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asianfilmweb • Filme • Loft (JP 2005)
FILMEJP • LOFT
LOFT

     JAPAN 2005

CAST & CREW
REGIE Kiyoshi Kurosawa
DARSTELLERNoriko Eguchi, Miki Nakatani, Ren Osugi, Etsushi Toyokawa, Hidetoshi Nishijima, Yumi Adachi, Sawa Suzuki, Haruhiko Katô

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Loft

DeutschlandRapid Eye Movies
 1,77:1 anamorph · deutsch DD5.1, japanisch DD2.0 ·...

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
115 Minuten

FILMINHALT
Die einst erfolgreiche Schriftstellerin Reiko (Miki Nakatani) hat mit dem klassischsten aller Probleme eines Autors zu kämpfen: Schreibblockade! 10 Jahre nach ihrem letzten gefeierten Buch ist sie weit von der Fertigstellung eines neuen Titels entfernt. Ihr Agent rät ihr, es mit einem Tapetenwechsel zu versuchen und vermittelt ihr ein Haus auf dem Land. Schon bald erregt ein Mann ihre Neugierde, der in das stillgelegte, heruntergekommene Nachbargebäude etwas trägt, was wie eine Leiche aussieht. Wie sich nach einigen Fantasiegespinsten herausstellt, ist es der Archäologe Herr Yoshioka (Etsushi Toyokawa), der mit der Aufgabe betraut ist, eine 1000 Jahre alte Moorleiche zu konservieren. Doch anscheinend hat er unerklärliche Bedenken, denn er kann sich nicht zu dieser Aufgabe durchringen. Eines Tages bittet er Reiko, die Mumie für einige Tage für ihn aufzubewahren, da er sie nicht seinen Studenten zeigen wolle. Parallel zu dieser eigenartigen Bitte beginnt Reiko unter mysteriösen und beängstigenden Halluzinationen zu leiden, die mit der Mumie zu tun haben scheinen. Und dann kommt sie gleich zwei grausamen Schicksalen auf die Spur...

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
Der Name "Kurosawa" weckt bei Cineasten ein wissendes Nicken. Der Altmeister des japanischen Films dürfte der erfolgreichste japanische Regisseur aller Zeiten sein. Er begründete seinen Ruhm in einer Zeit, als noch niemand von Kitano, Miike oder "Ring" gehört hatte. Auch Kiyoshi Kurosawa, der nicht mit dem Altmeister verwandt ist, hat es dagegen nur zu bescheidenem Ruhm gebracht und dürfte nur profunden Kennern der asiatischen Filmszene ein Begriff sein. In seinem aktuellen Film "Loft", der bei der Nippon Connection in Frankfurt seine Deutschlandpremiere hatte, bestätigt er seinen Ruf als Meister des "Horrors der leisen Töne". "Loft" ist weit entfernt von dem, was ein "Ring" oder "The Grudge" zelebrieren. Sein Grusel ist subtiler, er schleicht sich langsam ins Bewusstsein anstatt einen plötzlich anzuspringen. Weniger gruselig ist diese Art des Horror eigentlich nicht, sondern eben einfach anders. Ob das dann gefällt, ist wohl wie so oft Geschmackssache. Auf gewisse Weise hat mich die Art, wie Kurosawa offen lässt, ob wir gerade Halluzination oder Wirklichkeit erleben, an die Machart der Filme von Kim Ki-Duk erinnert. Dessen Filme sind zwar nicht "Horror", jedenfalls nicht im klassischen Sinne, verwischen aber genau wie "Loft" Realität und Einbildung mit einer verhältnismäßig schwachen Prise des Übersinnlichen, wenn man "Ring" als Maßstab anlegt.. Auch "Loft" hat zwar seine Schreckmomente, zieht aber daraus nicht die Bedeutung und Dynamik wie verwandte Filme. Eher erzählt er eine dramatische Geschichte, ist also gewissermaßen "Horror-Drama". Leider nimmt diese Form dem Film auch einiges an Dynamik. Das Ende, dass wie so oft mehr Fragen offen lässt als beantwortet, bringt die ganze Sache nicht auf einen abschließenden Punkt und kommt in gewisser Weise auch etwas inkonsequent daher. Würde man Kurosawa kommerzielles Kalkül vorwerfen, könnte man fragen, ob vielleicht schon eine Fortsetzung geplant ist. Genau das fasst dann auch meine Meinung zu "Loft" zusammen: Der leise, ja minimalistische Horror hat durchaus seinen eigenen Reiz, reicht aber beim Gänsehautfaktor allerdings auch nicht an ein "The Grudge" heran. Darstellerisch gefällt vor allem Arbeitstier Toyokawa, der in der Handlung eigentlich eine tragendere, zentralere Rolle spielt als Nakatani, doch wir wollen hier ja keine Details der Handlung verraten. Wer einmal Horror der anderen Art sehen will, ist mit "Loft" auf jeden Fall gut beraten.



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