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asianfilmweb • Filme • Stray Cat Rock: Sex Hunter (JP 1970)
FILMEJP • STRAY CAT ROCK: SEX HUNTER
STRAY CAT ROCK: SEX HUNTER

     JAPAN 1970

CAST & CREW
REGIE Yasuharu Hasebe
DARSTELLERMeiko Kaji, Rikiya Yasuoka, Tatsuya Fuji, Jiro Okazaki, Yuki Arikawa, Tomoko Aki, Yôko Takagi, Akemi Nara, Setsuko Minami, Mari Koiso, Mie Hanabusa, Nobuko Aoki

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Stray Cat Rock: Sex Hunter!

DeutschlandRapid Eye Movies • FSK 16 •
 2,35:1 anamorph
 japanisch DD 2.0
 deutsch
 Trailer, Faltposter, Postkarten

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
85 Minuten

FILMINHALT
Mako ist die Anführerin der Alleycats, einer reinen Mädchengang die die Straßen von Tokyo unsicher macht. Ihnen gegenüber stehen die Eagles, eine Gang von respektlosen Kerlen unter der Führung des ultracoolen Baron. Beide Banden halten sich mit Diebstählen und anderen Gaunereien über Wasser und genießen das Leben ansonsten in vollen Zügen mit Sex und Drogen in schummrigen Nachtclubs. Als eines Tages Mari, ein Mitglied der Alleycats, Barons rechte Hand Susumu abweist um mit ihrem Freund Ichiro zusammen zu sein, sieht Baron plötzlich rot. Der Grund: Ichiro ist ein Halbblut und zur Hälfte Afro-Amerikaner. Baron, der sich daran erinnert wie seine Schwester vor Jahren von Amerikanern vergewaltigt wurde, zettelt daraufhin einen fanatischen Kreuzzug gegen alle nicht reinrassigen Japaner der Stadt an. Da taucht plötzlich Kazuma auf, der ebenfalls zur Hälfte Amerikaner ist und in der Stadt seine Schwester Megumi sucht. Er stellt sich Baron entgegen und kommt zudem auch Mako näher, auf die Baron ebenfalls ein Auge geworfen hat.

FILMREZENSION VON ALEXANDER KOSCHNY
Die Stray Cat Rock Reihe war das Aushängeschild des "New Action" Labels der japanischen Nikkatsu Studios. Die Filme dieses Labels waren dafür bekannt weiter zu gehen, mutiger und auffallender zu sein, als man es im Allgemeinen gewohnt war. Fünf Filme wurden zwischen 1970 und 1971 produziert, wovon Sex Hunter der wohl bekannteste sein dürfte. Die Hauptrolle spielt auch hier wieder Meiko Kaji, die nur wenig später mit der Sasori Reihe sowie Lady Snowblood zur Königin des japanischen Exploitationkinos aufstieg. Sie verkörpert die kühle und unnahbare Anführerer der Girlgang mit Klasse und Stil. Neben ihr brilliert vor allem Tatsya Fuji als Baron mit cooler 70ies Sonnenbrille und lässig offenstehendem Hemd. Regisseur Yasuharu Hasabe legte ohnehin großen Wert auf offenkundige Coolness und stylische Bildsprache, wobei Style over Substance hier mehr als nur eine leere Phrase ist. Ob Split-Screens, Jump Cuts oder extreme Weitwinkelaufnahmen, Hasabe lässt nichts unversucht um seinem Film den nötigen Style zu verleihen. Auch die modische Kleidung der Darsteller sowie ultra-groovige 70ies Mucke tragen zum gelungenen Gesamtbild der Präsentation bei und verschaffen dem Film oftmals einen beinahe psychedelisch anmutenden Look. Weniger ausgewogen ist allerdings die Handlung. Es stecken viele Elemente in diesem Film, vielleicht zu viele. Hasabes Werk kann als Kommentar zu den Übergriffen der US-Amerikanischen Besatzungstruppen in Japan verstanden werden. Er zeigt die Zerissenheit einer jungen Generation von Japanern, zwischen Rassismus und Fremdenhass auf der einen und der Begeisterung für die amerikanische Popkultur auf der anderen Seite. Den Höhepunkt findet das Ganze dann auf einer "Rape-Party", bei der Mädchen gegen Bezahlung von Amerikanern vergewaltigt werden. Über diese negative Darstellung der Amerikaner kann man sicher geteilter Meinung sein, im Großen und Ganzen zielt Hasabes Kritik allerdings ins Leere und neutralisiert sich zuweilen sogar selbst. Die allgegenwärtige Gewalt findet im Übrigen größtenteils Offscreen statt. Ob nun Prügeleien oder sexuelle Übergriffe, die Kamera wendet sich meistens vom eigentlichen Geschehen ab, allerdings läuft der Film im Kopf des Betrachters weiter, da bedarf es keiner graphischen Darstellung der Gewalt. So lebt der Film vor allem von seinem Style und dem düster kompromisslosen Grundton. Die Story an sich hat nur wenig zu bieten und entwickelt sich zu behäbig, bis sie schließlich auf das überhastete und zudem reichlich unlogische Finale zusteuert. Den Sinn der letzten Szene kennt vermutlich nur Hasabe selbst, wenn überhaupt. Trotz dieser Schwächen ist Stray Cat Rock: Sex Hunter ein unterhaltsames, raues und vor allem unheimlich cooles Zeitzeugnis des japanischen Exploitation Kinos, an dem Genre Fans kaum vorbei kommen werden.



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