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asianfilmweb • Filme • No Blood No Tears (KR 2002)
FILMEKR • NO BLOOD NO TEARS
NO BLOOD NO TEARS

     KOREA 2002

CAST & CREW
REGIE Ryoo Seung-Wan
DARSTELLERJeon Do-Yeon, Lee Hye-Yeong, Jeong Jae-Yeong, Shin Goo, Jung Doo-Hong, Kye Seong-Yong, Lee Mu-Yeong, Lim Won-Hie, Ryu Seung-Beom, Yoo Sang-Seob
PRODUZENTKim Seong-Je
SCRIPT/BUCHJeong Jin-Wan, Ryoo Seung-Wan
CHOREOGRAPHIEJung Doo-Hong
MUSIKHan Jae-Kwon

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD No Blood No Tears

Deutschlandi-on • FSK 16 •
 1,78:1 anamorph
 deutsch DD 5.1, koreanisch DD 5.1
 deutsch
 Interviews, Deleted Scenes, TV Spots, Trailer

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
116 Minuten

FILMINHALT
Kyeong-Seon, eine Frau mittleren Alters, hat es nicht leicht. Ihre Brötchen verdient sie sich mit Taxifahren, wobei sie ständig pöbelnde und besoffene Typen durch die Gegend kutschieren muss. Zudem war sie früher in kriminelle Machenschaften verwickelt, wodurch ihr ein Geldhai im Nacken sitzt, und auch ihre Tochter wird seit Jahren vermisst. Die junge Su-Ji ist die Freundin des ehemals hochtalentierten Boxers Dok-Bul. Sie träumt davon Sängerin in Japan zu werden, doch die Realität sieht anders aus. Dok-Bul hat sich verändert, aus dem Boxer wurde ein obszöner Schläger und die einst liebevolle Beziehung der Beiden ist nur noch ein Trümmerhaufen. Durch Zufall kollidieren die Fahrzeuge der beiden, vom Schicksal gebeutelten Existenzen, und die beiden Frauen planen nach langem hin und her den ganz grossen Coup. Bei einem illegalen Hundekampf, den Dok-Bul für seinen Chef Kim Geum-Bok, kurz "KGB", organisiert, fällt den beiden ein Batzen Geld in die Hände, mit dem sie sich aus dem Staub machen, und ein neues Leben beginnen wollen. Doch Dok-Bul, "KGB", die Polizei, sowie drei schräge Vögel, die ebenfalls hinter dem Geld her sind, wollen den Damen einen Strich durch die Rechnung machen.

FILMREZENSION VON ALEXANDER KOSCHNY
Eines vorweg, es fällt einem schwer, diesen Film nicht zu mögen, obwohl er einige, offensichtliche Mängel aufweist. "No Blood No Tears" ist nach "Die Bad" der zweite abendfüllende Film des jungen Regisseurs Ryoo Seung-Wan, der später vor allem durch "Crying Fist" bekannt wurde. Ryoo, den Park Chan-Wook auch gerne mal als Nebendarsteller in seinen Filmen einsetzt, hatte bei diesem Film weit mehr Geld als noch bei seinem Debüt zur Verfügung. Zudem bewies er ein glückliches Händchen, was das Casting betrifft. Fast wirkt es wie eine Hommage an "Pulp Fiction", in dem das 80er Jahre Idol John Travolta sein Comeback feierte, dass Ryoo hier die in den 80ern, im koreanischen Film omnipräsente Lee Hye-Yeong aus der Versenkung holt, die zudem eine hervorragende Leistung abliefert. Selbes gilt für Jeon Do-Yeon und Jeong Jae-Yeong, der den gescheiterten Boxer Dok-Bul herrlich fies aber dennoch mit unheimlicher Coolness verkörpert. Ryoo Seung-Wan schaffte es also eine Darstellerriege zu verpflichten, auf die er sich verlassen kann, was aber angesichts des etwas unausgegoren Drehbuchs auch nötig ist. Ryoo präsentiert hier ein buntes, aber zu umfangreiches Figurenkarussell, welches ziemlich unübersichtlich wirkt. Wer nun mit wem und wie und warum, dahinter steht oftmals ein großes Fragezeichen, was durch den verworrenen Erzählstil, der sich über verschiedene Zeitebenen erstreckt, noch verstärkt wird. Es empfiehlt sich also, den Film zumindest zweimal zu sehen, beim zweiten mal bereitet er dann auch tatsächlich erheblich mehr Spass, nur besteht hier eben die Gefahr, dass das ganze beim ersten Sehen schon zu sehr frustriert. Bis der Plot um die Tasche voller Geld erstmal in Gang kommt, vergeht nämlich eine Menge Zeit. Ryoo schafft es nicht so recht, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, sondern zeigt seine Figuren lieber in absurden Szenen, die somit etwas zusammenhanglos wirken. Nach eigenen Angaben ist Ryoo Seung-Wan Bruce Lee und Jackie Chan Fan, was man seinem Film deutlich ansieht, denn geprügelt wird hier am laufenden Band. Einige Fights sind hierbei vortrefflich inszeniert, andere hingegen hätten besser in Szene gesetzt werden können. Der Einsatz von Zeitraffer-Optik und zu hektisch wackelnden Handkameras wirkt stellenweise unpassend und nimmt den Kämpfen die Dynamik, die eigentlich erzeugt werden sollte. Warum Ryoo Seung-Wan bei den jeweiligen Kampfszenen unterschiedliche Techniken verwendet, ist fraglich, der junge Regisseur präsentiert sich hier eine Ecke zu experimentierfreudig. Aber auch abseits der Kämpfe ist Action geboten, ein paar gute Autostunts sind ebenso vorhanden wie eine wilde Schiesserei, die sehr an das Finale aus "True Romance" erinnert. Dabei geht Ryoo auch nicht gerade zimperlich vor. So ist es auch verwunderlich, dass der Film hierzulande noch FSK16 bekommen hat, in Südkorea selbst wurde er als "ab 18" eingestuft, und das auch zurecht, denn vor allem die rohe Gewalt gegen Frauen stösst zuweilen sauer auf. Wie eingangs erwähnt, trotz dieser Mängel fällt es schwer, diesen Film nicht zu mögen. Er orientiert sich eindeutig an westlichen Filmen, insbesondere an Guy Ritchies Gangster-Satire "Snatch". Dass Ryoo Seung-Wan die Qualität des offensichtlichen Vorbilds nicht erreicht, ist klar. In "No Blood No Tears" gibt es viele Szenen, in denen man nahezu Genialität aufblitzen sieht, Szenen in denen man nur denkt: wie geil ist das denn!? Doch leider funktioniert der Film nicht so recht als ganzes. Obwohl es viele gute Bausteine gibt, wackelt das Gebäude. Das ist schade, denn man merkt, in Ryoo Seung-Wan schlummert das Potential mal einen ganz grossen Film zu drehen, wobei ihm dies mit "No Blood No Tears" allerdings noch nicht ganz gelingt. Dennoch, der Film bietet markige Sprüche, viel Action, schrullige Charaktere und vor allem einen extrem hohen Coolness-Faktor.



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