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asianfilmweb • Filme • Ninja Scroll (JP 1993)
FILMEJP • NINJA SCROLL
NINJA SCROLL

     JAPAN 1993

CAST & CREW
REGIE Yoshiaki Kawajiri

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Ninja Scroll

DeutschlandSplendid • FSK 16 •
 1,85:1 anamorph
 deutsch DD 5.1, japanisch DD 5.1
 deutsch
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 DVDNinja Scroll - Limited Special...DeutschlandSplendid 
 DVDNinja Scroll - 10th Anniversary...UsaAnchor Bay 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
94 Minuten

FILMINHALT
Ninja Scroll spielt zur Zeit des feudalen Japans unter der Herrschaft des Tokugawa Shogunats. Im Auftrag eines rivalisierenden Clans sollen die 8 Teufel von Kimon, eine Gruppe von bizarren Söldnern mit speziellen Fähigkeiten, die derzeitige Regierung stürzen. Plötzlich wird ein ganzes Dorf von einer rasch um sich greifenden Epidemie befallen und somit bis zum letzten Mann ausgerottet. Die Koga Ninja erhalten den Befehl, die mysteriösen Vorfälle zu untersuchen. Zu den Ninja zählt die hübsche, willenstarke Kagero, deren Körper von einem Giftstoff befallen ist, was dazu führt, dass jeder der sie berührt unweigerlich dem Tode geweiht ist. Während eines nächtlichen Einsatzes wird die gesamte Einheit der Koga Ninja auf brutale Weise durch die wirbelnde Klinge des Steinriesen Tessai niedergemetzelt, nur Kagero überlebt und wird von Tessai, der im übrigen ein Mitglied der 8 Teufel von Kimon ist, entführt. Eher durch Zufall kreuzt der einsame Wanderer und Schwertkämpfer Jubei Kibagami Tessais Weg und befreit Kagero aus den Fängen des Ungetüms. Damit zieht er nicht nur die Aufmerksamkeit der übrigen 7 Teufel von Kimon auf sich, auch der gnomenhafte, schwatzhafte Wandermönch Dakuan, der als Spion für die Regierung arbeitet, will sich Jubeis Fähigkeiten zu nutze machen. Jubei, der anfangs wenig Interesse an dem Deal hat, wird von Dakuan durch einen Wurfstern vergiftet, fortan bleibt dem Einzelkämpfer nur noch eine Wahl: Entweder er kämpft zusammen mit Kagero und Dakuan für die Regierung gegen die 8 Teufel von Kimon und erhält dafür das Gegengift, oder ihm bleiben nur noch zwei Tage zu leben...

FILMREZENSION VON ALEXANDER KOSCHNY
Ninja Scroll darf sicher in einem Atemzug mit Anime Klassikern wie "Akira" oder "Ghost In The Shell" genannt werden, auch wenn er einem gänzlich anderen Genre zuzuordnen ist. Der im Jahr 1993 entstandene Film von Regisseur Yoshiaki Kawajiri, der später unter anderem als Regisseur des Animatrix Segments "Program" und der TV Serie "X" sowie als Key Animator von Osamu Tetzuka's Werk "Metropolis" auf sich aufmerksam machte, prägte mit Ninja Scroll das Bild der westlichen Welt im Hinblick auf japanische Animationsfilme entscheidend. Wer sich damals zu alt fühlte um Disney's "König der Löwen" im Kino zu bestaunen, griff zu aller erst zu Ninja Scroll. Das amerikanische Wicked Magazine titelte seinerzeit sogar: "Ninja Scroll manages to dig far deeper than most of the high-concept fare that streams out of Hollywood". Davon abgesehen fassten sich damals nicht nur die Zensoren hierzulande an den Kopf und wieder wurde das Klischee der bluttriefenden, sexuell ausschweifenden Zeichentrickfilme aus dem Land der aufgehenden Sonne bestätigt. Aber was ist wirklich dran an Ninja Scroll? Technisch bildete der Film damals sicher die Speerspitze der Animationskunst aus Fernost. Das klassische, erwachsene Character-Design mit den schmalen Gesichtern und strähnigen Frisuren überzeugt ebenso wie die stimmigen und atmosphärisch brilliant in Szene gesetzten Locations. Flüssige, dynamische Bewegungsabläufe sowie die Liebe zum Detail runden das hochwertige Gesamtbild ab, so das auch die mehrmalige Wiederholung einiger kurzer Szenen kaum ins Gewicht fällt. Auch vom heutigen Standpunkt aus wirkt Ninja Scroll noch nicht veraltet, auch wenn der Film auf formaler Ebene vom Standart aktueller Anime Produktionen wie "Ghost In The Shell 2: Innocence" oder "Steamboy" natürlich meilenweit entfernt scheint. Inhaltlich ist der Film sicher nicht der große Wurf, für den viele ihn halten. Hauptcharakter Jubei gibt den einsamen Wolf mit weichem Kern der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat, einfach die Coolness in Person. Dakuan ist der schlitzohrige, etwas durchtriebene und leicht nervende Sidekick und Kagero verbindet gekonnt Würde mit erotischer Ausstrahlung. Natürlich keimen zwischen ihr und Jubei bald Frühlingsgefühle auf, und es abzusehen, dass ihre Liebe tragisch enden wird. Mit Gemma, dem Anführer der 8 Teufel von Kimon, reiht sich ein skrupelloser Bilderbuch-Schurke in das Figurenkarussell mit ein. Zudem verbindet ihn und Jubei eine gemeinsame Vergangenheit. Die fantasievoll gestalteten Monster und Kämpfer die sich Jubei & Co. in den Weg stellen werden größtenteils recht schnell verheizt, und somit hastet der Plot von einem Fight zum nächsten, vor großen Überraschungen ist man über weite Strecken eigentlich sicher. Bleiben wir also bei den Kämpfen, die den größten Teil des Films ausmachen, und bei denen es alles andere als zimperlich zugeht. Abgetrennte Gliedmaßen und roter Regen der wie aus Kübeln von den Bäumen tropft dürften bei einigen Zuschauern noch immer für offene Münder sorgen. Die graphische, überzeichnete Gewalt wirkt allerdings nie wirklich brutal, da sie dafür einfach zu weit von der Realität entfernt ist. Mit Sex- und Erotikszenen hält sich der Film hingegen ziemlich zurück, in den meisten Fällen sind diese sogar dem Plot dienlich. Auch wenn man jetzt diesen Eindruck gewinnen sollte ist es wichtig zu sagen, dass man Ninja Scroll nicht ausschließlich auf seinen hohen Gewaltfaktor reduzieren sollte. Denn selbst wenn sowohl Story als auch Charaktere wohl nie einen Preis für außerordentliche Innovation gewinnen werden, ist für ausreichend Dramatik und Spannung gesorgt. Letztenendes ist Ninja Scroll eine rohe, ungestüme und visuell ansprechende Actiongranate die eigentlich in keiner vernünftigen Anime Sammlung fehlen sollte. Kult Garantie.



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8.8/10 bei 6 Stimmen. .
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