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asianfilmweb • Filme • Spring, Summer, Fall, Winter... And Spring (KR/DE 2003) • Frühling, Sommer, Herbst, Winter... und Frühling
FILMEKR/DE • SPRING, SUMMER, FALL, WINTER... AND SPRING
SPRING, SUMMER, FALL, WINTER... AND SPRING

     aka FRüHLING, SOMMER, HERBST, WINTER... UND FRüHLING
     KOREA/DEUTSCHLAND 2003

CAST & CREW
REGIE Kim Ki-Duk
DARSTELLEROh Yeong-Su, Kim Ki-Duk, Kim Young-Min, Seo Jae-Kyeong, Ha Yeo-Jin, Kim Jong-Ho, Kim Jung-Young, Ji Dae-Han, Choi Min, Park Ji-A, Song Min-Young
SCRIPT/BUCHKim Ki-Duk
MUSIKJi Bark

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Frühling, Sommer, Herbst, Winter... und Frühling

DeutschlandArthaus
 Arthaus Collection
1,85:1 anamorph · deutsch DD5.1,...
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 DVDFrühling, Sommer, Herbst, Winter...DeutschlandArthaus 
 DVDSpring, Summer, Fall, Winter......KoreaBitwin 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
103 Minuten

FILMINHALT
Ein altes Holztor öffnet sich, dahinter liegt ein friedlicher Bergsee. Im Hintergrund ein schwimmender Tempel, an dem ein altes Ruderboot angelegt hat. Es ist Frühling, der alte Baum am Tor steht in vollem Saft und die ganze Szene strotzt vor Leben und Frieden. Im schwimmenden Tempel lebt ein alter buddhistischer Mönch mit seinem Schüler, einem kleinen Jungen, der unbeschwert spielt. Und während die Jahre vergehen, lehrt der weise alte Mönch seinem Schüler die Weisheiten des Buddhismus und die Zusammenhänge des Lebens. Im Frühling steht die Unbeschwertheit der Kindheit im Vordergrund, wenn auch drohend überragt vom nicht mehr so unbeschwerten Jugendalter. Im Sommer lernt der junge Mönch die Liebe und die Leidenschaft in Gestalt einer jungen Frau kennen, die im Tempel Heilung von ihrer Krankheit sucht. " Aus Begierde erwachsen Mordgedanken", sagt der alte Mönch, als sein Schüler ihm die Liebe zu der jungen Frau und den damit einhergehenden Konflikt bekennt. Doch dies kann ihn nicht davon abhalten, den Hort des nur scheinbaren Friedens zu verlassen, um der jungen Liebe eine Zukunft zu geben. Der alte Mönch soll recht behalten, kehrt der ihm Anvertraute doch im Herbst seines Lebens zum Tempel zurück, der ebenfalls von herbstlichen Farben umgeben ist. Voller Verzweiflung und Qualen findet er nach dem Mord aus Eifersucht an seiner Frau durch des Meisters strenge Hand und seine Weisheit wieder ein "Ja" zum Leben. Als er als reifer Mann nach seiner Haft zum Kloster zurückkehrt, schließt er in Meditation und Busse für die Verfehlungen seines Lebens Frieden mit sich selbst und der Welt. Und als ihm eine junge, verschleierte Frau sein Säugling anvertraut, beginnt mit einem neuen Frühling der Kreislauf des Lebens aufs Neue.

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
In "The Isle" schon benutzte Kim Ki-Duk den See mit den Flossen als Metapher, bei "Frühling, Sommer..." trifft dies noch viel eher zu. Der junge und der alte Mönch, die sich völlig in die Einöde zurückgezogen haben um zu meditieren sind nur scheinbar im Frieden mit der Umwelt. Auch in die Einsamkeit des friedlich anmutenden Bergsees dringen Leiden und Schmerz, Liebe und Eifersucht und der Tod vor. Und der Film, der ganz im Stil des Regisseurs lange, ruhige Bilder und nur sehr wenige Dialoge vereint, besteht so am Ende aus einer Metapher auf das Leben gleicher Maßen wie er symbolisch für das buddhistische Rad des Lebens und Leidens steht. Die Darsteller glänzen wie gewohnt in souveräner Darstellung. Als gereifter Mönch im Winter seiner Lebens stellt Kim Ki-Duk selbst die Schlüsselfigur seines Filmes dar. Bei so viel Metaphorik ist dann auch nur schwer möglich, die "Moral" des Filmes herauszustellen, lässt doch die geradezu zelebrierte Symbolik der Bilder einen weiten Interpretationsspielraum für jeden einzelnen Zuschauer zu. Und gerade diese Freiheit in der extrem ausdrucksstarken, ruhigen Bildersprache und den bestechenden schauspielerischen Leistungen machen dann auch den besondern Reiz dieses Filmes aus.

FILMREZENSION VON LAGO
"Meine Absicht war es, Fröhlichkeit, Wut, Leid und Freude in unserem Leben im Laufe der vier Jahreszeiten und des Lebens eines Mönchs darzustellen, der in einem Tempel im Jusan See lebt, nur von der Natur umgeben. Die fünf Geschichten vom kindlichen Mönch, vom heranwachsenden Mönch, dem erwachsenen Mönch, dem älteren Mönch und dem alten Mönch spiegeln sich in den Bildern der einzelnen Jahreszeiten. Es geht um die Bedeutung der Reife in unserem Leben, wie wir uns entwickeln, um die Grausamkeit von Unschuld, das Besessensein von Begierden und den Schmerz mörderischer Intentionen." - Kim Ki-Duk. Das ist dem Regisseur Kim Ki-Duk wahrlich gelungen. Seine Filme sind anders, einzigartig, haben Botschaften, deuten Kritik, geben Sinn, sind emotional sehr ergreifend und stets einfach traumhaft inszeniert. Frühling, Sommer, Herbst, Winter... und Frühling macht da keine Ausnahme, setzt meiner Meinung sogar noch das I-Tüpfelchen oben drauf. Kaum ein anderer Film hat mich so sehr berührt und zum Nachdenken gebracht, wie dieser. Er zeigt, dass jeder Mensch gewisse Dinge lernen muss, auch wenn sie einem noch so schwer fallen. Manchmal muss man gar seine eigenen Erfahrungen machen, damit man diese Erkenntnis erhält. Kim Ki-Duk verpackt diese Lektionen und die Geschichte der beiden Mönche in die wundervollen Bildern der vier Jahreszeiten. Frühling, Sommer, Herbst, Winter... und Frühling ist ein Film, den man sehr unterschiedlich deuten kann. So wird er sicherlich nicht jedem gefallen, vor allem wohl denjenigen nicht, die nicht viel mit sehr dialogarmen und ruhigen Filmen anfangen können, abseits des Hollywood-Mainstreams. Überzeugte Filmliebhaber müssen dieses Meisterwerk Ki-Duks meiner Meinung nach gesehen haben!



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