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asianfilmweb • Filme • Kinatay (PH/FR 2009) • The Execution of P · Butchered
FILMEPH/FR • KINATAY
KINATAY

     aka THE EXECUTION OF P · BUTCHERED
     PHILIPPINEN/FRANKREICH 2009

CAST & CREW
REGIE Brillante Mendoza
DARSTELLERCoco Martin, Maria Isabel Lopez, Julio Diaz, John Regala, Jhong Hilario, Lauren Novero, Benjie Filomeno, Mercedes Cabral
PRODUZENTCoco Martin
SCRIPT/BUCHArmando Lao
MUSIKTeresa Barrozo

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
 Rezension des Titels vorhanden
DVD Intro Edition 16: Kinatay

DeutschlandRapid Eye Movies • FSK kJ •
 1,77:1 anamorph
 tagalog DD 5.1
 deutsch
 Kinotrailer, 16-seitiges Booklet aus der Intro-Redaktion

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
105 Minuten

FILMINHALT
Polizeistudent Peping ist frisch verheiratet und junger Vater. Um die Familienkasse aufzubessern, treibt er mit Kollegen nebenbei Schutzgelder für seine korrupten Vorgesetzten ein. Auf einer ihrer nächtlichen Fahrten durch die Straßen Manilas kidnappen sie eine Prostituierte und verschleppen sie in einen dunklen Keller. Noch bevor es Peping klar wird, steckt er mitten in einer Orgie aus Gewalt, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint...

FILMREZENSION VON JAN-CHRISTOPH MüLLER
Erst seit wenigen Jahren macht der neue philippinische Film international von sich reden, mittlerweile spricht man sogar von einer philippinischen "Nouvelle Vague". Neben seinen Kollegen Lav Diaz oder Adolfo Alix Jr. ist es vor allem ein Mann, der mit seinen Filmen regelmäßige Festivalerfolge feiert: der Regisseur Brillante Mendoza. Sein hier vorgestellter Film "Kinatay" gewann etwa den Preis für die beste Regie beim Internationalen Filmfestival von Cannes 2009.
Ein Preis, der ob der schwierigen Thematik des Films und der von Mendoza gewählten Herangehensweise an diese nicht unumstritten war. Über weite Teile mit Handkamera aus einer fast dokumentarischen Warte aus gefilmt, legt der Regisseur seinen Fokus wie bereits in seinen früheren Filmen auf die Lebenswelt der unteren Schichten der philippinischen Gesellschaft. Der Film beginnt mit der Einführung seiner Hauptfigur, dem Polizeischüler Peping (Coco Martin) in einem Armenviertel Manilas, wo er sich mit seiner Freundin und dem gemeinsamen Kind versucht über Wasser zu halten. "Kinatay" schildert den Tag seiner Hochzeit und auch die folgende Nacht; eine Nacht, die ihn nicht ohne Nachwirkungen in sein voriges Leben entlassen sollte.
Anstatt zu Hause bei seiner Frau zu sein, muss sich Peping auf den nächtlichen Strassen Manilas als Schutzgeldeintreiber verdingen, um seiner jungen Familie ein einigermaßen anständiges Leben zu ermöglichen. In seiner Polizeikadettenuniform, deren Aufschrift der Bevölkerung ein hohes Mass an "moralischer Integrität" versichert (ein Motto symptomatisch für den folgenden Verlauf der Nacht), tut er sich mit einer Gruppe korrupter Polizisten zusammen und wird als Mitläufer an der brutalen Entführung einer verschuldeten Prostituierten mit dem Namen Madonna (Maria Isabel Lopez) beteiligt. Mit dem Einsteigen derselben in das Entführungsauto beginnt eine Tortur sondergleichen, nicht nur für Madonna sondern vor allem für den Zuschauer.
Ihr Opfer halb tot geschlagen kommt die Gruppe an einem außerhalb der Stadt gelegenen Haus an und ebenso wie die Hauptfigur Peping ahnt der Zuschauer, dass das Schlimmste noch nicht überstanden ist. Die Gewaltspirale, die sich dort entfesselt (Madonna wird von ihren Peinigern vergewaltigt, abgestochen und zerstückelt), lässt Peping ohnmächtig zurück, doch spätestens jetzt realisiert er, dass es kein Zurück mehr geben kann. Mehrere Fluchtszenarien in seinem Kopf durchspielend, schafft es Peping schliesslich doch nicht, sich von seiner Gruppe zu lösen, wohlwissend, dass er auf seinen "Lohn" auf Gedeih und Verderb angewiesen ist, selbst wenn er sich und seine Ideale so selbst belügen muss. Mendoza führt eindringlich vor Augen, wie sehr die alltägliche Geldknappheit selbst einen so herzensguten Menschen wie Peping, der sich in der Introduktion des Films rührend um seine Familie kümmert, in die Kriminalität treiben kann. Das letzte Drittel mag zwar starker Tobak sein, der Film insgesamt hinterlässt allerdings einen intensiven Eindruck und gibt zuletzt noch offene Fragen zum Nachdenken an den Zuschauer weiter. Absolut empfehlenswert!



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