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asianfilmweb • Filme • Overheard (HK 2009)
FILMEHK • OVERHEARD
OVERHEARD •

     HONG KONG 2009

CAST & CREW
REGIE Felix Chong, Alan Mak
DARSTELLERLau Ching-Wan, Louis Koo, Daniel Wu, Zhang Jingchu, Michael Wong, Waise Lee, Lam Ka-Wah, Henry Fong, Stephen Au, Lok Ying-Kwan, Sharon Luk, William Chan Wai-Ting, Matt Chow, Wong Chi-Hung, Yueng Ling, Yuen Ben
PRODUZENTHenry Fong, Derek Yee
SCRIPT/BUCHFelix Chong, Alan Mak
CHOREOGRAPHIEJack Wong Wai-Leung
MUSIKChan Kwong Wing

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
BLURAY Abgehört - Trau niemals einem Cop

DeutschlandKoch Media • FSK 16 •
 2,35:1 anamorph (HD 1080p)
 deutsch dts-HD 5.1 MA, kantonesisch dts-HD 5.1 MA
 deutsch
 Originaltrailer, Making of, Bildergalerie
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 DVDAbgehört - Trau niemals einem CopDeutschlandKoch Media 
 DVDOverheardHongkongPanorama 
 BLURAYOverheardHongkongPanorama 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
100 Minuten

FILMINHALT
Die drei Cops Johnnie (Lau Ching-Wan), Gene (Louis Koo) und Max (Daniel Wu) arbeiten für eine Abhöreinheit des CCB (Commercial Crime Bureau) und überwachen die Aktiengesellschaft E&T, von der man illegale Aktivitäten vermutet. Beim Abhören des zwielichtigen Managers Low (Waise Lee) gerät Gene an Insiderinformationen, die er zu seinem Zweck der Polizei vorenthalten und an der Börse nutzen will. Gene leidet an unheilbarem Krebs und sieht darin die einzige Möglichkeit seiner Familie eine stolze Summe Geld zu hinterlassen. Der ehrgeizige Max, den sein steinreicher Schwiegervater gerne in einer lukrativeren Position sehen würde, ist schnell überredet und sitzt mit im Boot. Ebenso Johnnie, der zunächst gegen die Sache ist, dann aber seine Kumpels deckt. Schon bald sind die 3 in ein Netz aus Lügen verstrickt und müssen sich die Hände schmutzig machen, sodass sie bald nicht nur von der Polizei sondern auch von den Dunkelmännern eines kriminellen Imperiums verfolgt werden.

FILMREZENSION VON RICHARD REICHER
Nach einigen enttäuschenden Ausflügen in die verschiedensten Genres, wagt sich das Infernal Affairs-Duo Alan Mak und Felix Chong wieder an einen Thriller. Und das ist gut so, denn Overheard besticht in fast allen Aspekten und ist wieder echtes Kino aus Hong Kong. Rein handwerklich ist der Film schon über die Masse an Filmen, die heute in der ehemaligen Kronkolonie entsteht, zu heben - die Kameraführung, der Schnitt, die Musik - Overheard strotzt vor Qualität und bringt eine Menge Kinofeeling mit. Darüber hinaus sorgt die im Milieu finanzieller Spekulation und Finanzbetrug angesiedelte Story, neben der inszenatorisch gegebenen Spannung, im Jahr der Weltwirtschaftskrise, für zusätzliche Brisanz. Doch Overheard übernimmt sich nicht in seiner Aussage, wird angenehm stringent erzählt und verwehrt sich unnützer Komplexität. "Verbrechen zahlt sich nicht aus" ist die Grundaussage in einem alt bekannten Hong Kong Filmmuster, dass wie so oft nicht nur beim moralischen Unterton bleibt sondern hier jenen, die Dreck am Stecken haben, auch wirklich gehörig auf die Finger klopft. Und hier liegt nun die eigentliche Kunst dieses Streifens, dass er es nämlich schafft trotz vermeintlich vorhersehbarem Ausgang, den Zuschauer auf einen spannenden und faszinierenden Ritt mitzunehmen und auf den Gefühlen des Publikums zu spielen wie auf den Saiten einer Geige. Dafür braucht er auch keine unnötige Action. Und eben weil der Film keineswegs schablonenhaft, sondern gewieft erzählt und dann auch noch famos bild-, schnitt- und tontechnisch inszeniert wird, lässt man sich auf die Geschichte über die moralischen Probleme des Darstellertrios Lau, Koo und Wu ein und beginnt mit ihnen mitzufiebern. Werden sie zu einseitig dargestellt? - Zu sehr von den unglücklichen Umständen in die missliche Lage lügen und betrügen zu müssen getrieben? Vielleicht, doch das schadet der Glaubwürdigkeit nicht im geringsten - die Hoffnung auf schnelles Geld schlummert doch in jedem Menschen und so beginnt man sich tatsächlich mit den kriminell handelnden Figuren zu identifizieren. Lau Ching-Wan führt den Film mit all seiner Präsenz und liefert eine routinierte Darstellung. Louis Koo ist als Nervenbündel sowieso immer perfekt besetzt und bekommt hier auch noch tragische Züge verpasst. Komplettiert wird das Trio von Daniel Wu der sich in seiner Rolle als überambitionierter Jungspund angenehm zurücknimmt und so eine starke und stets glaubwürdige Darstellung liefert. Das genaue Gegenteil ist wohl von Michael Wong in der Rolle des Antagonisten und schleimigen Vorstandsvorsitzenden zu sagen. Doch seine chargierte, oft stark überzeichnete, exaltierte Darbietung ist durchaus passend - er verkörpert ein wahres Ekel mit derartigem Bravour - dass es eine Freude ist ihn spielen zu sehen. Seine zwischendurch eingeworfenen englischen Dialogfetzen, sorgen zusätzlich für (ungewollte?) Freude. Doch man verzeiht Overheard gerne seine kleinen Schwächen, wo er doch zugleich so viele Stärken des Hong Kong-Kinos zur Schau trägt. Wo sonst ist es möglich in einer 3-minütigen Montage, in der die Hauptfiguren durch ein Fernglas quasi auf ihr Leben blicken, ohne dass auch nur ein Wort gesprochen wird, sowohl ihr Alltagsleben, ihre Probleme als auch daraus resultierenden Gefühle darzustellen? Das ist Bildersprachkunst wie man sie zumeist nur in Hong Kong findet. Overheard erzählt eine offensichtlich einfache Geschichte, mit maximaler Wirkung, darauf macht auch noch einmal das wirklich schockierende Ende aufmerksam. Dieser qualitativ und handwerklich hochwertige Thriller ist ein wahres Spannungsbündel und macht Lust auf mehr. Applaus!



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