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asianfilmweb • Filme • The Midnight Meat Train (USA 2008)
FILMEUSA • THE MIDNIGHT MEAT TRAIN
THE MIDNIGHT MEAT TRAIN

     USA 2008

CAST & CREW
REGIE Ryuhei Kitamura
DARSTELLERBradley Cooper, Leslie Bibb, Brooke Shields, Vinnie Jones, Roger Bart, Tony Curran, Barbara Eve Harris, Peter Jacobson, Stephanie Mace, Ted Raimi, Nora, Quinton 'Rampage' Jackson, Dan Callahan, Don Smith
PRODUZENTClive Barker, Gary Lucchesi, Eric Reid, Tom Rosenberg, Jorge Saralegui, Richard S. Wright
SCRIPT/BUCHJeff Buhler, Clive Barker
MUSIKJohannes Kobilke, Robb Williamson

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD The Midnight Meat Train

UsaLionsgate
 1,85:1 anamorph
 englisch DD 5.1
 englisch, spanisch
 Featurettes: Clive Barker - The Man Behind The Myth,...
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 BLURAYThe Midnight Meat TrainUsaLionsgate 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
100 Minuten

FILMINHALT
Der Fotograf Leon (Bradley Cooper) ist davon besessen die dunklere und düstere Seite New Yorks mit seiner Kunst einzufangen. Als er, sehr zum Leidwesen seiner Freundin Maya (Leslie Bibb), das Angebot zu einer Ausstellung bekommt, verfolgt er dieses Ziel atem- und schlaflos. Dabei trifft er auf einen mysteriösen Mann namens Mahogany (Vinnie Jones), von dem Leon sofort fasziniert ist. Er schleicht ihm nach und beobachtet ihn in fast jeder Minute seines Lebens. Diese Obsession lässt in Leon einen schrecklichen Verdacht heranwachsen: hat der mysteriöse Fremde etwas mit dem permanenten Verschwinden New Yorker Bürger zu tun?

FILMREZENSION VON BENJAMIN BOGNER
Was passiert wenn Stil-Guru Ryuhei Kitamura auf Horror-Ikone Clive Barker trifft? Gibt es eine gewaltige Explosion aus Blut, Dunkelheit, düsterer Atmosphäre und perfekt stilisierten Bildern, oder implodiert das ganze zu einem undefinierbaren Nichts aus zu viel Input der beiden Größen? Beides wäre denkbar, nur eines ist eingetreten und zwar ersteres. Ich lehne mich jetzt sehr weit aus dem Fenster, aber ich sage, dass "Midnight Meat Train" einer der besten Horrorfilme der letzten fünf Jahre, und gleichzeitig Kitamura's beste Regiearbeit bis dato markiert. Viele definieren den Japaner immer noch über seinen Underground-Hit "Versus", was sicherlich nicht verkehrt ist, aber der Mann hat sich von einem ungestümen Jung-Regiesseur mit viel Potential zu einem wirklich großartigen Filmemacher entwickelt. Eine positive Entwicklung, die man auch bei "Midnight Meat Train" mit jeder Minute fast schon schmecken kann. Als erstes fällt auf, dass Kitamura - mittlerweile spielerisch - die menschlichen Emotionen auf Zelluloid bannen kann. So lässt er seinen Hauptdarsteller Bradley Cooper in düsteren und kühlen Bildern in das nächtliche New York abtauchen und dabei immer besessener von seinem Objekt werden, so dass man sich am Ende fragen muss, wer denn nun der Psychopath ist. Ein weiterer Pluspunkt ist die gemächliche Inszenierung des Ganzen. Kitamura lässt seine Bilder tatsächlich sprechen und auf den Zuschauer wirken. So ist auch sicher, dass die düstere und trostlose Atmosphäre aus Barkers Kurzgeschichte beim Zuschauer ankommt und ihn so zusammen mit Leon auf seine Reise schickt. In den gut platzierten und wohl dosierten Splatterszenen, werden jedoch Kitamuras Anfänge wieder deutlichst sichtbar und das ist auch gut so. Hier darf er sich richtig austoben und zeigen, was ihn schon bei "Versus" auszeichnete: exzellente und herausragende Kameraarbeit, gepaart mit harten und äußerst blutigen Effekten. Da werden den Opfern durch einen Schlag auf den Hinterkopf die Augen aus den Höhlen gedrückt, sie werden enthauptet, ausgeweidet und so weiter. Einige der Effekte wurden durch CGI's ausgeführt, welche man deutlich erkennt, aber es störte mich nicht wirklich, dazu war ich einfach zu sehr von den Bildern gefangen. Barker's gleichnamige Kurzgeschichte (zu finden in "Das erste Buch des Blutes") wurde auch an diversen Stellen abgeändert um etwas authentischer zu sein. So sehr ich die Geschichte auch mochte, bin ich ganz froh darüber, da sie wohl so nicht umsetzbar gewesen wäre. Das Ende ist zwar vom Grundtenor her gleich geblieben, wurde aber anders erklärt und umgesetzt. Die Story selbst muss man allerdings mögen, da sie viele Fragen offen lässt und sich nur auf das wesentliche fokussiert: die Obsession von Leon und wie sie diesen immer tiefer in den Strudel des Verderbens reisst, sowie seine Jagd nach Mahogany. Sicher hat man das ein oder andere Motiv schon in anderen Horrorfilmen gesehen, aber nirgends ist es so auf den Punkt gebracht worden. Sei es nun durch die Bildsprache Kitamuras oder Clive Barkers Vorlage. Man hat wirklich den Spagat geschafft eine Verfilmung zu kreieren, die sowohl die Hardcore-Fans der Vorlage, als auch den normalen Horrorfilm-Fan anspricht. Sowas gibt es selten, aber hier hat die Kombination einfach nur gezündet. Die größte und positivste Überraschung ist jedoch die Wahl von Vinnie Jones als Mahogany. War er im Buch noch ein kleiner dicker Mann, der seine Opfer tötet, so ist er hier ein Ochse, der sie schlachtet wie Tiere. Ich könnte mir, trotz der großen Differenz, keinen besseren für diese Rolle vorstellen. Vor allem, da Vinnie Jones hier richtig toben darf und wie eine Naturgewalt über den Bildschirm zieht - Wahnsinn! Doch auch die anderen Darsteller machen einen guten Job: Bradley Cooper spielt den Fotografen Leon mit viel Glaubwürdigkeit und man sieht auch die Entwicklung, wie er sich immer weiter in sein Projekt hineinsteigert und schlussendlich glaubt den Verstand zu verlieren. Leslie Bibb als Maya arbeitet ebenfalls solide mit, hat aber ein wenig darunter zu leiden, dass sie in der Vorlage eigentlich nicht existierte und so wirkt ihr Part etwas gezwungen. Es wurde aber so gut ausgearbeitet, so dass sie sich trotzdem nahtlos ins Geschehen einfügen kann. Alles in allem bleibt zu sagen, dass ich von ganzem Herzen hoffe, dass es nicht die letzte Zusammenarbeit von Ryuhei Kitamura und Clive Barker war. Bitte!



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