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asianfilmweb • Filme • 71: Into The Fire (KR 2010) • 71 - Into The Fire
FILMEKR • 71: INTO THE FIRE
71: INTO THE FIRE •

     aka 71 - INTO THE FIRE
     KOREA 2010

CAST & CREW
REGIE Lee Jae-Han
DARSTELLERKwon Sang-Woo, Cha Seung-Won, Kim Seung-Woo, Jeong Seung-Won, Park Tae-Ju, Wi Ji-Wung, Choi Seung-Hyun, Kim Dong-Beom, David Lee McInnis
PRODUZENTChoi Myoung-Gy, Kim Jong-Hyun
SCRIPT/BUCHLee Man-Hee, Kim Dong-Woo
MUSIKLee Dong-Jun

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
BLURAY 71 - Into the Fire

KoreaCandle Media
 2,35:1 anamorph (HD 1080p)
 koreanisch dts-HD 5.1 MA/DD 2.0
 englisch, koreanisch
 Pre-Production, Production Design, Behind-The-Scenes,...
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 DVD71 Into The FireRezension des Titels vorhandenDeutschlandAscot Elite 
 BLURAY71 Into The FireDeutschlandAscot Elite 
 DVD71: Into the FireKoreaPRE.GM 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
120 Minuten

FILMINHALT
Sommer 1950. Der Koreakrieg hat gerade erst begonnen, da kommt es zur ersten grossen Konfrontation - der Schlacht um den Busan Perimeter. Bis dahin hatte der kommunistische Norden den Süden trotz US Militärunterstützung immer wieder starke Verluste zugefügt und strategisch wichtige Gebiete eingenommen. Es gilt die Linie um den Nakdong-Fluss zu sichern und die nordkoreanischen Truppen zurückzudrängen. Da Hauptmann Kang Seok-Dae (Kim Seung-Woo) mit seinen Truppen am Nakdong Fluss gebraucht wird, kommandiert er 71 Schüler- und Studentensoldaten zu einer verlassenen Mädchenschule in Pohang ab, um dort die Stellung zu halten. Die Leitung der unerfahrenen Einheit, überlässt er Oh Jang-Beom (Choi Seung-Hyun), der zwar auch ein Studentensoldat ist, aber dafür wenigstens über Kampferfahrung verfügt. Doch einige der anwesenden Jungsoldaten sind nicht einverstanden mit der Wahl des Zugführers. Besonders Koo Gap-Jo (Kwon Sang-Woo), der in Wahrheit gar kein Student, sondern ein verurteilter Mörder ist, stellt seine Führungsqualitäten ständig in Frage und provoziert damit immer wieder interne Konflikte. Sie ahnen nicht, dass sich eine nordkoreanische Truppe unter Kommandant Park Moo-Rang (Cha Seung-Won), der Schule nähert. Als die Studentensoldaten den Ernst der Lage erkennen, scheint es schon zu spät...

FILMREZENSION VON HY QUAN QUACH
Als Steven Spielberg 1998 mit "Saving Private Ryan" einen Film über den zweiten Weltkrieg ins Kino brachte, schockierte die Landungssequenz in der Normandie mit bis dato noch nie dargestellter Gewalt. Schonungslos und dreckig zeigte Spielberg, mit welch roher Gewalt der Krieg aufwarten kann. Die Kamera folgte den Soldaten, statt sie aus einer Totalen heraus zu filmen und stürzte auch mal zu Boden. Das Ergebnis war nicht nur einer der erfolgreichsten Kriegsfilme, sondern auch eine Schar an Filmemachern, die auf den Zug aufsprangen. Dass sich irgendwann auch die Asiaten daran zu schaffen machen würden, ihre "Kriege" filmisch in diesem Stil zu verarbeiten, war nur eine Frage der Zeit. So war es Kang Je-Kyu, der 2004 mit "Taegukgi" für Furore sorgte und in Südkorea einen grossen Kinohit landete. Mit "71 - Into the Fire" wagte sich nun auch Regisseur Lee Jae-Han in das Kriegs-Szenario und sorgte mit seinem 12 Milliarden Won (ca. 7,5 Millionen Euro) teuren Kriegsfilm erneut für volle Kinosäle in Südkorea. Doch kommt "71 - Into the Fire" auch filmisch an "Taegukgi" heran? Technisch gesehen, steht Lee Jae-Han eindeutig auf der Gewinnerseite. Derart brachial wurde der Krieg schon seit geraumer Zeit nicht mehr dargestellt. Riesige Explosionen und Feuerbälle, berstendes Mauerwerk und umherfliegende Splitter, wohin das Auge blickt. Dazu im Kugelhagel zuckende und brennende Leiber. Soldaten fallen wie die Fliegen. Blutige Einschüsse und immer wieder Zeitlupe. Atmosphärisch und mit stimmigen Farben. Besonders die Schlacht zu Beginn des Filmes vermag in dieser Hinsicht zu begeistern. Schnell hat Lee Jae-Han das Publikum in seinem Bann. Fast ohne jegliches Kamera-Gewackel auskommend, reissen einen die Bilder sofort mit. Das "Anti" kann man getrost weglassen. Hier geht es nicht darum, den Krieg in all seiner Härte darzustellen, sondern ein Actionfeuerwerk sondergleichen zu entfachen. Dabei dienen einzelne Szenen, wie im Finale, als Jang-Beom und Koo Gap-Jo zu zweit eine ganze Armada an feindlichen Soldaten niedermähen, dem reinen Selbstzweck. Zudem wird der Norden kaum beleuchtet. Es geht hier zwar um die südkoreanischen Studentenschüler, doch den nordkoreanischen Soldaten bleibt nur das Dasein als Kanonenfutter und seelenlose Gefolgschaft der kommunistischen Führung. Lediglich dem nordkoreanischen Park Moo-Rang gewährt man eine größere Präsenz als ehrgeizigen, aber auch überheblichen Kommandanten, der dennoch sein Mitgefühl im Trubel des Krieges nicht verloren hat. Teils subtil, mal ganz plakativ wird der Süden glorifiziert und der Norden als reiner Kriegstreiber dargestellt, der nicht davor zurückschreckt Kinder in den Kampf zu schicken. Da helfen auch einige, zum Nachdenken anregende Szenen nicht mehr viel, in denen beispielsweise Jang-Beom sich gewahr darüber wird, dass der Feind ebenso ein Mensch ist. Kein Wunder, dass die FSK keine Jugenfreigabe vergeben hat. Das heisst natürlich nicht, dass wir uns in Michael Bays "Pearl Harbor" Regionen befinden. Ganz so schlimm ist es dann doch noch nicht. Zwischen der ersten grossen Schlacht und der finalen Konfrontation, zeigt uns Lee Jae-Han, wie die Studentensoldaten den Krieg zuerst regelrecht verharmlosen und fast schon eine ausgelassene Studienfahrtstimmung entwickeln, bis sie durch immer wiederkehrende Begegnungen mit nordkoreanischen Kundschaftern regelrecht traumatisiert werden. Im Gegensatz zu "Taegukgi", wird keine grössere Zeitspanne abgehandelt. Es dreht sich alles nur um die Schlacht an der Mädchenschule. Dass hier kaum Platz für Charakterentwicklung ist, versteht sich von selbst. Man erfährt fast nichts über die Hintergründe der Studenten. Viele bleiben sogar namenlos und werden kaum angerissen. Trotz der flachen Charakterzeichnung schafft es Regisseur Lee Jae-Han dennoch Empathie zu erzeugen. Das liegt daran, dass er seine beiden Protagonisten Oh Jang-Beom und Koo Gap-Jo sehr stereotypisch angelegt hat. Da ist der, vom Krieg gezeichnete, junge Mann, der brav seiner Mutter schreibt und über sich hinauswachsen muss und der typische Haudrauf, der zwar nach aussen hin ein harter Brocken zu sein scheint, aber doch das Herz auf dem rechten Fleck trägt. Anfangs verstehen sie sich wegen ihrer Gegensätze nicht und am Ende ergänzen sie sich gerade deretwegen. Doch zuvor testen sie die Grenzen des anderen soweit aus, dass es sogar zu einer Prügelei kommt - bis sich der Krieg in Form eines Schusses zurückmeldet. Unterstützend genannt sei auch die pathetisch-melancholische Musik, die ihren Zweck erfüllt. Hier wurde Nichts dem Zufall überlassen. Dasselbe gilt auch für die Besetzung, bei der, bis auf die Hauptrolle, kein Darsteller ausserhalb seines Repertoires agieren muss. So haben wir den, oft in Nebenrollen besetzten Kim Seung-Woo, den momentanen südkoreanischen Bösewichten vom Dienst, Cha Seung-Won, sowie den typischen Haudrauf-Darsteller Kim Seung-Woo, der hier wieder seine Paraderolle aus "Once Upon A Time In High School" und "Running Wild" verkörpern darf. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sämtliche Rollen glaubhaft dargestellt und überzeugend rübergebracht werden. Eine Überraschung stellt allerdings Choi Seung-Hyun dar. Besser bekannt als T.O.P. und Mitglied der südkoreanischen RnB und Hip Hop Truppe Big Bang, debütiert er hier in der Rolle des Oh Jang-Beom. Sein Schauspiel ist minimal. Sehr zurückhaltend und still spielt er die Rolle des ungewollten Zugführers und bleibt selbst glaubhaft, als er trotz seiner Unerfahrenheit gleich Unmengen an nordkoreanischen Soldaten den Weg ins Jenseits ebnet. Sollten wir es hier mit einem aufstrebenden Star des südkoreanischen Films zu tun haben? Oder verhält es sich hier doch eher wie mit Jay Chou und seinem Filmdebüt "Initial D"? Im Abspann kommen noch echte Überlebende dieser Schlacht zu Wort und sollen wohl nochmal vor Augen führen, dass es sich hier um eine wahre Begebenheit handelt - wenn auch nicht ganz so heroisch wie im Film. Ärgerlich war nur die, seit "Saving Private Ryan" obligatorische "Trommelfellperforation-Szene", die natürlich auch hier nicht fehlen darf, aber ihre Wirkung längst verloren hat. Dennoch ist Lee Jae-Han ein kompromisslos-harter Film gelungen, der weniger Kriegsfilm als Actionstreifen ist und daraus auch keinen Hehl macht. Durch die schnelle Abfolge der Geschehnisse, bleibt der Film auch durchgehend spannend und garantiert knapp zwei Stunden gute Unterhaltung.



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