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asianfilmweb • Filme • Accident (HK 2009)
FILMEHK • ACCIDENT
ACCIDENT •

     HONG KONG 2009

CAST & CREW
REGIE Cheang Pou-Soi
DARSTELLERLouis Koo, Richie Ren, Michelle Ye Xuan, Lam Suet, Stanley Fung, Han Yu-Qin, Alexander Chan Mong-Wa, Lai Cheung-Wing, Peter Lau Wai-Hung, To Hung-San, Tony Lui Siu-Kwan
PRODUZENTJohnnie To
SCRIPT/BUCHSzeto Kam-Yuen, Tang Lik-Kei
CHOREOGRAPHIEJack Wong Wai-Leung
MUSIKXavier Jamaux

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Accident

DeutschlandLighthouse • FSK 16 •
 anamorph
 deutsch DD 5.1, mandarin DD 5.1
 englisch
 Trailer, Making-Of (OmU)
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 BLURAYAccidentDeutschlandLighthouse 
 DVDAccidentHongkongMega Star 
 BLURAYAccidentHongkongMega Star 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
89 Minuten

FILMINHALT
Kwok-Fai (Louis Koo) ist das geniale Gehirn eines eingespielten Teams von Auftragskillern der anderen Art. Die Spezialität der Truppe sind perfekt choreographierte Unfälle, die nicht den Hauch eines Zweifels aufkommen lassen, dass das Opfer vielleicht doch durch einen Mordanschlag ums Leben kam. Nichts überlässt das Gehirn dem Zufall, jedes kleinste Detail wird akribisch geplant und berücksichtigt. Jeder im Team spielt seine ihm zugeteilte Rolle bei den komplexen Abläufen und Kwok-Fai hat die oberste Verantwortung. Extrem vorsichtig, fast schon pedantisch gibt der Erfolg ihm und seinem Team recht - keiner wurde je verhaftet und jeder führt ein unbehelligtes Leben. Als eines Tages nach einem erfolgreichen Auftrag Fatty (Lam Suet), einer seiner Männer, bei einem Unfall mit einem Bus ums Leben kommt, kann der Boss nicht an einen tragischen Unfall glauben. Überzeugt davon, aufgeflogen zu sein und mit der Angst, nun selbst das Opfer eines perfiden Anschlags zu werden, übermannt ihn die Paranoia...

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
"Accident" ist (wieder einmal) ein unkonventionelles Projekt von Johnnie To, das beginnt schon mit der ausgefallenen Grundidee: Ein geniales Mastermind plant mit seinem Team Mordanschläge, die wie Unfälle aussehen. Fasziniert beobachtet man als Zuschauer, wie die Unfälle dann nach dem geplanten Drehbuch ablaufen - und die so geplanten Morde funktionieren wie am Schnürchen, wenn auch manches Mal einiges an Geduld nötig ist. Alleine das macht den Film schon sehenswert. Dass er allerdings mehr als nur ein düsterer Thriller sein könnte, ahnt der Kenner schon bei der Auswahl des Regisseurs: Cheang Pou-Soi ("Dog bite Dog") ist bekannt dafür, seinen Genrefilmen immer auch deutlich erkennbare Elemente des Psychodramas beizufügen. So auch hier, wo der Thriller sich nach der Exposition und des vorläufigen Höhepunkts dem bereits vorher angedeuteten Drama zuwendet. Von da an geht es nur noch um den Verfolgungswahn des Antihelden, herausragend minimalistisch dargestellt von Louis Koo. Begründet im tragischen und unverarbeiteten Unfalltod seiner Frau und genährt durch die selbst vielfach ausgedachten "Unfälle" schreckt er in seinem Verfolgungswahn nicht davor zurück, auch seine ehemaligen Teamkollegen zu verdächtigen. In kühler, aber nur scheinbar beherrschter Paranoia spinnt er einen weiteren meisterhaften Plan, um dem vermeintlichen Killer zuvor zu kommen. Auch das ist spannend zu beobachten, wenn auch nicht so unterhaltsam wie die erste Hälfte des Films, wo Cheang gelungen und kreativ den Schwerpunkt auf den düsteren Thriller legt. Genau da liegt auch etwas die Crux von "Accident": So sehr ich es ja liebe, wenn Regisseure die üblichen Genregrenzen überschreiten, Stilrichtungen mischen und damit neues wagen und auch erschaffen, birgt solch ein Unterfangen natürlich auch immer die Gefahr, daß das Ergebnis weder Fleisch noch Fisch ist. Ob es Cheang mit "Accident" gelungen ist etwas neues im Sinne einer echten Synthese zu schaffen, darüber kann man wohl lange und emotional streiten. Fakt ist der drastische Bruch in der Handlung, wenn sich der Genre-Schwerpunkt verlagert, egal ob beabsichtigt (wahrscheinlich schon) oder nicht. Davon kann man allerdings je nach Filmgeschmack positiv aber auch negativ überrascht sein. Jedenfalls erfüllt das kongeniale Duo To und Cheang nicht die Mainstream-Erwartungen, indem er das Morde-durch-inszenierte-Unfälle-Thema bis zum Ende durchzieht und das ist gut so.
Die dramatische zweite Hälfte ist dafür verantwortlich, dass der Film gegen den konventionellen Strich gebürstet wirkt, "Accident" lief im Jahr seiner Erstaufführung unter anderem auf Filmfestivals in Venedig und Toronto, Nebendarstellerin Michelle Ye Xuan wurde für ihre Roll in "Accident" bei den 29. Hongkong Film Awards ausgezeichnet. Egal, wie man nun den Genremix findet, handwerklich ist "Accident" spitzenmässig gemacht: Kalte Farben fangen die Tristesse in den weniger hübschen Ecken Hongkongs ein und die schauspielerischen Leistungen können sich absolut sehen lassen - auch wenn die Nebendarstellerin Ye den Preis gewonnen hat - vor allem der immer stärker werdende paranoide Wandel von Louis Koo
Fazit: Solide gemachter und stilistisch sowie atmosphärisch ungewöhnlicher Genremix aus Thriller und Psychodrama, ein Leckerbissen für Freunde des unkonventionellen Genrekinos.



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