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asianfilmweb • Filme • Red Cliff: Part 2 (CN 2009) • Red Cliff: The Decisive Battle
FILMECN • RED CLIFF: PART 2
RED CLIFF: PART 2 •

     aka RED CLIFF: THE DECISIVE BATTLE
     CHINA 2009

CAST & CREW
REGIE John Woo
DARSTELLERTony Leung Chiu-Wai, Takeshi Kaneshiro, Chang Chen, Zhang Fengyi, Lin Chi-Ling, Shido Nakamura, Vicky Zhao Wei, Hou Yong, Hu Jun, Zhabu Basen, You Yong
PRODUZENTJohn Woo, Terence Chang, Han Sanping
SCRIPT/BUCHJohn Woo, Chan Khan, Kuo Cheng, Sheng Heyu, Luo Guanzhong
CHOREOGRAPHIECorey Yuen
MUSIKTarô Iwashiro

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Red Cliff

DeutschlandHighlight • FSK 16 •
 2,35:1 anamorph
 deutsch dts/DD 5.1, mandarin DD 5.1
 deutsch für Hörgeschädigte
 Interview mit John Woo (16 Min.), Blick hinter die...
WEITERE VÖ
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 DVDRed Cliff: Part 2HongkongMei Ah 
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WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
142 Minuten
Zweiter Teil des Red Cliff Epos von John Woo. Red Cliff: Part 1 ist hier besprochen.

FILMINHALT
Der Allianz von Liu Bei und Sun Quan (Chang Chen) steht nun eine direkte Konfrontation mit Cao Cao (Zhang Fengyi) und seiner zahlenmäßig hoch überlegenden Armee am Roten Felsen am Yangtse Fluss unmittelbar bevor. Während Zhou Yu (Tony Leung Chiu-Wai) und Zhuge Liang (Takeshi Kaneshiro) Vorbereitungen für die Schlacht treffen, muss Cao Cao die Erkrankung tausender Soldaten an Typhus feststellen. Diesen Nachteil zu einem Vorteil machend, schickt er die Verstorbenen auf Flößen in Richtung des Hafens am Roten Felsen. Noch bevor die Gefahr dort richtig eingeschätzt wird, breitet sich nun auch hier der Typhus rasend aus. Die Moral der Südländer scheint untergraben. Liu Bei entschließt sich angesichts der aussichtslosen Lage mit seinen Truppen heimzukehren, die Allianz aufzulösen und sich Cao Cao zu ergeben. Zhuge Liang bleibt, doch als Liu Beis Chefstratege muss auch er erkennen, dass nun alles für Cao Cao spricht. Um das Ruder noch zu wenden, treffen er und Zhou Yu eine Abmachung: Wenn es Zhuge Liang nicht gelingen sollte innerhalb von 3 Tagen 100.000 Pfeile zu erzeugen, oder wenn Zhou Yu scheitern sollte die beiden übergelaufenen Schiffskommandeure Cai Mao und Zhang Yun innerhalb dieses Zeitrahmens zu ermorden, so soll er von dem anderen geköpft werden. Indes plant Cao Cao einen großangelegten Angriff unter Einsatz von Feuer. Der konstante Nordwestwind spielt ihm da herrlich in die Karten. Zu allem Überfluss begibt sich nun Zhou Yuns schwangere Frau Xiao Qiao (Lin Chi-Ling) auf eigene Faust in die Fänge Cao Caos um ihn doch noch umzustimmen.

FILMREZENSION VON RICHARD REICHER
Nach dem Sehen von Red Cliff: Part 2 wird auch der letzte Kritiker überzeugt sein, dass John Woo die einzig richtige Entscheidung traf, als er sich entschied die legendäre Geschichte von der Schlacht um den Roten Felsen in zwei Teilen zu erzählen. Denn wie bereits im ersten Teil sind es bei dei all dem Bombast und der schier unglaublichen Größe, der unglaubliche Detailreichtum und die erstaunliche Präzision die diesen Film so sehenswert machen. Ein derart großes Epos um diese Geschichte aufzuziehen, wäre mit einer Lauflänge von 2 1/2 Stunden ganz einfach unmöglich gewesen. An dieser Stelle darf man also gespannt sein, wie es der internationalen, auf nur einen Film zusammengestümmelten Fassung, gelingen wird die gegebenen Elemente zu balancieren. Denn so abgekühlt und oft emotionslos der erste Teil auch gewirkt haben mag, war er doch der Grundstein für diesen zweiten, der die Geschichte nun in neue Höhen treibt. Selbst ohne den herrlich editierten Vorspann, der uns noch einmal einen Rückblick auf das bereits Geschehene gewährt, weiß man sofort die Charaktere zuzuordnen, ist mit ihrer Vergangenheit, ihren Zielen, Beweggründen und ihrer Situation vertraut. Die (viele meinen mal wieder Woo-typisch homoerotisch angehauchte) Freundschaft zwischen Zhou Yu und Zhuge Liang zum Beispiel würde ohne vorangegangene Erklärung wohl nicht funktionieren. Und so setzt Red Cliff: Part 2 dort an, wo Red Cliff: Part 1 geendet hat, führt dieselbe Erzählweise fort und baut sich zu einem unausweichlichen und heiß erwarteten Showdown auf. Dass der Film aber eben nicht bloß aus 2 Stunden purem Gemetzel und Showdown besteht, macht ihn umso sehenswerter. Gerade die Pattstellung zwischen den beiden Parteien nutzt Woo geschickt um uns die unterschiedlichen Ansichten und Methoden der beiden Seiten näher zu bringen. Beide Seiten schicken Spione, versuchen List, psychologische Kriegsführung, motivieren ihr Heer auf verschiedene Art, machen Vorhersagen angesichts der Zeichen von Mutter Natur und diskutieren verschiedenste Kriegstaktiken. Dieser Part bestimmt den Hauptteil des Films und ist zugleich sein Herzstück - die jeweiligen Szenen ergänzen sich wie ein perfektes Puzzle und sind derart meisterlich geschnitten und musikalisch untermalt sowie atmosphärisch durchzogen, dass sie schwerwiegende Emotionen transportieren - hier stimmt einfach alles. Und so wähnt man sich selbst bereits als Kriegsexperte, wenn man insgeheim die eine Variante der anderen vorzieht. Das große Finale strotzt dann nur so vor Explosionen, Krach und Krawall - Ästhetik gibt es, aber nur spärlich. Generell wird der Schrecken eines Krieges zwar aufregend aber doch abschreckend gezeigt. In der Tat ist dieser Film so epochal und mit Details gespickt, dass man das Gefühl nicht mehr loswird, alles was im Kriegs- und Schlachtengenre möglich ist, mit Red Cliff gesehen zu haben. Doch bei all der berechtigen Lobhudelei und der großen Freude über das gelungene Comeback John Woos, soll es auch nicht ganz an Kritik fehlen. Diese zielt vorwiegend auf die beiden weiblichen Hauptrollen. Denn während Zhao Wei einmal mehr eine ansprechende und zu tiefst sympathische Darstellung liefert, ist ihre Figur, vielmehr aber ihre Freundschaft zu einem verfeindeten und äußerst naiven Feldherrn, der (wie so oft in chinesischen Produktionen) eine Frau in Männerkleidung niemals als Frau erkennen würde, schrecklich unglaubwürdig. Auch wenn diese Szenen dem Riesenwerk Humor und Leichtfüßigkeit einhauchen, werden sie einem internationalen Publikum wohl eher weniger zumutbar sein und damit wohl der Schere zum Opfer fallen. Ärgerlicher in meinen Augen aber die so wichtige Rolle der Figur Xiao Qiaos. Denn auch wenn es an der Schönheit und Eleganz von Chinas Supermodel Lin Chi-ling nichts zu bemängeln gibt, so sieht sie besonders in diesem schauspielerisch hochstehenden zweiten Teil, gegenüber der renommierten Kollegen Tony Leung Chiu-Wai oder Zhang Fengyi äußerst blass aus. Darunter leidend vermittelt meiner Meinung nach auch das Herzschlagfinale am Ende, einen gewissen Qualitätsverlust. Die Produzenten wird diese Fehlbesetzung weniger kratzten. Sie lockten mit Red Cliff: Part 1 & 2 immerhin ein beachtliches Millionenpublikum in die Kinos und schufen ein faszinierendes Werk, dass weitere Kostümfilme dieser Art für die nächsten Jahre fast unnötig und unsinnig macht. Und so ist Red Cliff Pflichtstoff für alle Asiafilmfans und hoffentlich auch eine Visitenkarte für John Woo, in Sachen Finanzierung für geplante Projekte.



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8,1/10 bei 7 Stimme(n)
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