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asianfilmweb • Filme • Zatoichi Meets The One Armed Swordsman (JP 1971)
FILMEJP • ZATOICHI MEETS THE ONE ARMED SWORDSMAN
ZATOICHI MEETS THE ONE ARMED SWORDSMAN

     JAPAN 1971

CAST & CREW
REGIE Kimiyoshi Yasuda
DARSTELLERShintarô Katsu, Jimmy Wang Yu, Watako Hamaki, Michie Terada, Koji Nambara, Koji Minawara, Toru Abe, Shirô Itô, Jun Katsumura, Kanae Kobayashi, Chang Yi

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Zatoichi Meets The One Armed Swordsman

DeutschlandRapid Eye Movies • FSK 16 •
 2,35:1 anamorph
 japanisch DD 2.0
 deutsch
 Trailer

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
94 Minuten

FILMINHALT
Der einarmige chinesische Schwertkämpfer Wang Kang reist nach Japan, wo er sich auf die Suche nach dem Fukuruyu-ji Tempel machen will, um ein neues Leben abseits des Schlachtfelds zu beginnen. Er trifft auf eine chinesische Familie, die ihm anbietet, ihn auf dem Weg zum Tempel zu begleiten. Als die Gruppe mit anderen Reisenden am nächsten Morgen loszieht, stören sie einen Zug des Kaisers und werden von den Samurai wahllos niedergemetzelt, einzig der kleine Sohn der Familie überlebt. Wang Kang kann einige der Angreifer zurückschlagen, bis er schließlich flüchtet. Hier kommt Zatoichi ins Spiel. Der legendäre blinde Masseur mit der schnellen Klinge findet den Jungen und kümmert sich um ihn, bis die beiden schließlich Wang Kang wieder begegnen. Die Gruppe beschließt sich gemeinsam zum Tempel aufzumachen. Da Zatoichi und Wang Kang der Sprache des anderen nicht mächtig sind, fungiert der Junge, der mandarin sowie gebrochen japanisch spricht, als Übersetzer zwischen den beiden. Als jedoch ein hohes Kopfgeld auf Wang Kang ausgesetzt wird, wächst in ihm zunehmend das Misstrauen gegenüber Zatoichi. Nicht ahnend, dass beide Opfer einer Intrige sind, stehen sie sich schließlich in einem unvermeidbaren Kampf gegenüber.

FILMREZENSION VON ALEXANDER KOSCHNY
"Zatoichi meets the One Armed Swordsman" steht ganz unter dem Motto "Lost in Translationen". Zwei legendäre Schwertkämpfer zweier unterschiedlicher Kulturen treffen in diesem 22. Film der Zatoichi Reihe aufeinanander. Regisseur Kimiyoshi Yasuda drehte einen Film über Verrat und Missverständnisse, in dem er seine beiden Akteure zu Spielbällen zwischen den Mächten werden lässt. Das bietet den Vorteil, dass es hier nicht zum Duell Gut gegen Böse im klassischen Sinn kommt, die Sympathien werden gleichmäßig verteilt. Political Correctness, würde man das heute nennen. Zu Beginn wird die Sprachbarriere zwischen den beiden Kämpfern noch humorvoll veranschaulicht, so verwechselt Zatoichi das chinesische Wort Sheshe für Danke mit dem japanischen Begiff Sha-sha, der für fließendes Wasser steht und bietet Wang Kang deshalb etwas zu trinken an. Diese fehlende Kommunikation führt allerdings dazu, dass die Atmosphäre zwischen den beiden mehr und mehr vergiftet wird, bis der Showdown auf dem Schlachtfeld unausweichlich scheint. Nun lässt sich vieles in die Handlung des Films hineininterpretieren, über das Verhältnis Japans zu China oder die Tatsache, dass Krieg oft aufgrund mangelnder Kommunikation zwischen den Parteien entsteht. Vordergründig bleibt "Zatoichi meets the One Armed Swordsman" allerdings ein Actionfilm, in dem es um das Aufeinandertreffen zweier Schwertvirtuosen geht, die ihr Handicap zur Tugend machen. In der Rolle des Zatoichi ist wie gewohnt der mittlerweile verstorbene Shintaro Katsu zu sehen, der den blinden Masseur in allen 26 ursprünglichen Filmen der Reihe verkörperte. Ihm gegenüber steht der chinesische Martial Arts Star Jimmy Wang Yu (u. a. Master of the Flying Guillotine), der das chinesische Kino in den 70er Jahren auch als Regisseur, Produzent und Drehbuchautor entscheidend mitprägte. Während Wang Yu allerdings das Idealbild des trainierten Fighters verkörpert, ist der untersetzt wirkende Shintaro Katsu weit entfernt von dieser Vorstellung. Gerade das macht ihn allerdings zum Sympathieträger, der trotz seines Äußerem auch bei den Frauen gut ankommt, was hier in einem kleinen Subplot deutlich wird. Das Duell der beiden Kontrahenten ist ansprechend choreographiert und von Isaashi Tomita mit treibender Musik unterlegt. Auch in den größeren Schlachten, in denen sich Zatoichi und Wang Kang einer ganzen Horde von Angreifern entgegen stellen, verliert Yasuda kaum den Überblick und liefert temporeiche Klingenduelle. Allerdings ist Zatoichi meets the One Armed Swordsman mit seinen 95 Minuten ein wenig zu lang und handlungslastig geraten. Das wäre nicht so schlimm, gäbe es da nicht diverse Szenen die Zatoichi beispielsweise beim Glückspiel in einem Gasthaus zeigen, in denen buchstäblich überhaupt nichts passiert. Auch einige Dialogszenen erscheinen entsprechend belanglos. Eine etwas straffere Inszenierung hätte dem Film durchaus gut getan, so muss man sich als Zuschauer auf einen etwas zu langatmig geratenen Plot einstellen, von dem Action und Martial Arts Puristen vermutlich nicht gerade beigeistert sein werden. Als Actionfeuerwerk kann man den Film somit kaum bezeichnen, dennoch können sich die teils recht blutigen Kämpfe sehen lassen und vor allem der grandios aufspielende Shintaro Katsu schafft es über einige Längen der Handlung hinweg zu trösten. So gehört "Zatoichi meets the One Armed Swordsman" unterm Strich trotz einiger Schwächen zu den Klassikern, die sich eigentlich in jeder Asia-Filmsammlung gut machen.



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