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asianfilmweb • Filme • Summer Wars (JP 2009)
FILMEJP • SUMMER WARS
SUMMER WARS •

     JAPAN 2009

CAST & CREW
REGIE Mamoru Hosoda
PRODUZENTTakuya Itô, Yuichiro Sato, Nozomu Takahashi, Takafumi Watanabe
SCRIPT/BUCHMamoru Hosoda, Satoko Okudera
MUSIKAkihiko Matsumoto

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Summer Wars

DeutschlandAV Visionen • FSK 12 •
 anamorph
 deutsch DD 5.1/DD 2.0, japanisch DD 5.1/DD 2.0,...
 deutsch, polnisch, italienisch
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 DVDSummer Wars - Deluxe EditionDeutschlandAV Visionen 
 BLURAYSummer WarsDeutschlandAV Visionen 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
114 Minuten

FILMINHALT
In einer nicht näher bezeichneten, nahen Zukunft ist das echte Leben eng mit der virtuellen Welt OZ verknüpft und die Grenzen zwischen der virtuellen Realität und dem alltäglichen Leben ausserhalb des Netzes verschwimmen mehr und mehr. Auch das Mathe-Genie Kenji bewegt sich selbstverständlich in OZ und macht sich einen Spass daraus, sich mit der Technik als Hacker zu messen indem er gemeinsam mit seinem Kumpel Systemfehler findet und sie behebt. Im echten Leben wird Kenji von seiner Schulkameradin Natsuki überredet, sie zum Geburtstag ihrer Grossmutter zu begleiten. Der sehr schüchterne Kenji sagt zu, ohne zu wissen worauf er sich eingelassen hat: Natsuki präsentiert ihn der Grossmutter, dem Oberhaupt einer geschichtsträchtigen Samurai-Familie als ihren Freund. Doch lange kann sich Kenji nicht über Natsukis Versuch, ihn für ihre familiären Erwartungen zu missbrauchen, ärgern. Als er unwissend den Zugangscode zu OZ knackt, geht in der Realität plötzlich alles drunter und drüber: Eine künstliche Intelligenz hat das Steuer übernommen und stiftet mit den gestohlenen Identitäten Chaos. Der Verkehr bricht zusammen, die öffentliche Ordnung und Sicherheit ist in Gefahr. Kenji holt mit einem Teil von Natsukis Familie zu Gegenschlag aus. Doch eine erste Konfrontation mit der virtuellen Intelligenz "Love Machine" verläuft ernüchternd. Und der Gegner vereinnahmt immer mehr Avatare und seine Macht wächst. Nur in einer schier unmöglichen, gemeinsamen Kraftanstrengung scheint noch ein letzter Funke Hoffnung zu bestehen, dem absoluten Chaos zu entgehen, denn schon hat sich "Love Machine" angeschickt, einen Satelliten auf das Haus stürzen zu lassen...

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
Auch wenn "Summer Wars" mit seinem Versuch, das Genre Science-Fiction-Thriller mit einer Familienkomödie zu verknüpfen, mitunter etwas den Eindruck vermittelt, sich nicht auf eine Richtung festlegen zu wollen, halte ich den Film nicht nur für optisch toll gemacht, sondern vor allem für gesellschaftlich hochaktuell und relevant. Im letzten Monat wurde das Playstation-Netzwerk gehackt, die Internet-Giganten Facebook und Google kämpfen um die Vormachtstellung im Netz und gehen dabei nicht zimperlich miteinander um. Dabei sind schon heute die Identitäten, die in den Netzwerken agieren, der wertvollste Besitz dieser Konzerne und das sollten deutlich mehr Menschen wesentlich kritischer betrachten, als es der Fall ist. Wohin und wie weit wird der Einfluss des Netzes in der nahen Zukunft gehen? Es wird so weit gehen, wie wir es zulassen und es wird in diesem Kontext immer Einflussgrössen geben, die umso mehr profitieren, je grösser der Einfluss sein wird. Sicherlich ist "Summer Wars" immer noch eine fiktive Erzählung, eine Dystopie, die auch unterhalten soll und vielleicht gestehe ich dem Werk des Madhouse Animationsstudios mit meiner Verknüpfung zu aktuellen Geschehnissen mehr Anspruch zu, als die Macher damit ausdrücken wollten. In Japan sind Anime in allen gesellschaftlichen Schichten und Altersklassen als "normale Unterhaltung" etabliert, Mangas sind in erster Linie ein Massen-Unterhaltungs-Medium, das die langen Wege in der U-Bahn kürzer erscheinen lassen sollen. Dennoch ist das Szenario nicht so weit hergeholt wie Raumschiffe und Laserschwerter. Formal beeindruckt vor allem das optische Gegengewicht der beiden alternativen Realitäten, OZ wird computeranimiert, die reale Welt handanimiert dargestellt. OZ ist stilistisch knallbunt und artifiziell wie ein Computerspiel gehalten, quasi "Second Life im Manga-Stil" und fasziniert vor allem in der Art, wie die Avatare interagieren und wie "Love Machines" Übergriffe in die realen Welt von OZ aus dargestellt werden. Das echte Japan ist das Japan von heute, eingefangen in einem klassischen und wenig verfremdeten Anime-Stil, der beispielsweise auch im letzten Film des Studios, "Das Mädchen, das durch die Zeit sprang" Anwendung fand. Wo virtuelle und reelle Welt sich gut ergänzen, kann man darüber wie schon angedeutet bei der Verknüpfung der Genres streiten. Meiner Meinung nach hätten der Virtual-Reality-Thematik weniger komische Elemente gut getan, obwohl diese durchaus unterhaltsam sind und den Film etwas auflockern. Das Ende ist für meinen Geschmack zudem eine Spur zu zuckersüss, aber hier mag man wohl auch wirtschaftliche Interessen ans Mainstreamkino in Japan gemacht haben, was ja nicht grundsätzlich verwerflich ist. Beim "Mädchen, das durch die Zeit sprang" war die Genre-Verknüpfung dennoch besser gelungen, vor allem die Liebesgeschichte passte dort irgendwie besser rein, zumal der Film etwas kürzer wohl noch etwas flüssiger gewirkt hätte. Alles in allem schafft es "Summer Wars" aber, eine ernste Thematik leichtfüssig und charmant zu präsentieren. Wie auch das thematisch in eine ähnliche Richtung gehende Vorgängerwerk des Studios hat "Summer Wars" zahlreiche nationale und internationale Animationsfilmpreise gewonnen und Regisseur Hosoda und sein Team endgültig in die Topliga des japanischen Anime katapultiert.



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