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asianfilmweb • Filme • The Coast Guard (KR 2002)
FILMEKR • THE COAST GUARD
THE COAST GUARD •

     KOREA 2002

CAST & CREW
REGIE Kim Ki-Duk
DARSTELLERJang Dong-Kun, Kim Jeong-Hak, Park Ji-A, Yu Hae-Jin, Jeong Jin, Kim Gu-Taek, Kim Kang-Woo, Park Yun-Jae, Kim Tae-Woo, Kim Yeong-Jae, Kim Mi-Seong, Ji Dae-Han, Choi Yeong-Hee
PRODUZENTLee Seung-Jae
SCRIPT/BUCHKim Ki-Duk
MUSIKJang Yeong-Gyu

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD The Coast Guard

DeutschlandSplendid • FSK 16 •
 1,85:1 anamorph
 deutsch DD 5.1, koreanisch DD 5.1
 deutsch

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
94 Minuten

FILMINHALT
Seit 1945 teilen Grenzzäune das kommunistische Nordkorea vom demokratischen Süden. Doch nicht nur die unmittelbare Landeslinie, sondern auch die gesamte Küste Südkoreas ist aus Angst vor nordkoreanischen Spionen oder gar einer Invasion mit Stacheldraht und Spähposten gespickt. An einem Teilabschnitt dieser Seegrenze ist Kang (Jang Dong-Kun) Unteroffizier der militärischen Küstenwache. Er ist ein Draufgänger und Waffennarr, der stets seine Kumpane übertrumpfen will. Eines Nachts erschießt er auf seiner Patrouille einen vermeintlichen Spion, der sich dann aber als Fischer aus dem nahe gelegenen Dorf entpuppt. Kang erhält eine Belobigung und Sonderurlaub für sein Pflichtbewusstsein, was die Einwohner des Fischerdorfs nicht nur gegen ihn, sondern gegen den gesamten Trupp der Küstenwache aufbringt. Die durch den Unfall traumatisierte Freundin des Opfers versucht auf ihre Weise, das Drama zu bewältigen, doch letztlich gelingt ihr dies nicht und sie blendet die Realität immer mehr aus. Geschwächt und willenlos kehrt sie immer wieder an den abgeriegelten Strand, den Ort des Geschehens, zurück. Schließlich wird sie immer wieder von den gefühlskalten, egoistischen Männern missbraucht. Kang seinerseits kann nach seiner Rückkehr zum Dienst den Vorfall ebenfalls nicht bewältigen und wird nach tätlichen Angriffen auf seine Kameraden und einigen weiteren Zwischenfällen aus dem Dienst entlassen. In seinem zivilen Leben findet er ebenfalls nur Ablehnung, doch seine Versuche, wieder in die Küstenwache aufgenommen zu werden scheitern. Schließlich holt Kang aus Rache für die ihm widerfahrene Ungerechtigkeit auf Guerilla-Art zum Gegenschlag gegen seine ehemaligen Kameraden aus...

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
"The Coast Guard" bewegt sich an der Schnittstelle Drama und Anti-Kriegs-(Militär)-Film. Es darf jedoch vermutet werden, dass er auch starke autobiografische Anteile der Zeit des Regisseurs beim Militär enthält. Keine allzu positiven, muss man dazu anmerken, denn die Gewaltmomente in Kims achtem Film sind wie schon in früheren Werken nicht die dezentesten. Was den Film im Gegensatz zu anderen Werken, die oft auch einen surrealen Touch hatten, besonders "hart" macht, ist der Fakt, dass bei "The Coast Guard" alles im realen Leben abläuft und das ist nicht minder erschreckend, im Gegenteil. Wie beim Militär mit den Krisen um "Kangs Durchdrehen", dem Auffliegen des Missbrauchs des Fischermädchens und schließlich der Bedrohung durch Kang umgegangen wird, kann nur als absurd und sinnlos bezeichnet werden. Wie schon in anderen Filmen lotet Kim die Abgründe der menschlichen Psyche genauso aus wie die einer heuchlerischen Gesellschaft. Blendend überzeugt dabei Hauptdarsteller Jang als Störfaktor im System. Für Kenner von Kim Ki-Duks Filmen ist "The Coast Guard" im Gesamtwerk aufgrund des Szenarios nicht leicht einzuordnen. Er beinhaltet zwar auch die immer wieder auftauchenden Elemente wie Schuld oder Gewalt, formal ist er aber fast nüchtern gehalten. Das unterscheidet ihn von anderen Werken Kims, macht ihn aber nicht etwa schlechter, sondern fast noch erschütternder.

FILMREZENSION VON LAGO
Kim Ki-Duk ist mit seinem 8. Film "The Coast Guard" wieder ein bildgewaltiges, koreanisches Stück Filmkunst gelungen. Ein bitterböses Szenario, welches keineswegs unvorstellbar ist, unterstützt durch atemberaubende Bilder voller Leid, Tragödien und Gewalt, 2 Hauptcharaktere, mit denen man mitleidet und sie irgendwie verstehen kann und zum Nachdenken anregt. Schauspielerisch haben mich nur die beiden Hauptcharaktere Kang und Mee-young richtig überzeugt. Die Rollen waren auch anspruchsvoller als die der anderen. Wieder einmal ein sehr ungewöhnlicher Film, der wohl vor allem Fans von Filmen aus dem fernen Osten gefallen könnte, aber auch diejenigen, die sich gerne mal Filme ansehen, die nicht aus dem Mainstream stammen. Das Szenario ist glücklicherweise noch nicht so verbraucht, denn The Coast Guard ist kein typischer Kriegsfilm, wie vielleicht erst das Cover vermuten lässt.



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