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asianfilmweb • Filme • A Battle Of Wits (HK/CN 2006) • Battle Of Kingdoms
FILMEHK/CN • A BATTLE OF WITS
A BATTLE OF WITS

     aka BATTLE OF KINGDOMS
     HONG KONG/CHINA 2006

CAST & CREW
REGIE Jacob Cheung Chi-Leung
DARSTELLERAndy Lau, Ahn Sung-Kee, Fan Bing Bing, Nicky Wu, Wang Zhiwen, Choi Si-Won, Wu Ma, Chin Siu-Ho
PRODUZENTLee Joo-Ick, Jacob Cheung Chi-Leung, Satoru Iseki, Huang Jianxin
SCRIPT/BUCHJacob Cheung Chi-Leung, Ken'ichi Sakemi
CHOREOGRAPHIEStephen Tung Wei
MUSIKKenji Kawai

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Battle Of Kingdoms

DeutschlandSplendid
 2,35:1 anamorph
 deutsch DD 5.1, mandarin DD 5.1
 deutsch
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
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 DVDA Battle Of WitsHongkongDeltamac 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
134 Minuten

FILMINHALT
Das Jahr ist 370 v. Chr. und es herrscht Krieg. China ist in 7 Königreiche und etliche Stämme geteilt. Das Königreich Zhao plant einen Angriff auf das benachbarte Königreich Yan. Die 100'000 Mann starke Zhao Armee soll unter General Xiang Yan-shong (Sung-kee Ahn) auf direktem Wege, über die Stadt Liang nach Yan geschickt werden. Mit einem Aufstand der 4000 Einwohner großen Stadt wird nicht gerechnet. Die Nachricht über die Kapitulation ist bereits auf dem Weg zu den Generälen der Zhao-Armee, als mit Ge Li (Andy Lau) vom Stamm der Mozi - verspätet, aber doch - der bestellte Kriegsexperte im kleinen Liang eintrifft. Sein Volk hat sich auf Verteidigungstaktiken spezialisiert und steht Städten die um ihre Hilfe bitten, in der Hoffnung die Welt verbessern zu können mit Rat und Tat zur Seite, ohne Gegenleistungen dafür zu erwarten. Schnell gewinnt Ge Li das Vertrauen der Bürger und des trinkverliebten Königs, als er die Vorhut der Zhao Armee mit einer List in die Flucht schlagen kann. Schließlich wird dem Mann das Oberkommando über die Streitkräfte der Stadt zugeteilt und die Befestigung der Stadt beginnt. Ge Lis taktisches Geschick ermöglicht es die Truppen von Zhao lange genug vor den Stadttoren zu halten und erheblich zu schwächen, sodass deren General bald darüber nachdenken muss, einen Umweg um das kleine Liang auf dem Weg ins Königreich Yan zu nehmen. Doch gerade jetzt, da sich die Lage der Stadt und seiner Bewohner zu bessern scheint, verdächtigt der König den immer populärer werdenden Ge Li, die Stadt nicht ohne Hintergedanken zu verteidigen. Er fürchtet um seinen Thron und will zu allem Überdruss nicht nur Ge Li, sondern sämtliche Sympathisanten und "Rebellen" töten lassen. Die Stadt ist schon bald keine Einheit mehr und ihre Strukturen beginnen zu zerfallen. Als während öffentlichen Hinrichtungen, die herannahende Zhao-Armee wieder hörbar wird, scheint das Schicksal der Stadt besiegelt...

FILMREZENSION VON RICHARD REICHER
Wie es nur schwer ungeachtet an uns vorübergegangen sein kann, haben Zhang Yimous und Ang Lees viel zitierte und meisterliche Schwertkampffilme des frühen neuen Jahrtausends eine wahre Welle von Kostümfilmen aus der Volksrepublik losgetreten. Produktionsdauer und -kosten werden von Film zu Film größer, doch es lohnt sich. Das Publikum will wieder echte Männer mit Bärten und Schwertern. Verständlich also, dass sich ein Regieschwergewicht nach dem anderen an das Genre wagt. "A Battle of Wits" ist jedoch das beste Beispiel dafür, dass die Ideen im innovativsten und wandlungsfähigsten Kino der Welt, noch lange nicht erschöpft sind. "Nur eine kleine Stadt im Norden leistet hartnäckig Widerstand", könnte man den groben Inhalt von Jakob Cheungs Schlachtenepos, zusammenfassen. In der Tat basiert "A Battle of Wits", wie Asterix & Obelix, auf einem Comic (bzw. Manga), kommt jedoch ohne Zaubertrank aus. Das Hauptaugenmerk liegt nämlich weniger auf den Schlachten, deren Helden und dem viel-strapazierten Zufallsfaktor, sondern vielmehr auf den beiden Strategen, die hinter den Kulissen den Krieg mit ihren Köpfen führen. Jeder Schritt will wohl überlegt sein; der Vergleich mit einer Partie Schach ist angebracht. Allein die richtige Taktik ist es, die über Sieg oder Niederlage entscheidet. Doch gibt es überhaupt Sieger in einem Krieg? Das sind die Fragen, die der Film aufwirft und seinen Protagonisten quälen. Ge Li handelt aus purer Ideologie. Er glaubt an die alles umfassende Liebe der Menschen und hilft der Stadt Liang, völlig uneigennützig, um möglichst viele Menschenleben zu retten. Doch mit Fortdauer des Krieges muss Ge Li erkennen, dass er selbst wenn er den einen hilft, wiederum den anderen Schaden zufügt. Wäre es also besser, die Stärkeren morden und vergewaltigen zu lassen, um das Leid, auf eine Seite zu beschränken? Lohnt es sich überhaupt gut zu sein, wenn einem selbst seine Verbündeten nicht mehr glauben? Gibt es so etwas, wie Gerechtigkeit im Leben? Fragen die der Film erstaunlich kühl und realitätsnah beantwortet, ohne rührige Happy Ends. Überhaupt schafft es der Film mit Fortdauer immer wieder zu überraschen und seinen Ausgang unvorhersehbar zu machen. Ge Li, ist wie das Fleisch gewordene Gewissen der anderen Figuren, die eben manchmal auf ihr gutes Inneres hören und manchmal nicht. Aus dieser Unberechenbarkeit, der Launigkeit, den unterschiedlichen oft egoistischen Gedanken und Befürchtungen der anderen Charaktere, bezieht der Film seine Spannung und Stärke. Intelligentes Schlachtenepos, sagen die einen, minimalistisches Kino, die anderen, ob zu wenig spektakulärer Action. Persönlich halte ich mich an erstere Meinung. Wenn man etwas bekritteln möchte, dann doch bitte die wirklich schlechten (und Gott sei Dank) seltenen Special Effects, oder auch Kenji Kawais Score, der manches Mal wie eine Kopie der Tonspur von "Seven Swords" klingt, an wiederum anderen Stellen jedoch auch begeistert. "A Battle of Wits" erhebt nicht den Anspruch perfekt sein zu wollen, auch wenn er sich an einigen Stellen zu ernst nimmt. Wie auch sein Hauptdarsteller, was an mancher Stelle sogar für einwenig Ironie sorgt. Großes Lob aber an Andy Lau, der hier wirklich einen sehr guten Job macht und eine geerdete und routinierte Darstellung liefert. Lob für seinen charismatischen Konterpart Sung-kee Ahn soll hier auch Erwähnung finden, so wie für den gesamten Cast, der allesamt seine Kostüme würdig ausfüllt. "A Battle of Wits" ist intelligentes Historienkino, das sich eher an den Sieben Samurai von Kurosawa als an den heutigen Epen orientiert. Der Film findet letztendlich einen Mittelweg zwischen Realismus und Pathos, transportiert ein paar Aussagen zu viel, ist aber ein sicherer Griff!



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