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asianfilmweb • Filme • Tokyo Drifter (JP 1966) • The Man From Tokyo
FILMEJP • TOKYO DRIFTER
TOKYO DRIFTER

     aka THE MAN FROM TOKYO
     JAPAN 1966

CAST & CREW
REGIE Seijun Suzuki
DARSTELLERTetsuya Watari, Chieko Matsubara, Hideaki Nitani, Ryuji Kita, Tsuyoshi Yoshida, Hideaki Esumi, Tamio Kawaji, Eiji Go

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Tokyo Drifter

DeutschlandRapid Eye Movies
 2,35:1 anamorph · japanisch DD2.0 · deutsche...

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
83 Minuten

FILMINHALT
Der alte Yakuza-Boss Kurata ist endgültig aus den schmutzigen Geschäften ausgestiegen und versucht sich als ehrlicher Geschäftsmann. Seine ehemalige rechte Hand und Protegé, der junge Tetsu (Tetsuya Watari), steht ihm weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Doch das Leben von ehrlicher Arbeit ist nicht leicht und als Kuratas alter Feind Otsuka durch einen Trick in den Besitz des Hochhauses des verschuldeten Kurata gerät geraten die Dinge ausser Kontrolle und Tetsu ist gezwungen unterzutauchen. Immer auf der Flucht als quasi Herrenloser Samurai, ist er Otsukas Häschern immer nur einen Schritt voraus. Auf seiner Flucht lernt er Kenji (Hideaki Natani) kennen, der in einer ähnlichen Situation wie er selbst steckt, entgegen ihm aber scheinbar seine Ideale verloren hat. Dieser hilft ihm mehr als einmal aus der Patsche, auch als Otsuka und Kurata eine Abmachung getroffen zu haben scheinen, die vorsieht, dass Tetsu als Auslöser des ganzen Übels beseitigt werden soll. Doch Tetsu ist seinem Boss loyal...

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
"Tokyo Drifter" ist ein Nippon Klassiker mehr, der von dem Kölner Label "rem" im Frühjahr 2006 neu aufgelegt wurde. Und tatsächlich ist der Film zweifellos eine Ausnahmeerscheinung im japanischen Kino der späten 60er Jahre. Zu dieser Zeit dominierten Yakuzafilme als Massenware die Filmlandschaft Japans. Doch Regisseur Suzuki experimentierte nicht nur formal mit dem Film, sondern schaffte es auch, einen melancholischen Blick auf die Untergegangene Samurai-Ära zu werfen. Die Rolle des jungen Ganoven Tetsu ist nicht wesentlich anders angelegt als die eines Samurais, der aus Loyalität seinem Fürsten gegenüber in Schwierigkeiten gerät und die Wanderschaft als einsamer Vagabund schweigend erträgt. Besonders treffend wird dieses Pflichtgefühl dargestellt in der Szene, in der Kenji, ein ebenfalls entlassener Yakuza aus einem ehemals verfeindeten Clan, über das Leben eines Vagabunden verbittert sinniert und ihn Tetsu darauf als "ehrlos" beschimpft. Neben den klassischen Themen wie Loyalität und Ehre ist "Tokyo Drifter" aber noch viel mehr. In einer völlig überzeichneten Szene in einem Saloon spielt Suzuki mit dem Genre des Western, in der Cowboys und Bargirls als primitive und ehrlose Halbaffen dargestellt sind. Formal ist der Film ebenfalls typisch für die in den späten 60er Jahren aufgekommene Experimentierfreudigkeit, der das Kino heute etliche nicht mehr wegzudenkende Stilmittel verdankt. Da sind bunte 60er Jahre Requisiten zu sehen, die fast schon wie eine Parodie auf die eigene Zeit wirken. Schnelle Schnitte und ausgewählte, stilisierte Schauplätze machen den Film zu einem optischen Appetithappen. Ähnliches hatte 2 Jahre später Blake Edwards in seinem Klassiker "Der Partyschreck" versucht, der ebenfalls als filmisch-experimentelle Ästhetikstudie dieser Ära gilt. So kann man "Tokyo Drifter" sowohl vom Inhalt als auch vom Ausdruck als ein gelungenes Werk bezeichnen, das seiner Zeit weit voraus gewesen sein dürfte und stilbildend war. Auch wenn es inzwischen ein etwas überstrapazierter Vergleich sein dürfte: Auch in "Tokyo Drifter" finden sich Elemente, die Quentin Tarantino in "Kill Bill" als eine Hommage an das asiatische Kino aufgriff.



USER-REZENSION VON CHRISTIAN_ZEBE
Ein Nippon Klassiker !
Sogar mit Blut und Schuss !

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USER-WERTUNGEN

7,2/10 bei 5 Stimme(n)
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