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asianfilmweb • Filme • Asyl: Park and Love Hotel (JP 2007)
FILMEJP • ASYL: PARK AND LOVE HOTEL
ASYL: PARK AND LOVE HOTEL

     JAPAN 2007

CAST & CREW
REGIE Izuru Kumasaka
DARSTELLERLily, Hikari Kaziwara, Chiharu, Sachi Jinno, Ken Mitsuishi, Kanji Tsuda

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
111 Minuten

FILMINHALT
Vom Leben desillusioniert und trotzdem mit einer unerschütterlichen Konstanz betreibt die melancholische Tsuyako (Lily) ein ganz besonderes Refugium. Während sie die Zimmer in ihrem einstmals strahlenden Hotel stundenweise vermietet, hat sie auf dem Dach eine für alle zugängliche Insel der Ruhe über den grauen Dächern der hektischen Grossstadt eingerichtet. Der idyllische Park mit Strassenlampe, Rutsche und Sandkasten ist bei Kindern, Müttern und alten Herren gleichermassen beliebt und so hat Tsuyako jeden Abend ihre Mühe damit, alle nach Hause zu schicken: Man möchte am liebsten gar nicht mehr von dem Dach herunter. Zu 3 Frauen entwickelt sie besondere Beziehungen: Die 13jährige Mika (Hikari Kaziwara) kommt zufällig am Hotel vorbei, nachdem sie ihren Vater mit seiner neuen Familie besuchen wollte aber sich nicht getraute. Sie übernachtet bei Tsuyako und wird durch deren kühle Nähe getröstet. Die Hausfrau Tsuki (Chiharu) lebt in einer abgekühlten Ehe und begegnet Tsuyako jeden Tag beim Joggen, während diese die Strasse fegt. Und die hübsche Marika (Sachi Jinno) kommt jedes Mal mit einem merkwürdigen Aluminiumkoffer und einem anderen Mann Tsuykos Stundenhotel.

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
Schon lange nicht mehr habe ich nach einem Film so stark den Eindruck gehabt, dass der Titel Programm ist. Nicht nur Tsuyakos Refugium auf dem Dach, sondern auch die unnachahmliche Art, wie sie ohne viel Worte den Frauen, die ihr begegnen, Verständnis und Anteilnahme vermittelt, drücken ihre Bedeutung als Zufluchtsort aus. Durch ihren scheinbar unbedeutenden und emotionslosen Einfluss werden die 3 anderen Frauen mit zentralen Fragen nach der eigenen Identität konfrontiert und erfahren Trost dadurch, inmitten der Anonymität des modernen Großstadtlebens einfach eine Anlaufstelle zu haben. Das Leben wird in seiner ganzen Härte, aber auch in seiner ganzen Schönheit mit einer ausdrucksstarken Bildsprache dargestellt und am Ende sind etliche Geheimnisse gelüftet und Dinge wieder in Ordnung gebracht. Getragen wird all dies von einer hervorragenden Darstellerriege, allen voran die in ihrer Emotionslosigkeit unglaublich intensiven Darstellung der 59jährigen Lily, in Japan als Sängerin und Schauspielerin gleichermaßen populär. Dieser Film richtet wie schon einige andere japanische Filme der letzten Jahre den Blick behutsam und realistisch auf das Leben und die Beziehungen von Frauen im anonymen Großstadtdschungel der Postmoderne. Die Melancholie, die den Film begleitet, wird durch die letzten 30 Minuten, in denen sich Dinge lösen, nur noch aufgewertet und wirkt dadurch trotz aller Härte und Traurigkeit sehr positiv. Ein ruhiger und "handlungsarmer", aber überaus ausdrucksstarker Film, der in diesem Jahr bei der Berlinale den Preis als bester Erstlingsfilm gewann.



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