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asianfilmweb • Filme • Wo Hu (HK 2006)
FILMEHK • WO HU
WO HU

     HONG KONG 2006

CAST & CREW
REGIE Marco Mak
DARSTELLEREric Tsang, Francis Ng, Jordan Chan, Shawn Yue, Miu Kiu-Wai, Sonija Kwok, Nie Yuan, Julian Cheung Chi-Lam, Yueh Hua, Kenny Wong, Patrick Tang, Timmy Hung, Qin Hailu, Joe Cheung Tung-Cho

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Wo Hu

HongkongJoy Sales
 2 DVDs
1,85:1 anamorph · kantonesisch dts/DD5.1,...

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
101 Minuten

FILMINHALT
Ab Mitternacht übernehmen die gefürchteten Triaden das Kommando in den Hongkonger Bezirken Tuen Mun, Tsuen Wan, Tsim Sha Tsui und Mong Kok. Eine Infiltrierungsaktion der Polizei zeigt kaum Erfolge. Bei nur wenigen dutzend verdeckten Ermittlern, ist die Chance geringer als 1/3, dass einer von ihnen je einen der Bosse erreichen wird. Superintendent Wai (Miu Kiu-Wai), der das Leben als Undercover-Agent selbst gut kennt, sieht die einzige Chance darin, mindestens 500 oder gar 1000 verdeckt arbeitende Polizisten in das Triadennetzwerk einzuschleusen. Gesagt - getan. Drei Jahre später soll die Falle "lauernder Tiger" zuschnappen und die Triadenhierarchie ineinander zusammenfallen lassen wie ein Kartenhaus. Den Anfang macht Eric, der in Verbindung mit der Polizei steht. Er lässt Chuen, ein kleines Mitglied der Gangsterorganisation, auffliegen, wodurch sich dieser im Knast wiederfindet. Dieser Versuch dadurch Misstrauen in der Triadengesellschaft zu stiften scheitert jedoch, da der Spitzel nicht unerkannt blieb. Ein von Jim (Eric Tsang) herangezogener Killer (Shawn Yue) räumt den Verräter aus dem Weg. Der im Wettgeschäft tätige Jim gilt als der zweite starke Mann in der Familie. Sein Rat, die Stadt zu seiner eigenen Sicherheit zu verlassen, ist also Gebet für Tommy, nachdem dessen illegale Drogengeschäfte auffliegen. Tommy traut dem gutherzig scheinenden Jim jedoch nicht, da er glaubt er würde von ihm ausgebeutet werden. Als er Tage später von Dee, dem Sohn eines gewichtigen Gangsterbosses in einem Hongkonger Lokal gesehen wird, entschließt er sich diesen zu vergiften um nicht aufzufliegen. Walter (Francis Ng), der Vater des vergifteten und nun schwer behinderten Jungen, schwört fürchterliche Rache. Derweilen spürt der oberste Boss (Yueh Hua), wie Jims Ansehen unter den Männern zusehends steigt und fürchtet sein Amt bei der nächsten Wahl an diesen abtreten zu müssen. Er schickt jemanden um ihn töten zu lassen. Zur selben Zeit kann Jims Fußsoldat, der das Attentat auf Eric verübte, die Stadt nicht verlassen und vermutet, dass Jim ihn ans Messer liefern möchte. Bald drohen sich die Ereignisse zu überschlagen und Inspektor Wais Plan scheint aufzugehen.

FILMREZENSION VON RICHARD REICHER
Schon wieder ein Film der auf der Infernal Affairs-Welle mitreiten möchte, könnte man meinen. Doch wer so denkt, irrt. Zwar scheut "Wo Hu" nicht davor schon einmal Anspielungen zu machen, ist jedoch ein eigenständiges Projekt, dessen Macher sich ihre eigenen Gedanken gemacht haben und einen Film schufen, der wenn überhaupt und dann nur zeitweise, ob seiner oft humoristischen Herangehensweise, an "Jiang Hu: Triad Zone" erinnert. Weder besitzt der Film spektakulär inszenierte Schießereien wie der fabelhafte "Exiled", oder ist spannungsgeladen wie der nihilistische "Dog Bite Dog", auch zeigt er keine ähnlich starken Bilder wie der weinerliche "Confession of Pain", dafür definiert er sich durch einige lustige und so manche überraschend geistreiche Momente. Wenn Jordan Chan als halbstarker Trottel völlig überfordert mit seiner Aufgabe, Männer für die Bosse zu rekrutieren, fast in Tränen ausbricht, gleicht das einem verschmitzten Augenzwinkern in Richtung Publikum. Einmal wagt man sogar "Election" zu zitieren. Überhaupt strotzt "Wo Hu" nur so vor schwarzem Humor, der den eigentlichen Motor dieses Films ausmacht und ihn immer dann wieder in die Gänge bringt wenn er langsam einzuschlafen droht. Auf der anderen Seite ist "Wo Hu" tiefgründiger als man annehmen möchte. Manche Szenen werden von einer gewissen Spannung getragen, dass man meinen könnte sie entstammen einem anderen Film. Zwar spielen Eric Tsang und Francis Ng wieder einmal in einer eigenen Liga, doch vertragen sich die galgenhumoristischen Nuancen nicht immer mit den darauf folgenden ruhigen und ernst gemeinten Passagen. Mit der zusätzlich angehängten Lovestory will man sich zunächst auch nicht anfreunden, doch schaffen es die beiden involvierten Darsteller schließlich das Ruder herumzureißen und ihre gemeinsamen Szenen ins rechte Licht zu rücken. Was dem Film sicher schadet, sind aber die vielen kleinen Charaktere. Zwar sind diese für die Geschichte notwendig, strapazieren aber die Aufmerksamkeit der Zuseher, welche aufgrund oftmals fehlender Spannung wahrscheinlich erst beim zweiten Sehen gegeben ist. Die Grundidee des Films dreht sich wieder einmal um die Frage wie man einen guten Menschen definiert und wo man die Grenze zwischen gut und böse zieht. Triade zu sein ist eine Art Beruf und irgendwie muss man sich schließlich sein Geld verdienen. Dazu sind die Triaden ein fester Bestandteil der ehemaligen Kronkolonie und wohl so mächtig, dass sie sich höchstens selbst auslöschen können. Ein Statement dass Marco Mak, mit der Rolle des von Miu Kiu-Wai gespielten, überaus hilflos scheinenden Kommissars noch unterstreicht. "Wo Hu" ist kein herausragender Film, jedoch ein guter und oftmals amüsanter, der wiederum einen anderen und durchaus willkommenen Zugang zum Triadengenre bietet.



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