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asianfilmweb • Filme • Winter Days (JP 2003)
FILMEJP • WINTER DAYS
WINTER DAYS •

     JAPAN 2003

CAST & CREW
REGIE Kihachiro Kawamoto
PRODUZENTTatsuo Shimamura
SCRIPT/BUCHBashô Matsuo
MUSIKShinichirô Ikebe

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
105 Minuten

FILMINHALT
"Winter Days" ist ein wahres Meisterwerk der Innovation und Kreativität. Nicht, weil es sich um einen Film mit einer besonders tollen Handlung handelt, sondern weil es ein Meisterwerk der Form ist. Basis des ganzen Film ist ein sogenanntes Renku Gedicht. Wie vieles in Japan handelt es sich hier nicht einfach nur um ein Gedicht, sondern um eine Art meditatives Erlebnis. Zu einem Renku versammelt sich eine Gruppe Dichter und dichtet nach einem bestimmten Schema ein Gedicht aus aneinander gereihten 17-silbigen Haiku Gedichten. Bei dieser Art des Dichtens liegt die Besonderheit daran, dass mehrere Künstler ein Gesamtkunstwerk aus individuell geprägten Haikus erstellen und so in ihrer Indivudalität eine Einheit schaffen.

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
Diese Idee griff der Regisseur Kihachiro Kawamoto auf und entwickelte sie weiter, indem er sich die künstlerischen Ausdrucksformen des Films zu eigen macht. Dem Projekt liegt das Renku "Winter Days" des berühmten Dichters Basho aus dem 17. Jahrhundert zugrunde. Jeder einzelne der 35 Haikus wurde nun wiederum von je einem zeitgenössischen Künstler in seinem im eigenen Stil und Kunstform interpretiert. Das Ergebnis ist ein Film, der aus 35 Kurzfilmen besteht. 35 Filmen aus Comiczeichnungen, Puppentheater, computeranimierten Trickfilmsequenzen, Pastellbildern und fast jeder anderen erdenklichen Art des bildhaften Ausdrucks. So gesehen ist "Winter Days" wie schon erwähnt vor allem ein Meisterwerk der Form und absolute Pflichtlektüre für jeden Liebhaber sowohl von Lyrik als auch bildender Kunst wie Animationsfilmen und verwandten Genres. Die 35 zum Teil weltberühmten Künstler schaffen es unter der Leitung von Kawamoto die 3 Kunstformen Bild, Wort und Film in einer nie vorher dagewesenen und äußerst beeindruckenden Art und Weise in harmonischen Einklang zu bringen. Sicherlich ist "Winter Days" nicht ein gewöhnlicher Film, sondern eher ein filmischer Ausflug in die Kunst. Dieser Anspruch wird auch gut eingefangen vom zweiten Teil des Films, der in einer Dokumentation die Entstehung und Interpretation der einzelnen Filmsequenzen in einer Art "Making of" mit Interviews und Beschreibung der einzelnen Kunsttechniken dokumentiert. Alles in allem ist "Winter Days" ein hochinnovatives und formal bestechendes Konglomerat aus den Kunstformen Film, Literatur und bildender Kunst. Leider nicht ein Film für jedermann, sondern eher ein Juwel für Leute, die sich intensiver für eines dieser Themen interessieren.



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