing und seiner Angebeteten verliert in den weiteren Teilen an Zusammenhalt (im dritten Teil redet Kuo Tsing seine Liebste gar als "kleine Schwester" an). Der Einsatz von Kampfszenen ist auch ungenügend; sie sind zwar recht ansprechend, weder herausragend, noch misslungen und werden mit jedem Teil dynamischer und rasanter in der Inszenierung (gerade der Endkampf im dritten Teil ist grandios), aber viel zu spärlich gesät und zu kurz.

Fazit: Der erste Teil beginnt vielversprechend, da zwangsläufig Interesse für die Weiterführung der Handlung gegeben ist und weiß zu unterhalten, vor allem die Chemie und die dargestellte unschuldige Liebe zwischen Fu Sheng und der Yung-Er-Darstellerin ist sehr überzeugend. Der zweite Teil hingegen ist nicht brauchbar; zu langatmig und erzählerisch ungenügend und verworren. Erst der dritte Teil weiß wieder zu gefallen dank der komprimierten Handlung, der formalen Geschlossenheit und dem Einsatz von mehr Kampfeinlagen. Sollte man insgesamt schon mal gesehen haben als SB-Fan, vor allem innerhalb eines kurzen Zeitraumes, da man sonst den Überblick verliert. Ein Pflichtkauf stellt dies allerdings nicht da.

Ja, entweder werden sie zu lang oder zu kurz, weiß auch nicht, warum. :wink: Deshalb versuche ich, alles Wichtige nochmal kurz in einem Fazit zusammen zu fassen.


Mic hat geschrieben:
Max Power hat geschrieben:Nach HEROES OF SUNG, der mir doch recht gut gefallen hat

warum das ?!

Frag mich nicht, liegt irgendwie auf meiner Wellenlänge, obwohl ich dem zustimme, was in deinem Review steht. Mehr als 6/10 würde ich dem Film aber auch nicht geben. THE RESCUE ist da eindeutig besser. Übrigens würde ich ANONYMOUS HEROES bei weitem nicht so eine hohe Punktzahl zugestehen, wie du es gemacht hast.
Zuletzt geändert von Max Power am Do, 09.06.2005, 14:17, insgesamt 2-mal geändert.
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Sword of Swords

Beitragvon Max Power am Di, 15.03.2005, 17:38

Sword of Swords
Klassische Wuxia-Story um ein sagenumwobenes, mit übermenschlichen Kräften ausgestattetes Schwert, welches die Übernahme eines Königreiches durch ein benachbartes Reich verhindert. Daher wollen Spione dieses von einem Großmeister der Schwertkunst stehlen. Jener Meister vertraut es aber seinem ehrenvollsten und besten Schüler, Wang Yu, an mit der Maßgabe, dieses einem redlichen Regierungsbeamten zu übergeben. Wang Yu wird nun durch Entführung seiner Ehefrau durch die Bösen und anderer familiärer Umstände daran gehindert (was teilweise etwas unlogisch wirkt und dafür sorgt, dass der dramatische Aspekt zu dick aufgetragen wird). Dies führt dann in großartigen Sequenz zur Erblindung Wang Yus in einem Kampf und dem Verlust des Schwertes. Dennoch rappelt er sich wieder auf, nimmt im fesselnden Showdown blutig Rache, so dass der Auftrag doch noch erledigt werden kann und Frau und Kind gerettet sind.
Hauptsächliches Thema ist die Erfüllung der Aufgabe, die das Wohl eines ganzen Volkes entscheidet und die unabdingbare Loyalität zum Meister, dem Pflichtbewusstsein, das selbst familiäre Belange hinten anstellt und zu hohen persönlichen Verlusten (Wang Yus Familie und Freunde / Retter) als Opfer nach sich zieht. Wie gesagt, manchmal wird, auch das Schauspiel der Akteure betreffend zu dick aufgetragen, aber ganzheitlich wird die hochdramatische Handlung eindringlich und nachvollziehbar vorgetragen, unterstrichen von einer ausgeklügelten brillianten Bildsprache und schön gestalteten Sets. Das stoische, fast teilnahmslose Spiel Wang Yus, welches erst zum Ende lebendiger wird, passt recht gut zur Entwicklung der Hauptfigur und auch der gesamten Geschichte, die gut verknüpft und sehr gut vom Regisseur Chen Kang (dem Vater von Ching Siu Tung) in Szene gesetzt wird. Großartig gefilmt sind die sich dramatisch zuspitzenden Szenen, die z.B. zur Erblindung Wang Yus führen oder der Showdown, in dem der erblindete Wang Yu aufgrund einer List unwissentlich seine vorherigen Wohltäter tötet. Die Kampfszenen sind das Alter des Films betrachtet, sehr sehenswert und von einer beachtlichen Rasanz. Erste ungewöhnliche, bewegliche und wechselnde Kameraeinstellungen geben den Kampfszenen eine größere Dynamik und erste wenige, wenn auch grobe Einsätze von Drahtseilen zur Unterstreichung der Flugfähigkeiten einiger Kämpfer sind auch zu beobachten.
Insgesamt ein für die damalige Zeit hinsichtlich Kameraarbeit, Regie und Kampfszenen außergewöhnlich professionelles Werk mit einer eindringlichen Bildsprache und einer nahezu epischen Bildkomposition innerhalb der vorgegebenen Enge der Studiokulissen. Einer der besten Shaw-Filme, neben GOLDEN SWALLOW, aus dieser Ära, die ich bisher gesehen habe.
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The Lady Hermit

Beitragvon Max Power am Di, 15.03.2005, 17:40

The Lady Hermit
Farbenprächtiges Kostümspektakel von Regisseur Ho Meng-hua (u.a. The Flying Guillotine) aus dem Jahre 1971. Hauptfigur in dem Film ist die titelgebende Lady Hermit, eine aufrechte und in den Kampfkünsten sehr versierte Kämpferin für Gerechtigkeit, die bei dem Versuch, den ruchlosen "Black Demon" auszuschalten im Kampf durch seine Adlerkralle schwer verletzt wurde und während ihrer dreijährigen Genesungszeit Unterschlupf als einfaches Dienstmädchen bei einem Transport- und Sicherheitsunternehmen findet, so dass sie vor dem Black Demon, der nach ihr suchen lässt, geschützt ist. Durch ein junges, unbeherrschtes Mädchen (Shi Szu), die unbedingt bei Lady Hermit ihre Kampfkünste verbessern will, ist sie gezwungen, ihre geheime Identität preis zu geben, so dass der Chef des Transportunternehmens, seine Angestellten bis auf einen jungen Mann (Lo Lieh) und seine Familie von den Schergen des Black Demon getötet werden. Alle drei finden im Wald versteckt in einem heruntergekommenen Haus Unterschlupf und trainieren für die Rache, wobei es zu Spannungen zwischen den beiden jungen Frauen kommt, die beide für Casanova Lieh schwärmen. Aus Eifersucht macht sich Backfisch Szu alleine auf dem Weg zum Black Demon, gefolgt von Lady Hermit und dem treuen Gefolgen Lieh und im kampfreichen Showdown kann unsere Heldin diesmal den Oberbösewicht tödlich schlagen.

Der Film basiert auf eine altertümliche chinesische Geistergeschichtensammlung, in der Lady Hermit als Geisterjägerin verschiedene Abenteuer bestehen und Dämonen, Monster und dergleichen bekämpfen muss. Diese Geschichten gelten in ihrer Originalform als ironisch-satirische Abrechnung mit den Herrschenden dieser Zeit, die in den Figuren der Geister und Dämonen karikiert werden. Hiervon ist bei der Verfilmung nicht viel übrig geblieben, Cheng Pei-pei kämpft als Lady Hermit gegen einen boshaften irdischen Gegner und die Handlung spinnt sich eher um die menschlichen Beziehungen der drei Hauptprotagonisten untereinander und taugt nur wenig als Allegorie auf gesellschaftliche Zustände seiner Zeit. Der Film konzentriert sich stark auf die weiblichen Hauptpersonen, der Black Demon ist nur mal so da, dass es auch einen Bösewicht zu vernichten gibt und Lo Lieh bleibt doch eher blass in seiner Rolle, obwohl er zweiflsohne mehr drauf hat. Das Werk wird geradezu von der großartigen Cheng Pei-pei getragen, die der Titelrolle mit jeder Filmsekunde Leben einhaucht und überzeugend darstellt und unbestritten der Mittelpunkt des Filmes ist und nur Shi Szu, die aufgrund ihres jungendlichen Alters die ungestüme Schülerin Lady Hermits sehr gut rüberbringt, kann da etwas entgegenhalten. Stark weiblich fokussiert, kann nur der Black Demon es mit der dominierenden Weiblichkeit kämpferisch aufnehmen; Lo Liehs Figur ist geradezu machtlos, wenn er von der eifersüchtigen Shi Szu durch die Gegend geworfen wird und steht damit exemplarisch für die Rolle der Männer im Film, die reihenweise durch Cheng Pei-peis Schwert draufgehen.

Sicher, diese Merkmale sind für Schwertkampffilme trotz der damals zur Herstellungszeit schon eher männerdominierten Zelluloidschwertkampfwelt durch Chang Cheh nichts besonderes, aber dennoch ist das Werk herausragend innerhalb der SB-Produktionsschmiede und gilt zurecht als Klassiker. Die Handlung wird stringent ohne Längen vorangetrieben und verfügt über eine hohe inszenatorische Dichte. Die Verknüpfung einzelner Szenen ist stimmig und die Geschichte wird gut bis zum Höhepunkt aufgebaut. Die weitgehend natürlich gehaltenen Kulissen und der Einsatz vieler Außenaufnahmen geben dem Film ein realistisches, weniger märchenhaftes Gepräge, mal abgesehen von den genretypischen übermenschlichen Fähigkeiten der Kämpfer (Überwindung der Schwerkraft inklusive). Die Kampfszenen sind im Hinblick des Herstellungsjahres gut und einige abwechslungsreiche Kameraeinstellungen geben dem ein bißchen Würze. Die Theatralik vieler Wuxia-Produktionen aus den 60ern ist hier einer nachvollziehbaren Handlungsentwicklung gewichen, was sich auch im Spiel der Darsteller niederschlägt, die weniger steif und overacted agieren. Insgesamt ist dieser farbenfroh photographierte Klassiker ein klarer Filmtip, der sich durch sehr gute Regie und dem Spiel der Hauptdarstellerin im Wesentlichen auszeichnet und eine gute Story bietet.
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The Assassin

Beitragvon Max Power am Di, 15.03.2005, 17:42

The Assassin
Werk von Chang Cheh, das auf eine alte Heldensage aus der "Zeit der streitenden Reiche" beruht, in der der Held Nie Zheng an dem König von Han blutig Rache übt, weil dieser seinen Vater wiederum getötet hat, der ihm sein wertvolles Schwert nicht überlassen wollte. Gelingen konnte das Attentat nur aufgrund der musikalischen Fähigkeiten Nie Zhengs, der mit seinem selbst komponierten Lied ("Guang Ling San") beim kunstverständigen Herrscher Einlass fand und dadurch nah genug an ihm rankam. Nach dem Attentat, so die Überlieferung, zerschnitt sich der Attentäter das Gesicht und zerstümmelte seinen Körper, so dass seine Spuren nicht bis zu seiner Familie zurückverfolgt werden konnten.

Für einen epischen Anstrich wurde die Story für den Film verändert; Nie Zheng, gespielt von Wang Yu, ist ein mutiger und rechtschaffender Mann, der mit seiner Mutter und älterer Schwester recht beschaulich im Königreich Yi aufgewachsen ist. Da er von großem Geltungsdrang getrieben ist und berühmt und reich werden will, auch um seiner Liebsten ein luxuriöses Leben zu bieten, obwohl sie betont, lieber glücklich mit ihm als wohlhabend zu sein, erlernt Nie die Kunst des Schwertkampfes. Nachdem er und sein Freund Du den Tod des Meisters und der anderen Mitschüler an dem Sohn eines hohen Beamten gerächt haben, flieht Nie ins Königreich Qin und lebt dort versteckt, aber unzufrieden hinsichtlich der Erreichung seiner Ziele. Du dagegen wird Schwertkampflehrer des Sohnes des hohen Staatsbeamten Yen am Hofe des Königs von Han, bei dem Yen hohes Ansehen genießt, sehr zum Ärger des Premierministers Han Kui, seineszeichens Onkel des jungen Herrschers. Der boshafte Han Kui möchte, um von der Bedrohung des kriegerischen Qin-Reiches verschont zu werden, einen Kuhhandel mit dem Todfeind und Kriegsgegner Qin eingehen. Deshalb wird ein Anschlag auf Yen ausgeführt, dem sowohl der Sohn als auch Du zum Opfer fallen. Yen, wissend um die großen Kampffertigkeiten Nie Zhengs, findet Unterschlupf und versucht nun Nie zum Attentat auf Han Kui zu überzeugen. Nie, inzwischen freundschaftlich mit Yen durch Blutsbrüderschaft verbunden, sieht erstmals seine Chance auf Ruhm und einen glorreichen Kampf, wartet aber, da er sich um Mutter und Schwester kümmern muss, erstmal sieben Jahre bis zum oben erwähnten Attentat auf Han Kui und dem bekannten Ausgang.

Dieser Film aus dem Jahre 1967 ist ein bildgewaltiges Heldenstück mit fatalistischer Prägung: Wang Yu als Nie Zheng sehnt sich richtig danach, jung und ruhmreich zu sterben anstatt alt und verbittert geworden seinen Träumen nachzutrauern. Großes Heldentum wird besungen und selbst Nies Geliebte und Schwester können davon überzeugt werden, letztere opfert sich sogar, damit der Name des entstellten Attentäters und seiner heroischen Tat in die Welt hinausgetragen werden kann. Dargestellt wird dies in symbolträchtigen, ruhigen und sorgfältig gefilmten Bildern in nüchternen, nahezu sparsam arrangierten Kulissen. Die Kameraarbeit ist sehr gelungen (abgesehen von ein paar ungelenkten Schwenks und Zooms), bei den wenigen schönen und privaten Momenten Nies und seiner Liebe z.B. ist der Blick auf das Geschehen abseits, fast schon versteckt wirkend und bei Nahaufnahmen sind fast nur die Gesichter der Protagonisten zu sehen. Die Geschichte wird ruhig und getragen erzählt, nachvollziehbar werden die Entwicklungen zum unausweichlichen Martyrium aufgezeit gepaart mit einer atmosphärisch dichten und gekonnten Regie Chehs. Dieser Film, entstanden im gleichen Jahr wie ONE-ARMED SWORDSMAN kommt noch etwas konventioneller daher, bedient sich noch der damals herrschenden Theatralik und dem dadurch teilweise hölzernen oder überzogenem Spiel der Darsteller, trägt aber schon große Züge von Chehs Handschrift in sich: Einflüsse japanischer und westlicher Kinofilme, einer gewaltigen Bildsprache, der unabdingbaren Freundschaft zweier Ehrenmänner bis in den Tod hinein und einem starken männlichen Charakter (obwohl starke Frauencharaktere mit der Schwester und der Mutter noch gegeben sind), dessen Entwicklung durch Wang Yus gelungenes Schauspiel überzeugend rüberkommt. Wer jetzt ein stark actionorienteres und blutiges Spektakel wie RETURN OF THE ONE-ARMED SWORDSMAN etc. erwartet, liegt falsch. Schwertkämpfe sind bis auf den etwas blutigen Showdown eher spärlich gesät und fast nur auf den Anfang beschränkt. Der Fokus der Entwicklung liegt stark auf den Figuren und der Entwicklung der Geschichte. Die Kampfszenen an sich sind typisch für die Zeit, noch recht behäbig und ungelenk mit vorsichtigem Drahteinsatz, können aber schon mehr durch stärkere athletische Aspekte und mehr Interaktion zwischen den Kämpfenden überzeugen als bei ONE-ARMED SWORDSMAN.

Fazit: Ein großartig bebildertes Schwertkampfdrama mit recht großem Aufwand, sehr gut in Szene gesetzt von Chang Cheh, sowie mit der besten schauspielerischen Leistung Wang Yus, die ich bisher gesehen habe. Wer bereit ist, sich auf ein ruhig, fast schon bedächtig erzähltes Drama einzulassen und keinen bluttriefenden Reißer erwartet, wird nicht enttäuscht werden.
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The Voyage of Emperor Chien Lung

Beitragvon Max Power am Di, 15.03.2005, 18:38

The Voyage of Emperor Chien Lung
Dritter Teil einer Filmreihe über den Kaiser Chien Lung (oder Qian Long), einer legendären Figur der chinesischen Geschichte, die auf "Zar und Zimmermann"-Weise immer mal wieder inkognito sich unters gemeine Volk mischte. Die weiteren Teile sind: Emperor Chien Lung (1976), Adventures of Emperor Chien Lung (1977), Emperor Chien Lung and the Beauty (1980). In diesem 1978 hergestellten Teil führte Li Han Hsiang Regie, bekannt für seine historischen und zeitgenössischen Dramen. THE VOYAGE OF EMPEROR CHIEN LUNG handelt, wie der Titel schon andeutet, über die Reise des Herrschers nach Yangzhou und dessen Erlebnisse dabei, dementsprechend ist dieser Film nicht durch eine lineare Handlung gekennzeichnet, sondern gibt Anekdoten episodenhaft wieder.

Die Rahmenhandlung handelt von einem gewitzten, mit Bauernschläue ausgestatteten Ministerialbeamten, der bei allerlei Wetten den Kaiser um einige Reichtümer erleichtert hatte, diese dann aber durch einen intriganten Hofbeamten wieder verlor. Auf der Reise werden dem cleveren Beamten allerlei Aufgaben gestellt mit einigen Kostbarkeiten als Einsatz, so in der ersten Episode, in der es darum geht, einen arroganten Künstler dazu zu bewegen, eine Kalligraphie zu einem vom Kaiser verfassten Gedicht anzufertigen. Die zweite Episode handelt von der Begegnung Chien Lungs mit einem Wahrsager, den lüsternen Söhnen des lokalen Gouverneurs, die eine junge Frau (Hui Ying Hung) belästigen. In der dritten Episode lässt sich Chien Lung von einem bärbeißigen Barbier den Kopf scheren. Zuletzt sind wir wieder beim gerissenen Beamten, dessen Aufgabe es ist, ein lokales Glücksspielunternehmen, welches sich an den kleinen Leuten bereichert, zum Bankrott zu führen.

Bauernschwank oder so ähnlich könnte man dazu sagen, erinnert mich vom Ton irgendwie an "Der zerbrochene Krug" von Kleist. Die rechtschaffenden Menschen sind die einfachen Leute, die ehrlich und ungezwungen sind und die obere Klasse wird verschiedentlich auf's Korn genommen. Der Künstler in der ersten Episode wird mit den Waffen seiner eigenen Überheblichkeit und Vergnügungssucht geschlagen; der verschlagene und im Auftreten bodenständige Beamte erreicht sein großes Ziel, die kaiserliche Robe als Zeichen des gesellschaftlichen Aufstiegs als Beamter am kaiserlichen Hof; die reichen Glücksspielbesitzer, die mit ihrer die Spielsucht des Volkes zu nutze machen, gehen bankrott. Der Barbier ist ein in der Sprache zwar ordinärer, aber einfacher und symphatisch präsentierter Mann und die missratenen und verzogenen Söhne des Gouverneurs kriegen auch ihre verdiente Strafe. Dennoch behält die Opression des Herrschenden die Oberhand, der Wahrsager stirbt indirekt durch die Hand des Kaisers und der aufgestiegene Hofbeamte leidet in der Schlusseinstellung an der schweren Last der kaiserlichen Robe, zu dessen Tragen er für die gesamte Rückreise (im Hochsommer) verpflichtet ist.

Alles in allem bleibt ein recht durchwachsener Film. Die einzelnen Episoden sind lose miteinander verknüpft und obwohl eine bestimmte zeitliche Entwicklung gegeben wird, stehen sie für sich allein und sind von unterschiedlicher Qualität. Die Übertölpelung des Malers präsentiert sich sehr spannungsarm und schwerfällig und bei den Vorhersagen des Wahrsagers kommt man ohne Kenntnisse der chinesischen Sprache nicht hinterher, was das Interesse noch mehr abfällen lässt. Die dann eingestreute Kampfszene ist zwar nichts besonderes, hält den Zuschauer aber dadurch bei der Stange. Erst ab der zweiten Hälfte durch die Anekdote mit dem Barbier kommt treffender Wortwitz zu Tage, das Geschehen wird fesselnder und mit welch gerissenem Trick das Glücksspielunternehmen lahmgelegt wird, ist sehr vergnüglich anzuschauen. In puncto Aufwand lässt der Film nichts vermissen, schöne Sets und gute Kameraarbeit sind prägend, die Massenszenen mit den vielen Statisten und das alltägliche Geschehen auf der Straße sind sehr gut eingefangen und detailliert und sorgfältig arrangiert. Filmisch ist der Film sehr gelungen, inhaltlich fehlt es der Komödie in der ersten Hälfte an stilsicherer Inszenierung und Tempo. Ist insgesamt kein wirklicher Pflichtfilm, aber auch nicht schlecht und kein Ärgernis, wenn dafür Geld ausgegeben wurde. Handwerklich gute und solide Filmware.
Zuletzt geändert von Max Power am Mi, 23.03.2005, 10:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Iron Bodyguard

Beitragvon Max Power am Di, 15.03.2005, 18:40

Iron Bodyguard
Wang Wu (Chen Kuan Tai) ein aufrechter und ehrbarer Kämpfer und Leiter eines Sicherheitsunternehmens freundet sich mit dem hohen Beamten Tan Sitang (Yueh Hua) an, der am Hof des kaiserlichen Nachfolgers berufen wird und mit einigen Gefährten Reformen in das modernde China des ausgehenden 19. Jahrhunderts einführen soll. Die damit nicht einverstandene Kaiserwitwe gibt daraufhin den Befehl aus, Tan und seine Gefolgschaft zu exekutieren. Auf dem Transport der Gefangenen zum Hinrichtungsplatz versucht Wang Wu verzeifelt seinen Freund zu retten und wird dabei verraten, so dass er den Märtyrertod Tans nicht verhindern kann.

Allseits bekannte Geschichte, die auch schon in BLADE OF FURY (1993) und in dem 1985 entstandenem chinesischen Film DADAO WANG WU ("Wang Wu - Der Kämpfer mit dem Phönixschwert") verabeitet wurde und genau wie in diesen Filmen krankt auch diese gemeinschaftliche Arbeit von Chang Cheh und seinem langjährigen Kinematographen Pao Hsueh-li aus dem Jahre 1974 an den wohl inhaltlichen Unzulänglichkeiten der schriftlichen Vorlage. Der Film startet behäbig und kommt über die gesamte Lauflänge nicht in die Hufe. Zwar ist die unauffällige Inszenierung der beiden Regisseure recht stilsicher und die Handlung wird stimmig aufgebaut, aber wirklich fesselnd wirkt es nicht. Der übertriebene Einsatz von Zooms und manchmal aus den Fugen geratenen Kameraschwenks trüben zusätzlich die sonst handwerklich wenig zu bemängelnde filmische Umsetzung. Außerdem ist der inszenatorische Griff des Verrats eines hochrangigen Generals an Wang Wu, der die Befreiungsaktion scheitern lässt, misslungen. Zu offensichtlich wird dem Zuschauer dadurch das weitere Geschehen vorweggenommen, was dem Originalstoff unbedarfte auch noch das letzte bisschen Spannung nimmt.

Kampfszenen kommen zu selten im Film vor, sind selber aber für den damaligen Stand recht ansprechend. Leider kommt es nicht viel über gelungene Massenkämpfe hinaus, da Wang Wu in dem Film kämpferisch zu übermächtig ist und auch der Gegenspieler Wangs, die "Eiserne Faust" Yan nicht annähernd einen Gegner darstellt, somit wird auch den Actionszenen keine wirklich fesselnde Atmosphäre gegeben. Chen Kuan Tai füllt die Rolle des Wang Wu sehr gut aus und weiß sehr gekonnt und behende sein charakteristisches, leicht übergroßes Schwert zu führen. Normalerweise ist nach dem misslungenen Befreiungsversuch die Geschichte meist vorbei, aber hier wird noch mal eine nicht minder zähe Nachgeschichte geliefert, die Wang Wu nochmal die Gelegenheit gibt, sich an dem verräterischen General zu rächen und ebenfalls in Zeitlupe und entsprechender aufrechter Pose den Heldentod zu sterben. Natürlich wird der Film Chehs Einfluss in dem heroischen Grundton und der starken freundschaftlichen Bindungen zweier Männer gerecht. Der Einsatz von Pathos ist aber angemessen und wirkt nicht allzu übermäßig.

Insgesamt ein leicht überdurchschnittlicher Kung-Fu-Film, der sich um eine anspruchsvolle Handlung bemüht, die nachvollziehbar erzählt wird, einige vernünftige Kampfeinlagen bietet, aber leider an einer durchgängigen Langatmigkeit krankt. Durchaus sehenswert mit einigen Abstrichen, aber kein Pflichtfilm.


Edit: Kleiner Exkurs zu dem historischen Kontext, in dem sich dieser Film bewegt. Der zu rettende Reformer ist Tan Sitong, eine bekannte Person jüngerer chinesischer Geschichte, der unter der Führung Kang You-weis (1858-1927) und weiteren reformbereiten Gelehrten die sog. "Hundert-Tage-Reform" 1898 auf den Weg brachte. Diese Reformbewegung stellte den ersten entschlossenen Modernisierungsversuch Chinas dar und wurde auf Geheiß des damaligen Kaisers Guangxu gebildet. Das Motto der Bewegung lautete: "Im Rückgriff auf das Altertum das Staatswesen reformieren". Diese Reformen waren jedoch der eigentlichen Machthaberin des Reiches, der Kaiserinwitwe Cixi ein Dorn im Auge, so dass auf ihrem Willen hin die Reformbewegung zerschlagen und die meisten Reformer exekutiert wurden.
Zuletzt geändert von Max Power am Mi, 16.03.2005, 19:44, insgesamt 3-mal geändert.
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Journey of the Doomed

Beitragvon Max Power am Di, 15.03.2005, 18:41

Journey of the Doomed
Eine junge Frau, uneheliches Kind des Kaisers mit einer Hure, befindet sich mit einem Fischer (Stephen Tung) auf der Flucht vor den Häschern der beiden Prinzen. Ist der eine Prinz gut und will bloß die junge Frau in Sicherheit bringen und schickt deshalb seine Elitetruppe los, will der andere, böse Prinz natürlich, den Tod des Mädchens und schickt ebenfalls seine Gefolgschaft los. Irgendwann nach Szenen trauten Zusammenlebens, Fischer und Mädchen verlieben sich auf der Flucht, in einem Tal kommt es zum Showdown mit viel Feuerwerkskörpern.

So anspruchslos sich die Handlung präsentiert, so handwerklich schlecht ist das gesamte Produkt. Entstanden im Jahr 1985 offenbar als eine der letzten Spielfilmproduktionen der Shaw Brothers ist hier Fernsehfilmathmosphäre angesagt. Crew und Sets kommen hauptsächlich von der SB-Fernsehproduktion TVB und auf volles 2,35er-Kinoformat wurde auch verzichtet. Die Geschichte ist vorhersehbar, kitschig, die schauspielerischen Leistungen dürftig und die Action am schlechtesten von allen Negativpunkten. Ganz lahme Bewegungen, keine guten Special Effects, von einer vorhandenen Choreographie ganz zu schweigen (Stephen Tung als Fischer ist total verschenkt; sein von ihm dargestellter Charakter kann nicht mal kämpfen), welches sich alles in einem haarsträubenden Showdown in 'nem verfallenen Dorf kulminiert, wo allerlei Feuerwerk gezündet wird und das Paar in widrigen Umständen einen vollkomen unsinnigen und schnulzigen Freitod stirbt.

Hauptsächlich soll wohl die Entwicklung der Zweckgemeinschaft wider Willen zum Liebespaar in widrigen Umständen und deren fatalistisches Ende dargestellt werden, das aber nur mit durch Belanglosigkeiten und Schmalz. Zwischendurch gibt's auch noch ein paar Sexeinlagen vollkommen neben der Spur und geschmackloser Höhepunkt ist das Massaker zweier weiblicher Assassine (u.a. Hui Ying-hung) in einem Freudenhaus. Höhepunkte: Tony Leung Kar-fai in einem Kurzauftritt als Prinz und einige landschaftlich schicke Außenaufnahmen. So viel dazu, nicht zu empfehlen.
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Little Dragon Maiden

Beitragvon Max Power am Di, 15.03.2005, 18:42

Little Dragon Maiden
Film von 1983, der eine Weiterentwicklung der TALE OF THE EAGLE SHOOTING HEROES-Novelle und inoffizielle Fortsetzung zu den BRAVE ARCHER-Filmen darstellt. Inzwischen sind einige Jahrzehnte vergangen, Kuo Ching, etwas älter, wird nun dargestellt von Chen Kuan Tai und die federführende Rolle wird von Leslie Cheung als Yang Kuo übernommen, Sohn von Yang Kang, einem Widersacher Kuo Chings. Dieser stolpert als Vagabund durch die Gegend wird von einer taoistischen Priestergemeinschaft zum Kampftraining aufgenommen, aber nur von einem eifersüchtigen Priester schikaniert, der auch fleißig gegen Yang Kuo intrigiert, so dass dieser Schutz bei der titelgebenden Little Dragon Maiden findet, einer überaus reizvollen jungen Dame, die eine äußerst schlagkräftige, esoterische Kampfart beherrscht. Obwohl es nicht erlaubt ist, verlieben sich beide ineinander, müssen ihre Verbindung gegen allerlei Widernisse verteidigen und ein paar Handlungssprünge später findet man sich im Kampf gegen mongolische (oder tibetanische?) Despoten wieder, die mal eben so ganz unmotiviert eingebaut werden, damit die Handlung auch wieder etwas Action erhält.

So wirr wie sich die Inhaltsangabe liest, so präsentiert sich auch der Film, ein nicht wirklich überraschender Fakt bei einem Fantasyfilm aus HK. Daher dürfte dies auch nicht sonderlich störend auf erfahrene HK-Fantasyfreunde wirken. Vieles ist vom Handlungsaufbau her Stückwerk, am besten zu sehen an kurzen szenischen Einschüben, in denen Ku Feng (in seiner angestammten Rolle als Northern Beggar) und Lo Lieh (der hier Wang Lung Weis Rolle als Western Poison übernommen hat) sinnfrei herumblödeln. Das Tempo ist über weite Teilen recht hoch und im ruhigen, manchmal auch leicht langatmigen Zwischenteil, der sich ganz auf die Romanze zwischen Yang Kuo und der Little Dragon Maiden konzentriert, hat man das Gefühl, eine Blaupause für das ein paar Jahre später entstandene A CHINESE GHOST STORY zu sehen, so ähnlich präsentiert sich die Beziehung der beiden.

Für Freunde des Trashigen gibt's noch einen (sehr offensichtlich verkleideten) übergewichtigen Kondor, der Leslie Cheung nach einem Sturz in den Abgrund gesund pflegt. Dieser hütet ein sagenumwobenes Schwert und bringt unserem Helden Yang auch gleich bei, wie man es richtig zu führen hat, denn da sind ja noch die Mongolen für den Endkampf. Der Vogel wirkt in seiner Fürsorglichkeit richtig putzig und Leslie Cheung pflegt mit ihm augenscheinlich eine fast innigere Beziehung als mit seinem geliebten Drachenmädchen. Dennoch wirkt dieser Kerl im Vogelkostüm doch arg komisch, geradezu lächerlich (eine schöne, sehr komische Persiflage von Darstellern in Tierkostümen gibt's übrigens bei Jeff Laus THE EAGLE SHOOTING HEROES). Zumindest weiß man jetzt, warum weitergehende Serien der lyrischen Vorlage den Titel "Legend of Condor Heroes" tragen.

Alles in allem präsentiert sich dem Auge des Betrachters ein dennoch ansehnlicher Film. Man kann ihm zugute halten, dass er trotz chaotischer Szenenfolge unterhaltsam bleibt und die stark vom New Wave geprägten, Drahtseil lastigen Kampfszenen sind rasant und gut eingefangen. Auch bei diesem Film ist der Fernseh-Look stark erkennbar, ein allzu großer Aufwand steckt nicht dahinter. Die übliche Fantasykost halt, konfus, schnell, manchmal ziemlich trashig, aber auch einfallsreich. Liebhaber davon werden es mögen, ich fand es ganz okay.


Das war es soweit an "Aufgewärmten", demnächst gibt es dann wieder "frische Kost" von mir.
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Beitragvon Awi am Mi, 16.03.2005, 2:03

Jetzt nur ganz kurz ne dumme Frage: warum werden diese tollen Reviews nicht in die Filmdatenbank vom AsianFilmWeb aufgenommen? Wäre eine enorme Bereicherung und man könnte sie einfacher, schön einsortiert in die anderen, finden! Nur ein Vorschlag. Oder wurde das schon alles diskutiert?
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Beitragvon Max Power am Mi, 16.03.2005, 14:39

Darüber habe ich mir persönlich, ehrlich gesagt, noch keine Gedanken gemacht. Gebe auch zu bedenken, dass Jost eventuell mit dem Einstellen der Rezis nicht mit dem Ausstoß, den Mic und ich teilweise an den Tag legen, mithalten kann. Als der Thread noch im "alten" Forum eröffnet wurde, war der Sinn, Besprechungen von Shaw-Brothers-Filmen in einem Thread zu bündeln. Wenn Mic nicht gerade ausführliche Rezis von 18 Filmen in einem Posting platziert, ist es doch sonst recht übersichtlich, oder?
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Tales of a Eunuch

Beitragvon Max Power am Mi, 16.03.2005, 14:42

Tales of a Eunuch (1983)
Wong Yue als Sohn einer Hure im Bordell aufgewachsen, verschlägt es dank eines Aufständischen namens Mau 18 an dem kaiserlichen Hofe als Diener eines erblindeten, hohen Eunuchen-Beamten (Ku Feng). Dort schlägt er sich dank seiner pragmatischen Fähigkeiten und seiner Eloquenz sehr gut durch sämtliche Intrigen, steigt in der palastinternen Hierarchie auf und freundet sich mit dem Kaiser Kang Hsi (Liu Chia Hui) an und hilft ihm dabei, eine Verschwörung gegen ihn aufzuklären und ein geplantes Attentat zum Scheitern zu bringen.

Komische und sehr durchschnittliche Kung-Fu-Komödie, die sich aus Chin Yungs Buch "The Duke of Mount Deer" bedient. Mittelpunkt dieser Geschichte ist der von Wong Yue dargestellte Wei Hsaio Pao, der als exemplarischer Antiheld gilt. Obwohl nicht sehr belesen und trotz Kampfunterricht kein besonderer Kung-Fu-Kämpfer schlägt er sich dank seiner Redegewandheit, seinem Pragmatismus und opportunistisch-materialistischer Handlungsweise gut durch das Leben am Hofe. Erst hilft er den Rebellen, die die "42 Chapters of the Creed" suchen, einer Sutra, in der eine Schatzkarte verborgen ist, die zu dem "Herz des Qing-Regimes" führt, um jedoch deren Pläne zu durchkreuzen und dem Kaiser bei der Abwehr eines Attentats zu unterstützen und kehrt als honorierter Mann in seine Heimatstadt zurück. Die ganze Geschichte spielt zur Zeit der Regentschaft Kang Hsis (Qaan Xi), der wie sein Nachfolger Chien Lung (Qian Long) auf eine immerhin stolze Regierungszeit von mehr als sechs Jahrzehnten verweisen konnte und unter dessen beider Herrschaft dem China der Qing-Dynastie der größte allgemeine Wohlstand beschert wurde.

Die Umsetzung des literarischen Stoffes ist aber sehr ungenügend, wenig witzig und spannungslos geraten. In den ersten Minuten bis Weis Eintritt am Hofe gehen die Szenen im Eiltempo einfach nur Holterdipolter von einem Schauplatz zu einem anderen ohne klare erzählerische Linie, die sich während des gesamten, dann ruhigeren Rest des Films nicht einstellen möchte. Der angepeilte Witz ist entweder albern, zotig und wegen Unkenntnis der kantonesischen Sprache und Kultur kaum verständlich und trägt kaum zur Erheiterung bei. Lediglich bei einem Ergeignis im Film wurde es amüsant: Wei muss einem zur Hinrichtung verurteilten Rebellen am Pranger erstmal auf den Retter Mau 18 vertrösten, da dieser auf dem Weg zur Rettung sein Schwert vergessen hat. Zwar stellt sich die Hilfe noch rechtzeitig vorm finalen Hieb des Scharfrichters ein, jedoch verliert Mau 18 während des Kampfes die Klinge seines Schwertes, die unkoordiniert durch die Gegend fliegt und dem grade flüchtenden zum Tode Verurteilten sich seines Hauptes entledigt. Die Szene war geil, sonst gestaltet sich alles sehr witzlos und wenig aufregend.

Auch die Kampfszenen sind kaum der Rede wert. Viel zu wenige, zwar noch ganz ordentlich choreographiert (von zwei ehemaligen Schülern der gleichen Operntruppe, der auch Jackie Chan oder Samo Hung angehörten), aber durch das Cranking ziemlich billig wirkend. In der Mitte des Films gibt es einen recht spannenden Kampf inklusive einiger Härten (laut splitternde Knochen, etwas Gore und Splatter in Form von herausgerissenen Därmen); das war es dann auch an kämpferischen Höhepunkten, nicht mal einen standardgemäßen Endkampf gibt es. Auch die Ausstattung und das Setting, nunmehr nur noch auf die Studio- und Fernsehkulissen beschränkt, ist kaum hervorhebenswert und das bei Regisseur Hua Shan (wird im Chinesischen übrigens genauso geschrieben wie der gleichnamige heilige Berg in China), der mit seiner Arbeit als Kameramann Ende der 60er / Anfang 70er den einen oder anderen Film durch schöne Aufnahmen veredelt hat. Inszenatorisch hat er, wie bereits erwähnt, sowieso das Geschehen nicht annähernd im Griff.

Wenn jemand eine gelungenere und wirklich lustige, filmische Variation des zu Grunde liegenden Buches sehen will, der ist bei Stephen Chows ROYAL TRAMP aus dem Jahre 1992 sehr gut bedient. Von "Tales of a Eunuch" kann ich nur abraten, zu zerfahren, ohne jeglichen Zusammenhang und witzlos präsentiert sich das Ganze. Und dass es keine echte Identifikationsfigur in Form eines Sympathieträgers im Film gibt, ist auch nicht sehr förderlich, wirklich jede handelnde Person ist negativ gezeichnet.
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Beitragvon Mic am Mi, 16.03.2005, 14:56

Max Power hat geschrieben: Gebe auch zu bedenken, dass Jost eventuell mit dem Einstellen der Rezis nicht mit dem Ausstoß, den Mic und ich teilweise an den Tag legen, mithalten kann.
Wenn Mic nicht gerade ausführliche Rezis von 18 Filmen in einem Posting platziert, ist es doch sonst recht übersichtlich, oder?


naja, ich schreibe ja oft Inhalt direkt in die Kritik mit rein, das ist glaube nicht so gerne gesehen. Koennt ich aber fuer's Einstellen austuedeln.
Genauso wie die 18 Reviews in 1 Posting, kann ich ja auch editieren. Wenn Bedarf besteht....
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Beitragvon Max Power am Mi, 16.03.2005, 15:13

Mic hat geschrieben:naja, ich schreibe ja oft Inhalt direkt in die Kritik mit rein, das ist glaube nicht so gerne gesehen. Koennt ich aber fuer's Einstellen austuedeln.

Finde ich eigentlich ganz gut so, wirkt dann nicht so schematisch.

Genauso wie die 18 Reviews in 1 Posting, kann ich ja auch editieren. Wenn Bedarf besteht....

Ist vielleicht besser, wenigstens drei-vier Rezis pro Posting. Habe schon Probleme den Scroll-Balken rechts mit dem Cursor zu fassen (ja, ich habe keine Scroll-Maus).

So, und jetzt beschränken wir uns wieder auf Rezensieren ... hoffentlich ... :mrgreen:
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