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asianfilmweb • Filme • Pieta (KR 2012)
FILMEKR • PIETA
PIETA •

     KOREA 2012

CAST & CREW
REGIE Kim Ki-Duk
DARSTELLERJo Min-Soo, Lee Jeong-Jin, Kang Eun-Jin, Woo Gi-Hong, Jo Jae-Ryong, Lee Myeong-Ja, Heo Joon-Seok, Kwon Se-In, Song Moon-Soo, Kim Beom-Joon, Kim Jae-Rok, Jin Yong-Wook
PRODUZENTKim Soon-Mo
SCRIPT/BUCHKim Ki-Duk
MUSIKPark In-Young

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Pieta

DeutschlandAscot Elite • FSK 16 •
 1,85:1 anamorph
 deutsch DD 5.1, koreanisch DD 5.1
 deutsch
 Trailer, Trailershow
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 BLURAYPieta - Special EditionDeutschlandAscot Elite 
 BLURAYPietaDeutschlandAscot Elite 
 DVDPietaKoreaKD Media 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
104 Minuten

FILMINHALT
Kang-Do (Lee Jeong-Jin) ist ein Geldeintreiber besonderer Art. Kleine Handwerker und Ladenbesitzer werden von seinen Auftraggebern mit Wucherzinsen in eine finanziell aussichtslose Falle getrieben. Da die Schulden nie zurückgezahlt werden können, haben es die Kredithaie auf die Unfallversicherungen der Schuldner abgesehen, die gemeinsam mit dem Kreditvertrag abgeschlossen werden. Kang-Do sorgt mit kaltblütiger Grausamkeit für die lebensecht aussehenden "Unfälle" - denn nur für echte Krüppel springt die Versicherung ein. Eines Tages taucht eine traurige, schweigsame Frau (Jo Min-Soo) mittleren Alters auf, die sich als seine Mutter ausgibt. Kang-Do glaubt ihr zunächst nicht, doch selbst die grausamsten Demütigungen können die Frau nicht von ihrer Behauptung abbringen. Es scheint sich tatsächlich um seine Mutter zu handeln, die Vergebung dafür sucht, ihren Sohn im Kindesalter im Stich gelassen zu haben. Fortan lebt sie beim ihm und umsorgt ihn aufopferungsvoll. Kang-Do saugt ihre Liebe und Fürsorge auf. Die harte Schale erhält Risse, doch wirkliche Erlösung ist nicht in Sicht...

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
"Pieta" ist Kims 18. Film und obwohl bereits der zweite nach seiner tiefen Lebenskrise, die er in der autobiografischen Dokumentation "Arirang" verarbeitet hat, ein selbstbezeichneter Neuanfang. Milder geworden ist Kim jedoch nicht, auch "Pieta" dreht sich um bekannte Motive wie Einsamkeit, Schuld, Sühne, Rache und Demütigung - um nur die offensichtlichsten zu nennen. Auch die mehr oder weniger explizit dargestellte Gewalt ist ein wiederkehrender Bereich - für den Kim immer wieder heftig kritisiert wird, am bekanntesten ist in diesem Zusammenhang wohl "Seom - Die Insel". Im Vergleich zu diesem Werk, das Kims Durchbruch bedeutete, ist die Gewalt in "Pieta" deutlich anders akzentuiert. Sie ist nicht explizit sondern subtil, aber deshalb nicht weniger brutal. Wenn einem von Kims Filmen nicht der Vorwurf von Gewalt als Selbstzweck gemacht werden kann, dann wohl diesem. Er stellt sie deutlicher als je zuvor in einen gesellschaftspolitischen Kontext. Kang-Dos Grausamkeiten sind nur die logische Konsequenz der strukturellen Gewalt, die hinter der Geldgier von Immobilienspekulanten steht. Die wollen den Stadtteil der Handlung einebnen, um noch mehr Hochhäuser zu bauen. Es braucht keine explizit gezeigten Verstümmelungen (mehr) - die Lebensrealitäten der Schuldner sind hart genug, weil echte Realität. Diese deutliche gesellschaftskritische Komponente ist wohl der Teil, der der Festivaljury in Venedig gefallen haben dürfte - mit dem Hauptpreis des Festivals als Konsequenz.

Doch "Pieta" ist nicht nur Gesellschaftskritik, sondern auch Thriller und Drama auf der Mikroebene von Kang-Do und seiner Mutter. Da geht es um nicht gewährte Liebe auf der Familienebene und einer scheinbaren Wandlung der beiden Protagonisten. Dabei sind Szenen wie der gemeinsame Einkaufsbummel mit seiner Mutter oder ein nachgeholter Kindergeburtstag so bizarr wie rührend. Über allem schwelt immer die Frage nach der wahren Identität der Mutter bzw. nach ihren Motiven und Erwartungen. Mit "Erwartungen" spielt "Pieta" auf mehreren Ebenen: Die nach einer Eingewöhnung erwachenden Erwartungen von Kang-Do an seine Mutter und deren immer noch nicht klare Vergangenheit überlagern und verdichten sich zu einer bedrohlichen Atmosphäre. Hier spielt Kim auch mit den Erwartungen des Publikums. "Pieta" bedeutet "Mitleid" und steht für ein Marienbild, in dem die Mutter Jesu den Leichnam ihres Sohnes auf dem Schoss hält. "Sein Film sei durchzogen von Leitbildern wie Aufopferung, Mitleid und Erlösung, die auf den Katholischen Glauben zurückgehen, der ihm selbst 'ein wenig' abhanden gekommen sei" sagte Kim im Interview mit einer italienischen Tageszeitung. Mitleid flackert in Pieta immer nur kurz auf - die Protagonisten können nicht aus ihrer Haut und die Erlösung im hier und jetzt ist nicht in Sicht. Da ist "Pieta" konsequent bis zum Ende.



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