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asianfilmweb • Filme • Lesson Of The Evil (JP 2012)
FILMEJP • LESSON OF THE EVIL
LESSON OF THE EVIL •

     JAPAN 2012

CAST & CREW
REGIE Takashi Miike
DARSTELLERHideaki Ito, Takayuki Yamada, Mitsuru Fukikoshi, Takehiro Hira, Shota Sometani, Fumi Nikaido, Rio Kanno, Erina Mizuno, Yukino Kishii, Fujiko Kojima, Kento Hayashi, Yukito Nishii,
PRODUZENTKôji Azuma, Tôru Mori, Misako Saka
SCRIPT/BUCHTakashi Miike, Yûsuke Kishi
MUSIKKôji Endô

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
BLURAY Lesson Of The Evil

DeutschlandRapid Eye Movies • FSK kJ •
 2,35:1 anamorph (HD 1080p)
 deutsch dts-HD 5.1, japanisch dts-HD 5.1
 deutsch
 Making-of, Trailer
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 DVDLesson Of The EvilDeutschlandRapid Eye Movies 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
129 Minuten

FILMINHALT
Herr Hazumi (Hideaki Ito) ist ein beliebter Lehrer an einer japanischen Oberschule, in der die Schüler kurz vor dem Schuljahresabschluss stehen. Von den Schülerinnen wird der gutaussehende, freundliche Lehrer angehimmelt, von Kollegen als höflicher und aufmerksamer Kollege geschätzt, sein Englisch-Unterricht ist beliebt. Gemobbte Schüler vertrauen sich ihm an, denn er setzt sich für die Belange der Schwächeren ein und hat einen feinen Sinn für Gerechtigkeit, läßt gleichzeitig aber auch einmal fünf gerade sein. Als der impulsive Vater der gemobbten Reika bei einem Feuer stirbt, denkt zunächst niemand an den zurückhaltenden Hazumi. Bis ein Kollege herausfindet, dass an dessen vorheriger pädagogischen Wirkungsstätte innerhalb kürzester Zeit mehrere Schüler Suizid begingen. Als der clevere Keisuke darauf beim schrulligen Physik-Lehrer nachhakt, was es mit Hazumis Vergangenheit auf sich hat, sind die fatalen Ereignisse nicht mehr aufzuhalten...

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
"Lesson of the Evil" ist die Verfilmung eines Romans des japanischen Autors Yusuke Kishi - und ein unausgewogener, expliziter Slasher von Japans Enfant-Terrible Takashi Miike, der Filmliebhabern auf der ganzen Welt Perlen wie "Audition" und "Ichi the Killer" gebracht hat. Nach der Andeutung eines Amoklaufs zu Beginn nimmt der Film gemächlich Fahrt auf, nimmt sich sehr viel Zeit für die Einführung der Charaktere und legt auch einige "falsche Fährten", ohne das düstere Innere, dass unter der lächelnden Sonnyboy-Oberfläche von Herr Hazumi schlummert, auszusparen. Nichts desto trotz nimmt diese "Exposition" ganze drei Viertel des Films ein, wohingegen die letzte halbe Stunde dann dafür mehr als "entschädigt", wenn man das so nennen will. Eine etwas pointiertere Inszenierung der Handlung hätte dem Film bei allem notwendigen Spannungsaufbau gut getan, so zieht sich alles sehr hin.

Die letzte halbe Stunde ist dagegen dann ein explizit-voyeuristisches, gnadenloses Abschlachten der Schüler vor den Kulissen des bunt zur Abschlussfeier geschmückten Schulhauses, dem weitestgehend selbst die Logik des Psychopathen fehlt. Gleichzeitig hat der Lehrer-Amoklauf aber durch die Geschehnisse in Uttoya/Norwegen einen mehr als bitteren Beigeschmack. Der verstärkt sich noch, weil dem von Handlung und Inszenierung recht konventionellen Highschool-Slasher die comicartige Überzeichnung (und damit Distanzierung) eines "Ichi", die philosophischen Anleihen von "Izo" oder das surreal-bizarre von "Gozu" abgeht. Auch wenn Miike unterschwellige Gesellschafts- und Kulturkritik um Missbrauch, Betrugsversuche, Belästigung und Mobbing an einer japanischen Schule einstreut, bleibt die Kernaussage, so es denn eine geben soll, nihilistisch und vor dem Hintergrund realer Geschehnisse mehr als unpassend. Emotional stark uind schaurig-genial ist der Soundtrack aus Kurt Weills "Dreigroschenoper" um "Meckie Messer" und die mystisch-nordischen Anleihen um Odin's Raben, von denen sich Hazumi verfolgt wähnt und die dessen psychopathischen Seelenzustand ästhetisch hochwertig transportieren. Überhaupt ist der gelungene, optische Stil die große Stärke des blutigen Films. Hier merkt man Miike nicht nur seine große Erfahrung, sondern auch das außerordentliche Gespür für eine beeindruckende Bildsprache an. Gemessen an Miikes bizarren Meisterwerken ist "Lesson of the Evil" jedoch eine beinahe banaler Highschool-Slasher. Da weckt bei aller Bewunderung "Yakuza Apocalypse", das aktuelle Projekt Miikes um Yakuza-Vampire, mehr Neugier.



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