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asianfilmweb • Filme • Osaka Hamlet (JP 2008)
FILMEJP • OSAKA HAMLET
OSAKA HAMLET •

     JAPAN 2008

CAST & CREW
REGIE Fujio Mitsuishi
DARSTELLERKeiko Matsuzaka, Kanpei Hazama, Masahiro Hisano, Ittoku Kishibe, Naoyuki Morita, Tomoya Ohtsuka
SCRIPT/BUCHHiromi Morishita

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
107 Minuten

FILMINHALT
Die Familie Kubo muss den plötzlichen Tod des Familienoberhauptes beklagen. Die Kinder Masashi (Masahiro Hisano), Yukio (Naoyuki Morita) und der kleine Hasanori (Kanpei Hazama) sind von der neuen Situation völlig überrumpelt, die nun verwitwete Mutter (Keiko Matsuzaka) weiss ebenfalls nicht so ganz, wie sie reagieren soll. Ihr Mann war ein Trinker und hat sich nicht sonderlich um die Kinder gekümmert. Sie muss nun alleine für die Familie sorgen, übernimmt neben ihrem Hauptberuf als Krankenschwester, noch die Abend- & Nachtschicht als Clubhostess. Dann zieht der Bruder (Ittoku Kishibe) des Verstorbenen in das Haus der Kubos mit ein. Wieso nun der Onkel den Platz des Vaters einnimmt verstehen die Kinder nicht und jeder geht mit damit anders um. Der rebellische Schläger Yukio verfällt in eine Identitätskrise und flüchtet sich nach ersten Verständnisschwierigkeiten in Shakespeares literarische Welt von Hamlet. Sein älterer Bruder Masashi trifft auf eine hübsche Studentin am Bahnhof und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Er schafft es sie zu einem Date zu überreden, aber nur indem er sie über sein eigentliches Alter im Dunkeln lässt. Die Sache verkompliziert sich noch weiter, als er von dem Vaterkomplex seiner neuen Bekannten erfährt. Der Grundschüler Hasanori hat ebenfalls grosse Probleme - er möchte ein Mädchen sein, sich wie ein Mädchen anziehen und im anstehenden Schulmusical die Rolle von Cinderella übernehmen...

FILMREZENSION VON JOST RENNEBAUM
Eine Tragödie verpackt in einem Komödienmantel. "Osaka Hamlet" beleuchtet die Einzelgeschichten der verbliebenen Familienmitglieder in einer leichtfüssigen und sympathischen Art und Weise, die trotz des dramatischen Untertones des Films für genügend wohliges Lächeln während der Laufzeit von 107 Minuten sorgt. Hauptaugenmerk wird auf die Kinder gelegt, allesamt unterschiedliche Typen unterschiedlichen Alters, die jeder seine eigene Coming-Of-Age Geschichte durchmacht. Jedem wird genügend Zeit für Charakterentwicklung gegeben, die Einzelgeschichten zufriedenstellend am Ende aufgelöst. Die Geschichte der Mutter und ihrem Schwager, die bereits eine bewegte Vergangenheit verbindet, auf die aber leider nicht näher eingegangen wird, kommt etwas zu kurz. Die Parallelen zu Shakespeares Hamlet sind clever in die Geschichte eingebunden. Der "König" bzw. das Familienoberhaupt stirbt und wenig später nimmt der Bruder seinen Platz ein. Yukio, der in dem Film mit Hamlet verglichen wird, sieht den Geist seines Vaters erscheinen. Glücklicherweise endet "Osaka Hamlet" anders als Shakespeares Tragödie. Aber auch in "Osaka Hamlet" werden zahlreiche Themen aus Shakespeares Repertoire angerissen. Es geht um Liebe, Selbstfindung, Familie und Freunde. Vorlage für den Film waren die von 2005 bis 2006 erschienenen gleichnamigen Mangas von Hiromi Morishita, der damit Preise wie den 10. Japan Media Arts Award oder den Tezuka Osamu Cultural Prize gewinnen konnte. Insgesamt ist "Osaka Hamlet" ein schöner, kleiner Familienfilm, der hoffentlich irgendwie irgendwann seinen Weg auf DVD mit englischen Untertiteln machen wird, was leider keine Selbstverständlichkeit bei auf der Nippon Connection gelaufenen Filme ist.



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