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asianfilmweb • Filme • Swallowtail Butterfly (JP 1996) • Yentown · Swallowtail · Swallowtail & Butterfly
FILMEJP • SWALLOWTAIL BUTTERFLY
SWALLOWTAIL BUTTERFLY

     aka YENTOWN · SWALLOWTAIL · SWALLOWTAIL & BUTTERFLY
     JAPAN 1996

CAST & CREW
REGIE Shunji Iwai
DARSTELLERChara, Ayumi Ito, Hiroshi Mikami, Yosuke Eguchi, Andy Hui Chi-On, Atsuro Watabe, Tomoko Yamaguchi, Nene Otsuka, Kaori Momoi, Mickey Curtis

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD INTRO-Edition Asien #17: Yentown - Swallowtail...

DeutschlandRapid Eye Movies • FSK 16 •
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WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
148 Minuten

FILMINHALT
"Vor einiger Zeit war der Yen die stärkste Kraft weltweit. Die Menschen strömten nach Tokyo, welches sie Yentown nannten, um Geld zu verdienen und als reiche Leute in die Heimat zurückzukehren. Die Japaner nannten diese Randexistenzen verächtlich Yentowns. Dieser Film erzählt die Geschichte von Yentowns in Yentown." Mit diesem Worten beginnt Swallowtail Butterfly, ein Film der außerhalb Japans kaum Beachtung fand, mit dem Regisseur Shunji Iwai aber einen Kultfilm und potentiellen Kassenschlager in Japan schuf. Iwai zeigt uns hier ein fiktives Tokyo, eine heruntergekommene, feindliche Umgebung in der sich Immigranten aus aller Welt mehr schlecht als recht durchschlagen. Im Mittelpunkt steht die Prostituierte Glico, deren Leben sich ändert als sie sich plötzlich um ein chinesisches Waisenmädchen kümmern muss. Sie gibt dem wortkargen Mädchen den Namen "Ageha", japanisch für Schmetterling. Der Film schildert Agehas Weg von einer Raupe zum Schmetterling, der bei beiden Frauen durch eine Tätowierung auf der Brust symbolisiert wird. Als sich eines Tages ein Freier Glicos an Ageha vergreifen will und von einem Bekannten der beiden durch das Fenster im zweiten Stock auf den Boden der Tatsachen befördert wird und zudem noch von einem Müllwagen überfahren wird, nimmt das Abenteuer seinen Lauf... Als Glico und ihre Freunde die Leiche außerhalb der Stadt verbuddeln wollen, entdecken sie in ihrem Inneren ein Tape mit einer Aufnahme des Sinatra Klassikers "My Way", das sich gleichzeitig auch vom Computer als Anleitung zur Vervielfältigung von 10.000 Yen-Noten lesen lässt. Glicos Freund Feihong gründet mit dem Geld einen Club und verpflichtet eine Band, die Glico, begeistert von ihrem Gesangstalent, kurzerhand als Sängerin aufnehmen. Doch schon bald ist ein Majorlabel an der talentierten Sängerin interessiert, die sich dazu drängen lässt die japanische Staatsbürgerschaft anzunehmen und damit quasi ihre Seele verkauft. Auch Feihongs und Agehas Leben gerät aus der Bahn, das Geld zerstört die Freundschaft und hinzu kommt, dass Glicos Bruder, der mittlerweile zu einem gefürchteten Yakuza-Boss avancierte, ebenfalls an dem Tape interessiert ist...

FILMREZENSION VON ALEXANDER KOSCHNY
Es ist nicht leicht die Story hinter Swallowtail Butterfly zusammenzufassen, diese gestaltet sich nämlich als unglaublich vielschichtig und facettenreich. Mit wackeliger Handkamera und düsteren Bildern inszenierte Iwai ein schmuddeliges, avantgardistisches Großstadtmärchen, das durch seine innere Schönheit glänzt. Dabei schreckt der Regisseur auch nicht vor der Darstellung harscher Gewalt zurück. Man kann Swallowtail Butterfly in erster Linie als Popart-Drama bezeichnen, ein Film mit der Ästhetik eines Videoclips und mit Bösewichten die aussehen, als wären sie direkt aus einem Anime gebeamt worden. Raubeinige Großstadtritter sind hier die Hauptakteure, das Konzept des klassischen Piccero-Roman wird hier aufgegriffen, in dem sich Kleinkrimelle abseits der Gesellschaft, aber auch auf Kosten der selbigen, durchs Leben kämpfen. Ein Film voller Poesie und Symbolkraft, der eine Geschichte von Hoffnungen und Träumen, Aufstieg und Fall erzählt. Mit Chara, einer der erfolgreichsten Sängerinnen Japans und Hiroshi Mikami konnten zwei hochkarätige Darsteller verpflichtet werden, aber auch Neuentdeckung Ayumi Ito als Ageha macht ihre Sache ganz hervorragend. Auch für den Soundtrack, der sich vor großen Hollywoodproduktionen nicht zu verstecken braucht, war Chara zusammen mit dem renomierten Komponisten Takeshi Kobayashi verantwortlich. Der Erfolg der Yentown Band aus dem Film, setzte sich somit auch in den japanischen Charts fort. Der Film spricht in erster Linie ein junges (japanisches) Publikum an, das im Zeitalter von Videoclips, Computerspielen und Animes aufwuchs. Gerade durch die abwechselnde Verwendung von drei Sprachen (Japanisch, Chinesisch, Englisch) gewinnt der Film aber auch an multikulturellem Einfluss und ist ein Muss für alle Fans des jungen, japanischen Kinos.



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