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asianfilmweb • Filme • Demon Pond (JP 2004)
FILMEJP • DEMON POND
DEMON POND

     JAPAN 2004

CAST & CREW
REGIE Takashi Miike
DARSTELLERShinji Takeda, Tomoko Tabata, Ryuhei Matsuda, Yasuko Matsuyuki, Kenichi Endo, Kitaro, Gotaro Amishima, Ryohei, Yuji Suzuki, Ryo Morikaw

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Demon Pond

DeutschlandRapid Eye Movies • FSK 12 •
 1,85:1 anamorph
 japanisch DD 2.0
 deutsch
 Faltposter

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
129 Minuten

FILMINHALT
Vor 100 Jahren irgendwo in Japan. Die Einwohner eines kleinen Dorfes nahe des Dämonenteichs leiden unter einer schweren Dürre. Dort leben abgeschieden der junge Akira, Hüter des hiesigen Glockenturms, und seine Frau Yuri. Eines Abends kommt ein Mann an ihrem Haus vorbei. Überrascht, Akira dort anzutreffen, gibt sich der Fremde als Gakuen zu erkennen, ein alter Freund aus Schulzeiten, der sich auf die Suche nach Akira begeben hat, als dieser einige Jahre zuvor spurlos verschwunden war. Daraufhin erzählt ihm Akira seine Geschichte: Auf einer seiner Reisen sah Akira Yuris Vater, den vorherigen Hüter des Glockenturms, im Sterben liegen. Er erzählte ihm, dass die Leute im Dorf der Drachengöttin Shirayuki ein Versprechen gegeben hatten: drei Mal am Tag würden sie die Glocke läuten. Im Gegenzug solle die Göttin dem Dorf Schutz vor allen Flutkatastrophen gewähren. Yuris Vater erzählte auch, dass die Leute ihr Versprechen langsam vergessen und dass eine Flutwelle das Dorf wegspülen und alle töten würde, falls er versagen und die Glocke nicht weiterhin läuten würde. Sterbend bat er Akira, damit nach seinem Tod weiterzumachen. Tief berührt von der Sorge des Vaters, beschloss er zusammen mit Yuri im Dorf zu bleiben. Nachdem Gakuen das gehört hat, bittet er Akira ihm den Dämonenteich zu zeigen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu Shirayuki.

FILMREZENSION VON LAGO
"Demon Pond" ist kein normaler Film, sondern ein Theaterstück. Regie führte Genre-Allrounder und Japans bekannter Regisseur Takashi Miike, der hier wieder einmal beweist, wie vielfältig er sein kann. Von seinen bisherigen Filmen ist man ja schon einiges an krassen Darstellungen gewohnt, dass es aber auch sehr schön und auf andere Weise beeindruckend geht, bewies er u.a. mit "The Birdpeople In China". Bei "Demon Pond" wird vergleichsweise gänzlich auf explizite Gewaltdarstellungen verzichtet. Was hier geboten wird, ist wirklich mal etwas anderes für alle Miike-Fans: Ein Theaterstück, dass eine schöne, mystische und dazu noch tragische Geschichte erzählt. Die einzigen Effekte sind die schönen Lichtspiele, die die Bühne erhellen oder verdunkeln. Auf der Bühne ist ein weisser, kleiner Bach gezeichnet, links Überreste eines Glockenturms und rechts ein Haus. Die Ausstattung ändert sich während des gesamten Stückes nicht. Dafür aber die mitunter sehr schönen Kostüme, der Schauspieler, unter denen ja sogar einige bekannte sind (Shinji Takeda (Happiness Of The Karakuris), Ryuhei Matsuda (Blue Spring) und Kenichi Endo (Izo, Gozu). An denen gibt es auch im Grossen und Ganzen nichts zu kritisieren. Alle spielen ihre Rollen sehr gut. Die erzählte Geschichte selbst stammt von Kyoka Izumi und handelt von dem Mythos des so genannten Teufelssees und einem von Dürre geplagten Dorf, welches drei Mal täglich eine Glocke erklingen lässt, damit es nicht von einer Riesenwelle überflutet wird. Mit 129 Minuten ist das Stück auch recht umfangreich, aber langweilig ist es keineswegs. Immer wieder lockern witzige Dialoge oder kleine Albernheiten unter den Darstellern das Geschehen auf, auch wenn dies dann gegen Ende nachlässt. Ein paar Szenen hätte man zwar verkürzen können, aber insgesamt ist die Länge so schon angemessen, um die Geschichte richtig zu erzählen. Besonders loben muss man die gelungene Inszenierung und Umsetzung, gerade bei Akiras Erzählungen aus der Vergangenheit. Diese Geschehnisse finden gleichzeitig im Hintergrund auf der Bühne statt und verlagern sich dann im richtigen Moment in den Vordergrund. Bei der deutschen DVD-Veröffentlichung von Rapid Eye Movies wird dies zusätzlich durch die kursive Schriftart der Untertitel verdeutlicht. Bis auf mangelnde Extras (nur Trailer) gibt es übrigens auch nichts großartiges an der DVD zu bemängeln (schönes, rauschfreies Bild). Mit wenigen Hilfsmitteln und guten Schauspielern gelingt es Miike eine klasse umgesetzte Geschichte als Theaterstück zu erzählen und dies auch gut mit der Kamera festzuhalten. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Man muss sich schon auf ein Theaterstück am TV einlassen können und auch etwas Interesse an japanischer Mythologie haben. Ich bin von "Demon Pond" positiv überrascht. Hätte nicht gedacht, das er mich so gut unterhalten kann, da ich eigentlich nicht so auf Theaterstücke stehe - das letzte habe ich im Kindesalter gesehen.



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