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asianfilmweb • Filme • Postman Blues (JP 1997)
FILMEJP • POSTMAN BLUES
POSTMAN BLUES

     JAPAN 1997

CAST & CREW
REGIE Hiroyuki Tanaka
DARSTELLERShinichi Tsutsumi, Keisuke Horibe, Ren Osugi, Kyoko Toyama, Sei Hiraizumi, Yozaburo Ito, Atsushi Kondo-Konta, Akaji Maro, Hiroshi Shimizu

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Postman Blues

DeutschlandAsian Film Network • FSK 16 •
 1,85:1
 deutsch DD 5.1, japanisch DD 2.0
 deutsch
 Trailer

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
110 Minuten

FILMINHALT
Das Leben eines Postboten kann ganz schön frustrierend sein, diese Erfahrung muss auch Postmann Sawaki zur Genüge machen. Mit Anfang 30 haust er in einer winzigen Wohnung, ist unverheiratet, hat keine Freundin, anscheinend auch nicht viele Freunde und in seinem Kühlschrank ist mal wieder gähnende Leere angesagt. Zu allem Überfluss muss der etwas naiv wirkende Postbote auch noch irgendwelche Werbezettel ausliefern, die ohnehin niemanden zu interessieren scheinen, was dazu führt, dass Sawaki seine Tour bis spät Abends noch immer nicht beendet hat. Auf seiner Fahrt kommt er auch an der Wohnung seines alten Schulkameraden Noguchi vorbei, der mittlerweile als Yakuza seine Brötchen verdient. Erschreckt stellt Sawaki fest, dass er seinen Freund gerade bei dem Versuch gestört hat, sich seinen Finger abzuschneiden. Doch damit nicht genug, von den beiden unbeobachtet rollt der Finger in Sawakis Posttasche und noch dazu kommt Noguchi auf die Idee, seinem Kameraden ein Päckchen mit Drogen unterzujubeln. Was beide allerdings nicht ahnen: Noguchi wird von der Polizei überwacht, die sich von nun an auch an Sawakis Fersen heftet. Gelangweilt über sein eigenes Leben und begeistert von Noguchis spannendem Yakuza-Dasein öffnet und verteilt Sawaki, unter Alkoholeinfluss, die nicht ausgelieferte Post über den Boden seiner Wohnung. Dort entdeckt er den Brief eines Mädchens namens Keiko, das an Krebs leidet. Sawaki entschließt sich am nächsten morgen nach dem Mädchen zu suchen und ihr den Brief zu überbringen. Tatsächlich trifft er sie im Krankenhaus indem er auch dem ebenfalls todkranken Auftragskiller Joe begegnet. Sawaki freundet sich mit Joe an, dieser erzählt ihm von einem Hitman-Contest für den er versucht hat sich zu qualifizieren. Unterdessen fordert Noguchis Boss dessen Finger ein, der sich in der Wohnung des unwissenden Sawaki befindet und zwischen Sawaki und Keiko entwickelt sich eine zarte Romanze. Alles nicht so schlimm, könnte man denken, wenn da nicht die Polizei wäre, die dem harmlosen Postboten aufgrund seines Kontakts zu Noguchi und Joe vom Drogenkurier bis hin zum Terroristen einfach alles zutraut und ihn bald landesweit auf die Fahndungsliste setzt.

FILMREZENSION VON ALEXANDER KOSCHNY
Regisseur Sabu brennt in diesem Film ein wahres Feuerwerk an Ideen und schrägen Szenen ab. Ob nun der Hitman-Contest bei dem sich die besten Auftragskiller des Landes, stilecht mit Sonnenbrille und Trenchcoat, treffen um ein Preisgeld und ein Ticket für das internationale Turnier in Italien zu gewinnen oder der für die Verkehrspolizei arbeitende, ehemalige Olympiateilnehmer, der den Auftrag bekommt Sawaki mit dem Fahrrad zu rammen, Postman Blues strotzt nur so vor überdrehten Szenen und verrückten Einfällen, schräger Humor bis zum abwinken! Dazu kommt, dass Sabu in seinem zweiten Film auch ungewohnt romantische Töne anschlägt, die dem Film streckenweise etwas märchenhaftes verleihen. Wieder glänzt Shinichi Tsutsumi in der Hauptrolle, allerdings wird er in diesem Film beinahe noch von Ren Osugi übertroffen, der den alternden Killer Joe mit unglaublicher Coolness, aber auch ebenso unglaublicher Melancholie und Sensibilität verkörpert. Wenn er seine alte Spielzeugpistole, die er als Kind am Strand vergraben hatte, findet und sie weinend neben seinen Revolver hält, kann einem schon ein Kloß im Hals stecken bleiben. Horibe Keisuke, der als Noguchi das Trio komplettiert, kann da leider nicht ganz mithalten. Apropos Kloß im Hals, es ist unglaublich wie die verschiedenen Ereignisse zusammen laufen, Sawaki hat bis zum Ende hin keine Ahnung davon wie ihm eigentlich geschieht. Sein einziges Ziel ist es das Krankenhaus rechtzeitig zu erreichen, um seine Freundin zu treffen, doch die Polizei erwartet ihn bereits. Gänsehautfeeling kommt auf, als Joe und Noguchi plötzlich solidarisch auf ihren Fahrrädern neben Sawaki herfahren um sich zu stellen und das Schlimmste zu verhindern... Das Ende dieses Films, den man in erster Linie als Komödie bezeichnen könnte, ist hart, fast zu hart und verdammt traurig. Man hätte den Protagonisten ein Happy End gewünscht, aber Sabu konfrontiert den Zuschauer am Ende von Postman Blues mit der knallharten Realität, und vielleicht ist das auch ganz gut so.



USER-REZENSION VON CHRISTIAN_ZEBE
Ein langweiliger Film...

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7.9/10 bei 8 Stimmen. .
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