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asianfilmweb • Filme • Bliss (CN 2006) • Fu Sheng
FILMECN • BLISS
BLISS

     aka FU SHENG
     CHINA 2006

CAST & CREW
REGIE Sheng Zhimin
DARSTELLERLiao Zhong, Wang Lan, Xu Tao, He Xingquan, He Qin, Guan Jiangge

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Bliss

HongkongIVL
 1,85:1 anamorph · mandarin DD5.1 · englische, chinesische...

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
96 Minuten

FILMINHALT
"Glück" bedeutet "Bliss" übersetzt, ein Filmtitel, der durchaus zum Stirnrunzeln verleiten kann, wenn man sich dazu hinreißen lässt, diesen Titel vor Ende des Films in Frage zu stellen. Denn "Bliss" zeichnet ein eher düsteres Bild von der chinesischen Familie, von der der Film handelt. Jian-jun (Liao Zhong) ist Taxifahrer, ein sehr stiller, aber fürsorglicher und anständiger Kerl. Seine Frau Hong (Wang Lan) hat ihren Job in einer privatisierten Fabrik verloren und leidet an Selbstzweifeln. Zu Beginn sieht man die beiden in einem buddhistischen Tempel stehen und schon erahnt man dunkle Wolken, denn während Jian-jun von den Figuren fasziniert ist, kann seine Frau darin nichts besonderes sehen. Lao Li ist Jian-juns Vater, ein ehemaliger Polizeibeamter, der nun im Ruhestand ist. Nachdem seine Frau ihn und ihren gemeinsamen vor Jahren ohne Worte der Erklärung verlassen hat, hat er wieder geheiratet. Seine zweite Frau Xiue bringt ihren heranwachsenden Sohn Lei mit in die Ehe. Dieser ist ein echtes Sorgenkind und Mitglied einer Jugendgang. Als er aus dem Jugendarrest entlassen wird, besorgt ihm sein Stiefvater einen Job bei der Seilbahn, die eine Insel mit dem Festland verbindet. Dort lernt er die Gleichaltrige Qian Xue kennen, die sich in den jugendlichen Rebellen verliebt.

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
Es geht langsam vonstatten, wie sich die familiären Beziehungen der Protagonisten entfalten und aufklären. Und wenn man dann herausgefunden hat, wie die einzelnen Personen zueinander stehen, hat man auch von jedem ein (trauriges) Geheimnis erfahren. Lao Li erhält in einem Paket die Urne seiner ersten Frau, kann allerdings weder seiner neuen Frau noch seinem Sohn etwas davon erzählen. Im Versuch, die Sache zu bewältigen, macht er sich auf die Suche nach einem Grab für seine erste Frau. Sein Sohn Jian-jun ahnt etwas, hat er doch den Verlust seiner Mutter nie ganz überwunden. Er macht sich Vorwürfe, dass er die erklärenden Briefe seiner Mutter nie beantwortet hat, die plötzlich nicht mehr kommen. So macht er sich unter einem Vorwand auf die Suche nach seiner Mutter, ohne dass Vater und Frau davon wissen. Hong wiederum betrügt ihren Ehemann mit ihrem neuen Chef, der Matratzen verkauft, sie jedoch nur ausnützt. Und Lei genießt die Bewunderung der süßen Qian Xue, ohne daß er auch nur ansatzweise wüsste, wie er dieser Verliebtheit angemessen begegnen sollte. Was an "Bliss" fasziniert, ist die unglaublich dicht eingefangene Atmosphäre einer Familie zwischen Tradition und Globalisierung. Neben den sehr stillen, melancholischen Rollen der Darsteller wird dieser Eindruck auch hervorragend durch die statische Kameraführung und die Cinematographie in blassen Grau- und Blautönen eingefangen. "Bliss" ist ein kritisches Bild der Gegenwart im globalisierten China: Die wirtschaftliche Depression bzw. die Verlierer der Globalisierung werden genauso thematisiert wie die Diskrepanz der zwischen Tradition und Moderne geprägten Beziehungen. Daneben ist zentrales Thema Verlust und Trauer und deren Bewältigung. Ein schöner, ruhiger Film und ein solides Spielfilmdebüt von Zhimin.



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