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asianfilmweb • Filme • Protégé (HK 2007)
FILMEHK • PROTéGé
PROTéGé

     HONG KONG 2007

CAST & CREW
REGIE Derek Yee
DARSTELLERAndy Lau, Daniel Wu, Zhang Jing Chu, Anita Yuen, Louis Koo, He Mei-Tian, Liu Kai Chi, Yee Tung-Shing, Yuen Bo
PRODUZENTPeter Chan
SCRIPT/BUCHDerek Yee, Go Sun, Lung Man Hong
CHOREOGRAPHIEChin Kar-Lok
MUSIKPeter Kam

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Protégé - Ehre ... Pflicht ...Verrat - Es gibt...

DeutschlandEurovideo • FSK 16 •
 2,35:1 anamorph
 deutsch DD 5.1
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 BLURAYProtégéHongkongDeltamac 
 DVDProtégéHongkongDeltamac 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
109 Minuten

FILMINHALT
Nick (Daniel Wu) ist als Undercover-Polizist in einen Drogenhändlerring eingeschleust worden. Über 8 lange Jahre konnte er das Vertrauen von Quin (Andy Lau) gewinnen, der der Kopf des Ringes ist. Dieser ist schwer krank und protegiert Nick als seinen Nachfolger. Gleichzeitig lernt Nick die drogenabhängige Fan (Zhang Jing Chu) kennen, die mit ihrer kleinen Tochter in seiner unmittelbaren Nachbarschaft lebt. Er fühlt sich zu ihr hingezogen, ohne zuerst um ihre Abhängigkeit zu wissen. Fan selbst versteckt sich vor ihrem ebenfalls drogenabhängigen Ehemann und schöpft durch Nick neue Hoffnung, ihrer Abhängigkeit entkommen zu können. Nick erlebt seinerseits durch Fan und ihre Tochter eine Art "normales Familienleben", nach dem er sich sehnt. Die Idylle bricht ein erstes Mal, als er Fans Drogenabhängigkeit entdeckt. Schlussendlich überredet er sie aber zu einer erneuten Therapie, die auch anzuschlagen scheint bis Fans Ehemann sie aufspürt, während Nick mit Quin geschäftlich unterwegs ist. Zuvor war Nick durch einen blöden Zufall in das Netz von Drogenfahndern gelangt, die ihn zwangen, die Drogenküche des Rings zu verraten. Nick kann sich und den Drogenkoch zwar retten, allerdings beginnt Quin ihm zu misstrauen. Auf einer Geschäftsreise nach Thailand kann Nick den Drogenhändler zwar von seiner Loyalität überzeugen und erhält dafür tiefere Einblicke in die Herstellung und Lieferwege des Heroins, er gerät aber auch in tiefe Bedrängnis, weil er sich immer stärker zwischen seiner Verbundenheit zu Quin und seiner Aufgabe als Polizist hin- und hergerissen fühlt. Letztendlich löst sich dieser Gefühlsknoten für Nick erst durch eine schicksalhafte Katastrophe.

FILMREZENSION VON MICHAEL FROST
Der Film war im Vorfeld mit viel Spannung erwartet worden und kann dieser - mit Einschränkungen - auch gerecht werden. Allein die Anfangssequenz, in der sich Fan einen Schuss setzt und ihre kleine Tochter die benutzte Spritze aus ihrem Arm zieht und in den Müll wirft, ist genial in Szene gesetzt und ein Statement zugleich. Auch irritieren die Farbgebung und die Special Effects (die schnell ziehenden Wolkenberge) zu Beginn des Films, kurzzeitig wähnt man sich sogar in einem Horrorfilm. Dieser Effekt wird noch mehrere Male aufgegriffen und wirkt im Zusammenspiel mit der einsetzenden Wirkung des Heroins bei Fan wie das Herannahen des Dämons - eine interessante Symbolik an dieser Stelle! Auch kann man Nicks Sehnsucht nach einer heilen Welt gut nachvollziehen, die er in seinem Zusammenleben mit Fan und ihrer Tochter zu finden versucht. Zwar ist diese Beziehung von Anfang an zum Scheitern verurteilt, letztlich ist es aber Fan und ihr Schicksal, die Nick auf dem rechten Weg zurückführen und seine Identitätskrise beenden. Erst so wird es ihm wieder möglich, Quin trotz der gemeinsamen Jahre zu verraten. Dieser wird übrigens von Andy Lau gut und vor allem nicht übertrieben dargestellt. Er gibt hier nicht den mordenden und cholerischen Triadenboss, sondern den Geschäftsmann, der versucht Beruf und Leben sorgsam zu trennen und sich mit stereotypischen Ausreden selbst ein gutes Gewissen macht. Er leidet an seiner Krankheit, er leidet an den Konflikten mit seiner pubertierenden Tochter und am Rückgang des Heroinkonsums zugunsten von synthetischen Drogen. Sein größtes Problem aber ist, dass sein berufsbedingtes Misstrauen ihn von allen anderen Menschen isoliert hat. Er hat ausser Nick, in den er alles setzt, keine Freunde. Daniel Wu spielt den Charakter des Nick solide, kann aber nicht mit Nick Cheungs Darstellung des Undercover-Polizisten Hoi in "On the Edge" konkurrieren. Seine innere Zerrissenheit wirkt dagegen viel zu brav, auch wenn Daniel Wu in den ruhigeren Szenen des Films mit seiner guten Mimik und Gestik zu glänzen weiss. Aber vielleicht war das Ganze vom Drehbuch her für ihn auch nicht besser angelegt. Im Mittelteil (der Thailandreise) fühlt man sich wie in einem Dokumentarfilm über die Gewinnung und Verarbeitung von Heroin. Das fand ich ein bisschen künstlich, die Zeit hätte man besser nutzen können. Zum Beispiel mit einer feineren Herausarbeitung der verschiedenen Charaktere und ihrer Konflikte, die zum Teil doch oberflächlich bzw. gewöhnlich bleiben. Der Film überschreitet die Hongkong übliche 90-Minuten-Marke und kann sich deshalb für einige ausgewählte Einstellungen auch wirklich einmal Zeit lassen, was ihm jedes Mal gut zu Gesicht steht. Ebenfalls eher unüblich für einen asiatischen Film ist das Ende, das mir sehr gefallen hat und einen Kreis zur Anfangssequenz schliesst. Spannend in Szene gesetzt war auch der Sturm auf die Drogenküche, in der es einmal so richtig zur Sache ging. Noch zu erwähnen bliebe, dass Anita Yuen während der Dreharbeiten wirklich schwanger und Zhang Jing Chu in der Rolle der Fan ein Gewinn war. Insgesamt ein guter Film, bei dem sich allerdings Licht und Schatten abwechseln.



USER-REZENSION VON ANDY LAU
Thriller mit Dramenattitüde, der schonunglos aufzeigt, was Drogen aus Menschen machen können, seien sie User oder Verkäufer. Emotionales HK-Kino, dass einem den Boden unter den Füßen wegzieht.

Eingeteilt ist der Film in zwei Handlungsstränge:

Zum einen wird die Geschichte eines Drogenbosses (Quin) erzählt und zum anderen die der abhängigen Fan (Zhang Jingchu): Hersteller und Konsument.
Dieses wird so arrangiert, dass sich diese beiden Parteien niemals begegnen. Nur über Nick gelangen sie indirekt in "Kontakt".

Schon zu Beginn des Films wird man mit schwerverdaulichen Eindrücken konfrontiert. So muss man z.B. mit ansehen, wie eine kleines Mädchen (Jing) ihrer Mutter (Fan) eine benutzte Spritze aus dem Arm zieht.
Daniel Wu s... [weiterlesen]

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7.4/10 bei 5 Stimmen. .
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