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asianfilmweb • Filme • Antarctic Journal (KR 2005) • Antarctic Journal - Das Phantom aus dem Eis
FILMEKR • ANTARCTIC JOURNAL
ANTARCTIC JOURNAL •

     aka ANTARCTIC JOURNAL - DAS PHANTOM AUS DEM EIS
     KOREA 2005

CAST & CREW
REGIE Yim Pil-Sung
DARSTELLERSong Kang-Ho, Yu Ji-Tae, Park Hee-Soon, Choi Duek-Mun, Yoon Jae-Moon, Kang Hye-Jeong, Kim Kyeong-Ik
PRODUZENTCha Seoung-Jae
SCRIPT/BUCHYim Pil-Sung, Bong Joon-Ho
MUSIKKenji Kawai

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Antarctic Journal - Das Phantom aus dem Eis

Deutschlande-m-s • FSK 16 •
 2,35:1 anamorph
 deutsch DD 5.1, koreanisch DD 5.1
 deutsch
 Trailer

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
115 Minuten

FILMINHALT
Als "Pol der Unzugänglichkeit" wird der Punkt in der Arktis bezeichnet, der am weitesten von allen Küsten entfernt liegt. Er liegt auf einer geografischen Breite von 84° 03' Nord und einer Länge von 174° 51' West. Dort kann die Temperatur unter -80°C fallen. 1958 gelingt es einer russischen Expedition erstmals, diesen Punkt zu erreichen. Im Jahr 2005 wollen es ihnen 5 Koreaner nachmachen. Dabei stehen sie unter Zeitdruck, ihre Aufgabe besteht dabei darin diesen Punkt zu erreichen, bevor die Sonne für ein halbes Jahr untergeht. Angeführt wird das Team von Cpt. Choi Do-Hyung, mit dabei sind der junge Kim Min-Jae, der Funker Sung-Hoon, der Alpinist Lt. Lee Young-Min, der Koch Yang Geun-Chan sowie der Videofilmer Seo Jae-Kyung. Die Männer halten dabei Kontakt zur Basis, die von der Funkerin Yoo-Jin überwacht wird. Die Expedition beginnt zunächst reibungslos, doch nach und nach kommt es zu Spannungen unter den Männern. Min-Jae findet ein unheimliches Tagebuch, das von einer britischen Expedition aus dem Jahr 1922 stammt. Dann verschwindet Jae-Kyung während eines Schneesturms spurlos. Die Männer wollen umkehren, doch der despotische Cpt. Choi will die Expedition um jeden Preis zu Ende führen...

FILMREZENSION VON ALEXANDER KOSCHNY
Antarctic Journal startet mit besten Vorraussetzungen. Ein guter Cast, großzügiges Budget und eine packend wirkende Story. Doch leider kann der Film nicht ganz das halten, was er verspricht. Die Schuld daran trägt vor allem das Drehbuch. Regisseur und Autor Yim Pil-Sung schrieb unglaubliche acht Jahre lang am Skript zu diesem Film, möglicherweise hat er irgendwann in dieser Zeit ein wenig den Überblick über sein Gesamtwerk verloren. Antarctic Journal beginnt nämlich als waschechter Suspense-Horror. Yim verzichtet dabei zwar auf Schockeffekte, streut aber immer wieder diverse Mysterie-Elemente wie sich bewegende Gegenstände oder plötzlich auftauchende Silhouetten vor den Zelten ein. In der Isolation der Arktis entsteht dadurch eine unheimliche, packende Atmosphäre. Allerdings verpufft all das in der zweiten Hälfte, denn dann entwickelt sich Antarctic Journal zu einem psychologischen Drama. Der langsam einsetzende Wahnsinn des Captains, der Machtkampf unter den Männern, auch das ist packend, passt aber überhaupt nicht zum ersten Teil der Geschichte. Der angedeutete Geisterplot um das britische Tagebuch wird einfach fallen gelassen. Über die Gründe hierfür lässt sich nur mutmaßen. Beide Hälften funktionieren zwar für sich genommen, aber ein stimmiges Ganzes entwickelt sich dadurch nicht. Hinzu kommt eine gewisse Langatmigkeit, vorallem im zu zähen Mittelteil, und ein überaus konfuses Ende. Soviel zu den negativen Aspekten des Films, widmen wir uns den positiven Seiten. Antarctic Journal gehört zu jenen Filmen, die eine beinahe magnetische Wirkung auf den Zuschauer ausüben, trotz der inhaltlichen Defizite. Zum einen ist das ein Verdienst der guten Darstellerriege, allen voran der göttliche Song Kang-Ho (u. a. Memories Of Murder), der den langsam dem Wahnsinn verfallenden Captain Choi beeindruckend intensiv spielt. Zudem ist der Film eine visuelle Wucht. Die Landschaftsaufnahmen sind atemberaubend, die Antarktis verfügt über eine faszinierende Schönheit und wirkt gleichzeitig rau und bedrohlich. Eine unendlich scheinende Weite, in der man sich sogar als Zuschauer hilflos und verloren fühlt. Der japanische Komponist Kenji Kawai sorgt derweil für die passende musikalische Untermalung. Sein subtiler Score fügt sich perfekt in das Geschehen ein, die unheimliche Atmosphäre wird dadurch um ein vielfaches verstärkt, in einigen Szenen knistert die Spannung förmlich in der Luft. Doch so faszinierend Antarctic Journal aus technischer Sicht ist und so dicht die Atmosphäre sein mag, das unausgegorene Skript ruiniert den Film nahezu im Alleingang. Die Story ist weder Fisch noch Fleisch und sorgt dadurch für ein eindrückliches Frusterlebnis. Nicht weil Antarctic Journal ein wirklich schlechter Film ist, sondern weil man das Gefühl nicht los wird, dass daraus ein großartiger Film hätte werden können. Es ist sehr schade um so viel verschenktes Potential und so viele vergebene Möglichkeiten.



USER-REZENSION VON EVERGREEN02
Der Film beginnt als atmosphärischer und mysteriöser Abenteuertrip durch die Antarktis. Wunderschöne Landschaftsaufnahmen, eine passende Musikuntermalung und stark aufspielende Akteure vervollständigen dieses Bild. Frustrierend empfand ich die zweite Hälfte des Films, als sich die Story zu einem psychologischen Thriller entwickelt und alle vorangehenden mysteriösen Ereignisse fallen lässt. Übrig bleibt ein äusserst zwiespältiger Film, dessen erste Hälfte mich begeistert hat, aber durch dessen zweite Hälfte ich mich durchkämpfen musste.

POSTER




USER-WERTUNGEN

7,3/10 bei 7 Stimme(n)
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