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asianfilmweb • News-Blog
NEWS-BLOG

12.08.2019 @ 12:03 von (jr) • Kommentar erstellen
SONSTIGES
33. FANTASY FILMFEST - Das komplette Programm

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vom 04. - 29. September macht das Fantasy Filmfest in seiner mittlerweile 33. Ausführung wieder eine Reise durch Kinos in ganz Deutschland. Hier die Termine & Kinos:

04. - 15.09.    BERLIN, Cinestar im Sony Center, Potsdamerstr. 4
05. - 15.09.     FRANKFURT, Harmonie, Kino 1, Dreieichstraße 54
11. - 21.09.     MÜNCHEN, Cinema, Nymphenburger Str. 31
12. - 22.09.     STUTTGART, Metropol, Kino 1, Bolzstr. 10 / KÖLN, Residenz - Astor Filmlounge, Kino 1, Kaiser-Wilhelm-Ring 30-32
19. - 29.0.-     HAMBURG, Savoy Filmtheater, Steindamm 54 / NÜRNBERG, Cinecitta', Gewerbemuseumsplatz 3

Nun wurde auch das komplette Filmprogramm fertiggestellt und kommuniziert. Für Fans des asiatischen Films gibt es einige Must-See Termine:

DINER
Deutschlandpremiere
Japan 2019 - 119 Min - japanische OmeU
REGIE Mika Ninagawa
DARSTELLER Tatsuya Fujiwara, Tina Tamashiro, Masataka Kubota, Kanata Hongo,
Shinji Takeda, Takumi Saito, Eriko Sato, Nobuaki Kaneko
Die angesagtesten japanischen Topstars kehren ein in diesem quietschbunten, völlig verrückten Nippon-Wahnsinn um ein Members-Only-Sternelokal. Und hier geht es wahrlich ans Eingemachte!

DOOR LOCK
Deutschlandpremiere
Südkorea 2019 - 102 Min - koreanische OmeU
REGIE Lee Kwo
DARSTELLER Kong Hyo-Jin, Kim Ye-Won, Kim Sung-Oh, Jo Bok-Rae, Lee Chun-Hee
Kyung-min, jung und alleinstehend, arbeitet als Kassiererin in einer Bank und sieht sich zunehmend einer Bedrohung ausgesetzt, die sie nicht greifen kann. Keiner scheint ihr zu glauben, und bald wird es zu spät sein.
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FIRST LOVE
Deutschlandpremiere
Japan, Großbritannien 2019 - 108 Min - japanische OmeU
REGIE Takashi Miike
DARSTELLER Masataka Kubota, Nao Omori, Shota Sometani, Sakurako Konishi, Becky, Jun Murakami, Sansei Shiomi, Seiyo Uchino
Der 103. (!) Film von Regielegende Takashi Miike ist zugleich einer seiner unterhaltsamsten: Eine völlig abgefahrene Action-Komödie mit jeder Menge schwarzem Humor, krassen Gewaltspitzen und einem Hauch Romantik.

THE GANGSTER, THE COP, THE DEVIL
Deutschlandpremiere
Südkorea 2019 - 109 Min - koreanische OmeU
REGIE Lee Won-Tae
DARSTELLER Ma Dong-Seok, Kim Moo-Yul, Kim Sung-Kyu, Kim Yoon-Sung, Oh Hee-Joon, Choi Min-Chul
Ein Cop und ein Gangsterboss machen gemeinsam Jagd auf einen Serienkiller. Der knallharte Action-Thriller begeisterte Sylvester Stallone so sehr, dass er sich augenblicklich die US-Remake-Rechte sicherte.

IT COMES
Deutschlandpremiere
Japan 2018 - 135 Minuten - japanische OVmeU
REGIE Tetsuya Nakashima
DARSTELLER Junichi Okada, Nana Komatsu, Satoshi Tsumabuki, Takako Matsu
20 Jahre nach THE RING revolutioniert wieder ein Japaner den Geisterfilm: Tetsuya Nakashima! Der sechzigjährige Autorenfilmer hob bereits mit Meisterwerken wie CONFESSIONS und THE WORLD OF KANAKO die Gesetze unterschiedlicher Genres aus den Angeln und pulverisierte sämtliche Erzählkonventionen. Gruselfilmemacher dieser Welt: Schaut auf diesen Mann! Und seht, wie man es richtig macht.
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KINGDOM
Deutschlandpremiere
Japan 2019 - 134 Min - japanische OmeU
REGIE Shinsuke Sato
DARSTELLER Kento Yamazaki, Ryo Yoshizawa, Masami Nagasawa, Kanna Hashimoto, Kanata Hongo, Shinnosuke Mitsushima
Ein Waisenjunge zieht aus, um seinen besten Freund zu rächen, einen falschen König zu stürzen und die Reiche Chinas zu einen. Live-Action-Verfilmung der Mangareihe, mit atemberaubenden Kämpfen, unvergesslichen Sets und einer Menge Herz.
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SHADOW
Deutschlandpremiere
China/ Hongkong 2018 - 116 Min - mandarin OmeU
REGIE Yimou Zhang
DARSTELLER Ryan Zheng, Sun Li, Deng Chao, Xiaotong Guan, Qianyuan Wang
Yimou Zhang, der Macher des Martial-Arts Meisterwerks HERO, verzaubert erneut mit einem spektakulär produzierten epischen Abenteuer voller kunstvoll arrangierter Bilder.

WHITE SNAKE
Deutschlandpremiere
China 2018 - 99 Min - mandarin OmeU
REGIE Amp Wong, Ji Zhao
Mit Bildern, die vor Farbgewalt explodieren, haucht diese Animation einem der bedeutendsten chinesischen Volksmärchen neues Leben ein, und vereint ihren Ideenreichtum mit ganz viel Herz zu einem unwiderstehlichen Fantasy-Epos.

THE WITNESS
Südkorea 2018 - 111 Min - koreanische OmeU
REGIE Jo Kyu-Jang
DARSTELLER Lee Sung-Min, Kim Sang- Ho, Jin Kyung, Kwak Si-Yang, Park Bom, Kim Sung-Kyun, Bae Jung-Hwa, Shin Seung-Hwan
Ein Büroangestellter beobachtet nachts aus seinem Apartment den brutalen Mord an einer jungen Frau. Als der Killer ihn entdeckt, muss er fortan um sein Leben und das seiner Familie fürchten. Korea von seiner besten (und dunkelsten) Seite!

das komplette Programm mit Filmen aus allen Nation gibt es auf der offiziellen Fantasy Filmfest Homepage.


TAGS: pressemitteilung, japan, korea, china, filmfestival

28.05.2019 @ 11:24 von (jr) • Kommentar erstellen
SONSTIGES
Eröffnung des 19. Nippon Connection Filmfestival

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Heute startet das 19. Nippon Connection Filmfestival. Sechs Tage lang wird Frankfurt am Main wieder zur heimlichen Hauptstadt Japans. Beim weltweit größten Festival für japanisches Kino werden über 100 Kurz- und Langfilme zu sehen sein, darunter zahlreiche Premieren. Es werden über 70 Filmemacher*innen und Künstler*innen aus Japan erwartet. Rund 50 Workshops, Vorträge, Performances, Ausstellungen und Konzerte bieten einen Einblick in die japanische Kultur jenseits der Kinoleinwand. Aussteller mit Büchern, Filmen und Kunsthandwerk aus Japan sowie authentische kulinarische Spezialitäten vervollständigen das Programm.

Festivaleröffnung
Das Festival wird am 28. Mai um 19:30 Uhr in Anwesenheit der hessischen Staatsministerin Angela Dorn und der Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig im Künstlerhaus Mousonturm mit der Deutschlandpremiere von Marriage Hunting Beauty von Akiko Oku feierlich eröffnet. Im Mittelpunkt der Komödie steht eine sympathische Protagonistin, die versucht ihr Glück mittels Online-Dating zu finden. Im Anschluss läuft um 22:30 Uhr die Thriller-Komödie jam des international erfolgreichen Regisseurs Sabu, bei der er virtuos drei Handlungsstränge zusammenführt und fröhlich durch verschiedene Zeitebenen springt.

Zum Auftakt des Kinoprogramms in der Naxoshalle wird um 19:45 Uhr die Europapremiere von From All Corners in Anwesenheit des Protagonisten Fuyuki Shimazu zu sehen sein. Der Dokumentarfilm von Ryusuke Okajima folgt dem Kartonkünstler auf seiner Suche nach bunten Pappkartons, die er in kleine Schätze verwandelt, um die ganze Welt. Um 22:15 Uhr wird eine weitere Europapremiere gezeigt: In Tourism von Daisuke Miyazaki reisen zwei Freundinnen nach Singapur, doch das banale touristische Vergnügen nimmt eine unvorhergesehene Wendung.

Um 21:00 Uhr wird Mutsumi Aragaki aus Okinawa das Publikum im Studio 1 des Mousonturm mit ihrer gefühlvollen Stimme und dem kunstvollen Spiel des traditionellen Saiteninstruments Sanshin begeistern. Der Eintritt zu diesem Kurz-Konzert ist frei. Interessierte können die Sängerin noch einmal am Freitag, den 31. Mai um 21:30 Uhr bei einem längeren Konzert erleben.

Viele Highlights am Festival-Mittwoch
Ein abwechslungsreiches Festivalprogramm wird auch am Mittwoch, den 29. Mai geboten. Der zweite Festivaltag startet um 14:00 Uhr im Mousonturm mit der Deutschlandpremiere von Thicker Than Water von Keisuke Yoshida. Die Hit-Komödie um zwei unterschiedliche Geschwisterpaare beweist: Innerhalb der Familie ist der Grat zwischen Hass und Liebe meist besonders schmal. Im Anschluss um 16:30 Uhr läuft in Anwesenheit des Regisseurs Sho Miyake das atmosphärische Drama And Your Bird Can Sing, das bereits auf der Berlinale gefeiert wurde. Um 21:45 Uhr erzählt Takahisa Zeze in seinem Film The Chrysanthemum And The Guillotine eine vielschichtige Geschichte um Anarchisten und weibliche Sumo-Ringer in den 1920er Jahren.

Im Kino in der Naxoshalle beginnt der Festival-Mittwoch um 14:30 Uhr mit der internationalen Premiere von Life Finds A Way von Hirobumi Watanabe, der 2017 bereits den Nippon Visions Jury Award mit seinem Film Poolsideman gewonnen hat. Um 19:45 Uhr wird Kensei Takahashi die internationale Premiere seines Langfilmdebüts Sea dem Publikum persönlich vorstellen. Darin behandelt er die komplexe Frage von Schuld und Sühne: Hiroshi bezeugt als Jugendlicher die Vergewaltigung einer Klassenkameradin. Jahre später konfrontiert er die Täter mit ihrer Tat. Zum Abschluss um 22:15 Uhr präsentiert Yu Kajino mit Ahum die internationale Premiere seines ruhig erzählten Horrorfilms. In atmosphärisch dichten Schwarz-Weiß-Bildern zeugt der Film davon, wie radioaktive Strahlung einen Menschen zerstören kann.

Am Festival-Mittwoch um 19:30 Uhr wird außerdem im Eingang des Naxos Atelier die Fotoausstellung Der Progress nach Jenseits des in Hamburg, Tokio und Osaka lebenden Künstlers Jumpei Tainaka eröffnet. Der Nippon Connection-Festivalfotograf zeigt bildgewaltige Begegnungen mit Natur und Menschen, bei denen die Zeit still zu stehen scheint. In einem Workshop um 17:00 Uhr wird der Geräuschemacher Goro Koyama einen Einblick hinter die Kulissen einer Filmproduktion geben. Die Teilnehmer vertonen zusammen mit dem Emmy-Gewinner einen Kurzfilm. Ein ganz besonderes musikalisches Highlight ist das Konzert von Haru Nemuri um 22:00 Uhr im Studio 1 des Mousonturm. Dort wird die bekannte Sängerin das Publikum mit ihrem spannenden Mix aus Alternative Rock, Post Rock, Hardcore und Rap begeistern.

Das vollständige Programm und Tickets sind auf der Festival-Webseite verfügbar: NipponConnection.com


TAGS: pressemitteilung, japan, filmfestival

WERBUNG

19.03.2019 @ 11:21 von (jr) • Kommentar erstellen
SONSTIGES
20 Jahre Japan-Filmfest Hamburg

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Das Japan-Filmfest Hamburg (JFFH) feiert vom 22. bis zum 26. Mai 2019 seinen 20. Geburtstag. Ein besonderes Jubiläum, das Nihon Media e. V. gemeinsam mit zahlreichen aus Japan angereisten Gästen in seinen Partnerkinos Metropolis, 3001 Kino und im Studio-Kino ausgiebig feiern möchte. Seiner langjährigen Tradition verpflichtet präsentieren das JFFH auch 2019 dem Publikum die kühnsten Visionen des japanischen Gegenwartsfilms.

Das Japan-Filmfest Hamburg in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

2019 kann das JFFH gleich ein doppeltes Jubiläum feiern: Vor 30 Jahren wurde die Städtepartnerschaft zwischen ?saka und Hamburg begründet und vor 20 Jahren fand das erste Japan-Filmfest Hamburg statt. Als das JFFH im Jahr 1999 erstmalig statt fand konnte noch niemand ahnen, welche Entwicklung das Festival nehmen sollte. Zunächst als einmalige Filmreihe geplant wurde dank der Begeisterung einiger Kinoenthusiasten schnell mehr daraus. Es folgten 20 bewegende Festivaljahre, die für alle beteiligten Helfer wie im Fluge vergangen sind. Traditionell im Japan-Monat Mai angesiedelt ist das Festival als fester Bestandteil des Hamburger Kulturkalenders mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Große Namen prägten von Anfang an das Programm des JFFH: Takeshi Kitano, Takashi Miike, Hayao Miyazaki, Hirokazu Koreeda, Sion Sono, Tetsuya Nakashima oder Shunji Iwai. Eine junge Generation von Filmemachern macht sich auch heute in Tokyo, Kyoto und ?saka daran das Kino neu zu erfinden. Und das JFFH bietet dem deutsche Publikum die grossartige Gelegenheit einen Blick in diese Herzkammer des japanischen Gegenwartsfilm zu werfen. Somit versteht sich das Japan-Filmfest Hamburg als kultureller Brückenbauer zwischen Japan und Deutschland und insbesondere zwischen den beiden Partnerstädten Hamburg und ?saka.

Weltpremiere von TUNGUSKA BUTTERFLY eröffnet feierlich das 20. Japan-Filmfest Hamburg

Am 22. Mai wird die Jubiläumsausgabe des JFFH im Metropolis Kino mit der Weltpremiere von TUNGUSKA BUTTERFLY (2019) feierlich eröffnet. Die herzergreifende Geschichte der Freundschaft zwischen einer professionellen Diebin und einem verwahrlosten kleinen Mädchen, von Regisseur Akira Nobi (THE DAY OF ANTS IN THE SKY, FOOL JAPAN: THE ABCS OF TETSUDON), ist ein cineastisches Kleinod bei dem auch die Martial-Arts-Künste von Kultschauspielerin Asami (SUKEBAN BOY, KARATE KILL, GUN WOMAN) nicht zu kurz kommen. Die Premiere von TUNGUSKA BUTTERFLY bildet zugleich den würdigen Abschluss einer außergewöhnlichen Filmkarriere. Asami freut sich mit dem Eröffnungsfilm des 20. JFFH sich persönlich von ihren deutschen Fans verabschieden zu können. Damit ist ein gelungener Start zu einer bunten Festivalwoche garantiert.

Auch zu seinem Geburtstag bleibt sich das JFFH treu und umfasst mit seinem Programm wieder an die 80 aktuelle japanische Produktionen vom abendfüllenden Spielfilm bis zum experimentellen Kurzfilm, darunter zahlreiche Deutschland-, Europa- und Weltpremieren. Ob nun anspruchsvolle Arthaus-Filme in der Noh-Reihe, grell-wilde Genrestreifen in der Naginata-Reihe, farbenfrohe Anime oder die Leichtigkeit der Komödien der Rakugo-Reihe, für jeden Geschmack ist wieder etwas dabei. Mit den vielen erwarteten Gästen aus Japan steht auch bei der Jubiläumsausgabe des JFFH der Austausch zwischen Publikum und japanischen Filmschaffenden im Mittelpunkt.

Mehr zum Programm bald auf www.jffh.de


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01.02.2019 @ 12:24 von (jr) • Kommentar erstellen
SONSTIGES
Shinya Tsukamoto erhält Nippon Honor Award

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Shinya Tsukamoto, Kultregisseur und Schöpfer des legendären Films TETSUO: THE IRON MAN, wird beim 19. Nippon Connection Filmfestival in Frankfurt am Main mit dem NIPPON HONOR AWARD ausgezeichnet. Der Preis wird zum fünften Mal vergeben und würdigt Persönlichkeiten, die sich auf besondere Weise um das japanische Kino verdient gemacht haben. Shinya Tsukamoto wird den Ehrenpreis persönlich im Rahmen der Abschlussveranstaltung des 19. Nippon Connection Filmfestivals am 2. Juni 2019 um 19:45 Uhr im Künstlerhaus Mousonturm in Empfang nehmen. Sein aktueller Film KILLING, der bereits bei den Filmfestspielen in Venedig gefeiert wurde, wird beim Nippon Connection Filmfestival als Deutschlandpremiere zu sehen sein. Ausserdem werden beim Festival ausgewählte Werke seiner Karriere gezeigt.

Shinya Tsukamoto, 1960 in Tokyo geboren, gilt als Koryphäe des unabhängigen japanischen Kinos. Seinen Weg zum Film begann er als Teenager mit selbstgedrehten 8mm-Filmen, später gründete er eine eigene Theatergruppe und begann 22-jährig einen Job als Werberegisseur. Seinen Durchbruch hatte er 1989 mit TETSUO: THE IRON MAN. Inspiriert von BLADE RUNNER und japanischen Monsterfilmen avancierte das experimentelle Werk zum Kultfilm, der das Publikum auf zahlreichen internationalen Festivals begeistern konnte und viele Regisseure beeinflusst hat.

Tsukamoto ist meist gleichzeitig Autor, Kameramann, Cutter und Hauptdarsteller seiner Filme, die er mit der Produktionsfirma Kaijyu Theater in der Regel auch selbst produziert. Zu seinen bekanntesten Werken gehören TOKYO FIST (1995), A SNAKE OF JUNE (2002) und Vital (2004). Beim Nippon Connection Filmfestival zu Gast war er mit NIGHTMARE DETECTIVE (2007) und KOTOKO (2012). Als Schauspieler arbeitet er oft mit Kultregisseuren zusammen, wie Takashi Mike (DEAD OR ALIVE 2, ICHI THE KILLER) oder Teruo Ishii (BLIND BEAST VS. KILLER DWARF), aber auch mit Hollywoodgrösse Martin Scorsese (SILENCE). Darüber hinaus war er im Publikumserfolg SHIN GODZILLA (2016) zu sehen.

Mit seinem aktuellen Film KILLING (2018) wagte sich Shinya Tsukamoto erstmals an das Samurai-Genre. In den Hauptrollen des Dramas um einen herrenlosen Samurai und eine junge Bäuerin sind Sosuke Ikematsu (THE LAST SAMURAI) und Yu Aoi zu sehen. Tsukamoto wurde jüngst mit dem Mainichi Film Award für die beste Nebenrolle in seinem Film ausgezeichnet.

Alle weiteren Infos zum Festival, das vom 28. Mai bis 2. Juni 2019 in Frankfurt am Main stattfindet, gibt es unter NipponConnection.com


TAGS: filmfestival, japan, pressemitteilung

03.05.2018 @ 12:17 von (jr) • Kommentar erstellen
SONSTIGES
18. Nippon Connection Filmfestival: Das Programm steht!

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Das Programm des 18. Japanischen Filmfestivals Nippon Connection in Frankfurt am Main ist komplett! Vom 29. Mai bis 3. Juni 2018 kann das Publikum beim weltweit größten Festival für japanisches Kino über 100 neue Kurz- und Langfilme entdecken - von Blockbustern und Anime bis hin zu Independent- und Dokumentarfilmen. Fast alle Filme werden als Deutschland-, Europa-, internationale oder Weltpremiere zu sehen sein. Ein vielfältiges Rahmenprogramm bietet rund 50 spannende Kulturveranstaltungen abseits des Kinosaals. Zahlreiche japanische Filmschaffende, Musiker*innen und Künstler*innen werden beim Festival zu Gast sein. Als Ehrengast wird die renommierte japanische Schauspielerin Shinobu TERAJIMA den NIPPON HONOR AWARD 2018 erhalten. Die Veranstaltungen finden in den beiden Festivalzentren Künstlerhaus Mousonturm und Theater Willy Praml in der Naxoshalle sowie an vier weiteren Orten in Frankfurt am Main statt.

Die Programmübersicht (Stand: 30. April 2018):

NIPPON CINEMA
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Bamy von Jun TANAKA, J 2017
Birds without Names (Kanojo ga sono na o shiranai toritachi) von Kazuya SHIRAISHI, J 2017, DP
The Blood of Wolves (Koro no chi) von Kazuya SHIRAISHI, J 2018, DP
The City of Betrayal (Uragiri no machi) von Daisuke MIURA, J 2016, DP
Dear Etranger (Osanago warera ni umare) von Yukiko MISHIMA, J 2017, DP
Destiny: The Tale of Kamakura (Destiny Kamakura monogatari) von Takashi YAMAZAKI, J 2017, DP
Enokida Trading Post (Enokida boekido) von Ken IIZUKA, J 2017, WP
Flower and Sword (Hana ikusa) von Tetsuo SHINOHARA, J 2017, DP
Foreboding (Yocho sanpo suru shinryakusha gekijoban) von Kyoshi KUROSAWA, J 2018
Hanagatami von Nobuhiko OBAYASHI, J 2017, DP
Moon and Thunder (Tsuki to kaminari) von Hiroshi ANDO, J 2017, EP
Mori, The Artists Habitat (Mori no iru basho) von Shuichi OKITA, J 2018, DP
Oh Lucy! von Atsuko HIRAYANAGI, J 2017, DP
Outrage Coda (Autoreiji saishusho) von Takeshi KITANO, J 2017
Pumpkin and Mayonnaise (Kabocha to mayonezu) von Masanori TOMINAGA, J 2017, EP
Recall (Sora tobu taiya) von Katsuhide MOTOKI, J 2018, EP
River's Edge von Isao YUKISADA, J 2018
Occult Bolshevism (Reiteki borisheviki) von Hiroshi TAKAHASHI, J 2017, EP
The Third Murder (Sandome no satsujin) von Hirokazu KOREEDA, J 2017, DP
Tremble All You Want (Katte ni furetero) von Akiko OKU, J 2017, DP
We Are (Ao no kaerimichi) von Michihito FUJII, J 2017, WP
Special Screening: Blue Film Woman (Boru firumo no onna) von Kan MUKAI, J 1969
Special Screening: Vibrator von Ryuichi HIROKI, J 2003

NIPPON ANIMATION

Lu Over the Wall (Yoake tsugeru Ru no uta) von Masaaki YUASA, J 2017, DP
Mary and the Witch's Flower (Meari to majo no hana) von Hiromasa YONEBAYASHI, J 2017
Mutafukaz von Shojiro NISHIMI und Guillaume Renard, J / F 2017
The Night Is Short, Walk On Girl von Masaaki YUASA, J 2017, DP
Violence Voyager von Ujicha, J 2017, EP
The Boy and the Beast (Bakemono no ko) von Mamoru HOSODA, J 2015
Tokyo University of the Arts: Animation
Music of the Visual World: Japanese Indie Animated Shorts

NIPPON VISIONS

Breath of Rokkasho (Ikizuku) von Bunyo KIMURA, J 2017, IP
Cyclops (Kyukuropusu) von Norichika OBA, J 2018, IP
The Hungry Lion (Ueta raion) von Takaomi OGATA, J 2017, DP
Ice Cream and the Sound of Raindrops (Aiso to amaoto) von Daigo MATSUI, J 2017, EP
The Name (Namae) von Akihiro TODA, J 2017, DP
The Night I Swam (Oyogisugita yoru) von Damien Manivel und Kohei IGARASHI, J / F 2017, DP
Noise von Yusaku MATSUMOTO, J 2017
One Cut of the Dead (Kamera o tomeru na!) von Shinichiro UEDA, J 2017,
Party 'Round the Globe (Chikyu wa omatsurisawagi) von Hirobumi WATANABE, J 2017, DP
Passage of Life (Boku no kaeru basho) von Akio FUJIMOTO, J / MYA 2017, DP
Strange Fruit: Shorts
Top Knot Detective von Dominic Pearce und Aaron McCann, AUS 2016
Wilderness (Part 1 & 2) (Aa, koya - zempen?kohen) von Yoshiyuki KISHI, J 2017, EP

NIPPON DOCS

Danchi Woman von Akiko SUGIMOTO, J 2017, EP
A Free Man (Jiyujin) von Andreas Hartmann, J / D 2017
Inland Sea (Minatomachi) von Kazuhiro SODA, J / USA 2018
Japan Institute of the Moving Image: Short Docs
Love and Wolbachia (Koi to borubakia) von Sayaka ONO, J 2017, IP
Of Love & Law von Hikaru TODA, J / UK / F 2017, DP
Ramen Heads von Koki SHIGENO, J 2017, DP
Trace of Breath (Iki no ato) von Haruka KOMORI, J 2017, DP
Zen and Bones (Zen to hone) von Takayuki NAKAMURA, J 2016, EP
Exclusive Screenings by NHK WORLD-JAPAN:
Tsuroku's Tea Journey von Keiko MATSUDA, J 2016
Living Ninja Legend von Fuyuhiko NISHI, J 2016
Kurara: The Dazzling Life Of Hokusai's Daughter von Taku KATO, J 2017, DP

NIPPON RETRO

Kiru von Kenji MISUMI, J 1962
On the Road Forever (Mushuku mono) von Kenji MISUMI, J 1964
Red Peony Gambles Her Life (Hibotan akuto - Hanafuda shobu) von Tai KATO, J 1969
Samurai Rebellion (Joiuchi: Hairyo tsuma shimatsu) von Masaki KOBAYASHI, J 1967
Sword of Doom (Daibosatsu toge) von Kihachi OKAMOTO, J 1966
Thirteen Assassins (13 nin no shikaku) von Eiichi KUDO, J 1963
Yojimbo von Akira KUROSAWA, J 1961
Sanjuro (Tsubaki Sanjuro) von Akira KUROSAWA, J 1962
Special Screening: Kurama Tengu von Teppei YAMAGUCHI, J 1928

DP: Deutschlandpremiere / EP: Europapremiere / IP: Internationale Premiere / WP: Weltpremiere

NIPPON CULTURE
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Konzerte und Partys
Eröffnungslounge mit DJ Chris MaGee und Shakuhachi-Konzert / Nippon Live on Stage: Tim & Puma Mimi und Melted Moon / Nippon Live on Stage: Hatobako / Nippon Open Air: Jim Franklin und Hiroko Sugino, Melted Moon, Die Yamasakis, Duo Fuga / Rudel-Karaoke + Contest

Kulinarisches
Nippon Filmdinner / Nippon Filmfrühstück / Sake-Lounge / Teelounge & Café / Oishii Ramen-Lounge / Japanische Snacks & Getränke

Workshops
Taiko - Japanische Trommeln / Nihon Buyo - Japanischer Tanz / Shakuhachi - Japanische Bambusflöte / Einführung in die japanische Sprache / Mangas übersetzen / Amitsu & Matcha-Cider / Furoshiki - Japanische Knotentechnik / Ikebana / Kirigami-Papercut / Aikido / Kendama / Subtitling-Workshop / Shogi - Japanisches Schach / Tee-Zeremonie

Performances
Nihon Buyo - Japanischer Tanz / Taiko - Japanische Trommeln / Shakuhachi / Benshi - Stummfilmerzähler

Vorträge und Podiumsdiskussionen
Lernt von den Deutschen das produktive Arbeiten / Soziale Minderheiten in Japan: Ainu / Sayonara Atomkraft. Proteste in Japan nach "Fukushima" / New Godzilla, Old Trauma - Japanese Cinema Post Fukushima / Japan für Reiselustige / Spirit of the Times and the Women Portrayed in Films and Songs / My Crazy Love for Japanese Camp / Meiko Kaji Unchained / Banzai! Japanese Cult Movie Posters / Podiumsdiskussion: Mit Japan Dokumentarfilme Produzieren / Filmemachergespräche

Ausstellung
Matthieu Zellweger: The Art of Sake Brewing

Sonstiges
Nippon Heimkino / Nippon Yatai - Japanischer Markt / Game Center / Nippon BookCrossing / Shiatsu-Massage / Origami / Manga-Porträts / Rajio Taiso - Japanische Radio-Gymnastik / Studio MAKY

NIPPON KIDS

Origami / Kamishibai - Japanisches Papiertheater / Kochkurs - Pausenbrot auf Japanisch / Nadelfilz-Workshop / Koinobori-Workshop / Kompositionsworkshop / Kids-Film: MARY AND THE WITCH'S FLOWER

Gäste (Stand: 30. April 2018):
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Shinobu TERAJIMA (NIPPON HONOR AWARD-Preisträgerin; Schauspielerin THE CITY OF BETRAYAL, DEAR ETRANGER, OH LUCY!, VIBRATOR)
Isao YUKISADA (Regisseur RIVER'S EDGE; Jury NIPPON VISIONS JURY AWARD)
Kiyohiko SHIBUKAWA (Schauspieler ENOKIDA TRADING POST)
Masanori TOMINAGA (Regisseur PUMPKIN AND MAYONNAISE)
Akiko OKU (Regisseurin TREMBLE ALL YOU WANT)
Hiroshi TAKAHASHI (Regisseur OCCULT BOLSHEVISM)
Emina KONDO (Schauspielerin OCCULT BOLSHEVISM)
Tomomi KONO (Schauspielerin OCCULT BOLSHEVISM)
Michihito FUJII (Regisseur WE ARE)
Jun TANAKA (Regisseur BAMY)
Shuichi OKITA (Regisseur MORI, THE ARTIST'S HABITAT)
Yukiko MISHIMA (Regisseurin DEAR ETRANGER)
Takuto TANAKA (Komponist DEAR ETRANGER)
Daigo MATSUI (Regisseur ICE CREAM AND THE SOUND OF RAINDROPS)
Urara MATSUBAYASHI (Schauspielerin HUNGRY LION)
Shinichiro UEDA (Regisseur ONE CUT OF THE DEAD)
Koji ICHIHASHI (Produzent ONE CUT OF THE DEAD)
Kohei NAKAYAMA (Regisseur DEEP TASTES)
Katsuhiko KOMINE (Produzent DEEP TASTES)
Mizuho MISATO (Schauspielerin DEEP TASTES)
Ryoka NEYA (Schauspielerin DEEP TASTES)
Haruka KOMORI (Regisseurin TRACE OF BREATH)
Takeshi HATA (Cutter & Associate Producer OF LOVE & LAW; Produzent TRACE OF BREATH)
Seiko KATO (Produzentin DANCHI WOMAN)
Hikaru TODA (Regisseurin OF LOVE & LAW)
Sayaka ONO (Regisseurin LOVE AND WOLBACHIA)
Takaharu YASUOKA (Dozent und Produzent JAPAN INSTITUTE OF THE MOVING IMAGE: SHORT DOCS)
Taku AOYAGI (Regisseur THE ROAD HE WALKS: A STORY OF HE-KUN)
Mitsumasa YAMANOME (Kameramann THE ROAD HE WALKS: A STORY OF HE-KUN)
Takayuki NAKAMURA (Regisseur ZEN AND BONES)
Kaizo HAYASHI (Produzent ZEN AND BONES)
Andreas Hartmann (Regisseur A FREE MAN)
Hiromi AIHARA (Jury NIPPON VISIONS JURY AWARD)
Daniel Otto (Jury NIPPON VISIONS JURY AWARD)
Markus Nornes (Podiumsdiskussion)
Yuichi MATSUMOTO (TOKYO UNIVERSITY OF THE ARTS; Filmmusik-Workshop)
Ichiro KATAOKA (Benshi KURAMA TENGU)
Jörg Buttgereit (Nippon Heimkino)
Stephan Holl (Rapid Eye Movies, Einführung BLUE FILM WOMAN)
Peter Schulz (Rapid Eye Movies, Einführung BLUE FILM WOMAN)
Tom Mes (Vortrag Meiko KAJI)
Luk van Haute (Moderation)
Maggie Lee (Moderation)
u.v.m.


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09.04.2018 @ 13:53 von (jr) • Kommentar erstellen
SONSTIGES
Das 19. JFFH: Zeichentrick ist nicht genug...

Vom 23. bis zum 27.05.2018 präsentiert das 19. Japan-Filmfest Hamburg (JFFH) in den Partnerkinos Metropolis Kino, 3001 Kino und im Studio- Kino die neuesten Filmproduktionen aus Japan. Das bedeutet für Freunde des fernöstlichen Kinos: fünf Tage cineastischer Hochgenuss! Die streng limitierten Dauerkarten können schon jetzt vorbestellt werden: https://jffh.de/tickets/
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Japans bunte Welt der Manga- und Anime-Realverfilmungen

2018 steht das JFFH ganz im Zeichen von Manga- und Anime-Realverfilmungen. Die schillernden Weltentwürfe der japanischen Comic-Künstler und Trickfilmstudios umfassen alle nur denkbaren Filmgenres, von der düsteren Science-Fiction-Dystopie über epische Historiendramen und Fantasy-Abenteuer bis hin zu atemloser Action und gefühlvoller Romantik. Diese bunte Vielfalt des japanischen Comics und Animationsfilms bietet für Filmprojekte eine schier unerschöpfliche Inspirationsquelle. Die Entwicklungen im Bereich der Spezialeffekte und Computeranimation ermöglichten es jedoch erst jetzt, selbst kühnste Zeichentrickvisionen in glaubhafte Realfilmbilder zu übertragen. Auch die im Vergleich zu Hollywood niedrigen Budgets spielen heutzutage kaum noch eine Rolle und können die japanischen Filmemacher in ihrer Begeisterung für das Fantastische nicht aufhalten. Ganz im Sinne unseres Schwerpunktes eröffnen wir unser Filmfest 2018 daher mit einem echten Genrehöhepunkt, der Europapremiere der Anime-Realverfilmung Gintama (Trailer: https://youtu.be/fH91vsKfOzs) von Regisseur Yuichi Fukuda. Aber auch japanisches Blockbusterkino darf nicht fehlen wie z. B. der neueste Ableger der erfolgreichen Death-Note-Reihe: Death Note: Light Up the New World (https://youtu.be/HWhqOBJfU-E) von Shinsuke Sato oder der lang erwartete Horror-Fantasy-Actionfilm Tokyo Ghoul (https://youtu.be/UTtAJfNV86A) von Kentar? Hagiwara nach dem gleichnamigen Manga-Bestseller von Sui Ishida. Weitere Highlights sind z. B. die Realverfilmung des Vampirhorror-Animes Blood C: Asura Girl (A Blood-C Tale) (https://youtu.be/EAj2UqLEngc) von Shutaro Oku, das grimmige Polizei-Actiondrama Dias Police: Dirty Yellow Boys (https://youtu.be/gyqUXG0D3Do) von Kazuyoshi Kumakiri (u. a. Hole in the Sky, Sketches of Kaitan City) nach der gleichnamigen Manga-Serie von Takashi Nagasaki sowie das bitterböse Unterweltdrama Zebra (https://youtu.be/qQhQvUIG5xw) nach dem Bestseller-Manga ?Shimauma? von Fumio Obata. Voller Spannung erwarten die Fans natürlich den neuesten Streich von Kultregisseur Mamoru Oshii (Ghost in the Shell), das Psycho-Mystery-Drama Nowhere Girl (https://youtu.be/b_yPD7rq0Ik), in dem das Mobbing eines traumatisierten und hochbegabten Mädchens in eine Katastrophe mündet.

Eröffnungsfilm des 19. JFFH 2018 - Gintama von Regisseur Yuichi Fukuda als Europapremiere

Feierlich eröffnet wird das 19. JFFH am 23. Mai 2018 mit der Europapremiere von Gintama (2017) des Regisseurs Yuichi Fukuda (HK: Hentai Kamen, Josh?zu). Mit der quietschbunten Anime-Realverfilmung nach dem Erfolgsmanga von Hideaki Sorachi, der von einem durch außerirdische Invasoren besetzten feudalen Japan handelt, setzt der Regisseur neue Maßstäbe. Die rasant inszenierte Samurai-Fantasy-Action-Komödie im Sci-Fi-Setting verweigert sich erfolgreich jeden Schubladendenkens. Ein launig absurder Genrehybrid, der einen gelungenen Start zu einer bunten Festivalwoche garantiert.

Etwa 90 aktuelle Kinoproduktionen aus Japan zum Teil als Weltpremiere in Hamburg

Auf dem 19. JFFH findet die ganze Genrevielfalt einer jungen, wagemutigen Filmemachergeneration ihren angemessen Platz. Aktuelle Produktionen vom abendfüllenden Spielfilm bis zum experimentellen Kurzfilm ermöglichen einen Einblick in die ganze kreative Bandbreite des japanischen Gegenwartskinos. Das spannende Historiendrama Tatara Samurai von Yoshinari Nishikori erzählt die Geschichte eines idealistischen jungen Mannes, der beschließt, den Weg des Schwertes zu gehen. Doch als die Angst ihn beim ersten Kampf lähmt, flieht er zurück zu seiner Familie. Hier aber stößt er auf den Beginn eines neuen Zeitalters. Die Dorfbewohner beschließen, die Heimat mit Hilfe von Schusswaffen vor Überfällen zu verteidigen. Acht Jahre nach dem Massenmord durch einen LKW-Fahrer im Tokioter Stadtteil Akihabara begleitet Yusaku Matsumoto mit seinem intensiven Dokudrama Noise den Alltag von drei jungen Leuten, deren Lebensweg auf unterschiedliche Weise mit den schrecklichen Ereignissen des Jahres 2008 verknüpft ist. Ein düsteres, experimentell gefilmtes Großstadtportrait, das unter die Haut geht. Das intensive Familiendrama Vigilante von Yu Irie (SR: Saitama no rappa, Confession of Murder) erzählt die Geschichte dreier Brüder, die sich nach dem Tod ihres Vaters ihrer gemeinsamen Vergangenheit stellen müssen. Mit der Deutschlandpremiere von Kanazawa Shutter Girl zeigen wir Kotaro Terauchis (Shorin rojo, Boys Love gekijouban) Fortsetzung des 2014 erfolgreich auf dem 15. JFFH gelaufenen Tokyo Shutter Girl. In unserem Festivalprogramm dürfen selbstverständlich auch nicht die neuesten Filmprovokationen des japanischen Regie-Berserkers Sion Sono (Suicide Circle, Love Exposure, Guilty of Romance, Tag) fehlen. Mit Virgin Psychics, Tokyo Vampire Hotel und Antiporno zeigen wir gleich drei seiner jüngsten Werke. Für die Freunde des japanischen Genrekinos können wir 2018 darüber hinaus zahlreiche weitere Highlights ankündigen: Der Kampf der Titanen, Riesenroboter gegen Monsteraliens, gewürzt mit ein wenig Zeitreisechaos, mehr braucht es nicht für den ultimativen Science-Fiction-Actionstreifen Brave Storm (2017) von Junya Okabe. Dank liebevoll handgemachter Computertricks gerät dabei das niedrige Budget fast in Vergessenheit. Mit Tetsudon: The Kaiju Dream Match bringen wir den ultimativen Kaij? Eiga nach Hamburg, die vielleicht wahnwitzigste Monster-Film-Groteske der japanischen Filmgeschichte. Über 28 Regisseure taten sich zusammen, um dieses gigantomanische Spektakel möglich zu machen. Hervorzuheben ist dabei der letztjährige Ehrengast des JFFH, Special-Effects-Künstler und Regisseur Yoshihiro Nishimura (Kodoku Meatball Machine), der mit dem Kurzfilm Yellow Road einen weiteren Genrekracher zum Programm des 19. JFFH beisteuert. Klassischen atmosphärischen Geisterhorror in der Tradition von Pulse (Kairo) oder Ju-On bietet hingegen Bamy (2016) von Jun Tanaka. Mit unseren aberwitzigen, jeder Vernunft abschwörenden Genre-Granaten ist damit gute Stimmung im Kinosaal garantiert.

Animationsfilme auf dem 19. Japan-Filmfest Hamburg

Auch auf dem 19. JFFH geben wir natürlich dem japanischen Trickfilm den Platz, der ihm gebührt. Hervorzuheben ist dabei sicherlich Your Name, das neueste Meisterwerk von Makoto Shinkai (u. a. The Place Promised in Our Early Days, 5 Centimeters Per Second), ein romantisches Science-Fiction-Fantasy-Epos, das seit seiner Veröffentlichung 2017 einen beispiellosen Siegeszug um den Erdball angetreten hat. Mittlerweile ist Your Name zum erfolgreichsten Anime der japanischen Filmgeschichte avanciert und erhält natürlich auch auf dem JFFH seine angemessene Würdigung. Als besonderes Highlight können wir außerdem die düstere Science-Fiction-Dystopie Blame (2017) von Hiroyuki Seshita nach dem Kult-Manga von Tsutomu Nihei ankündigen. Killys Jagd nach den legendären Netzwerkgenen in einem gigantischen Technikfriedhof zählt zu den modernen Klassikern des Cyberpunks. Mit dem romantischen Drama Fireworks (2017) von Akiyuki Shimb? (u. a. Tsukuyomi, Puella Magi Madoka Magica) präsentieren wir darüber hinaus ein weiteres Anime-Meisterwerk.

2018 umfasst das JFFH-Programm wieder rund 90 aktuelle japanische Produktionen vom abendfüllenden Spielfilm bis zum experimentellen Kurzfilm, darunter zahlreiche Deutschland-, Europa- und Weltpremieren. Ob nun anspruchsvolle Arthaus-Filme in der Noh-Reihe, grell-wilde Genrestreifen in der Naginata-Reihe, farbenfrohe Anime oder die Leichtigkeit der Komödien der Rakugo-Reihe, für jeden Geschmack ist wieder etwas dabei. Mit unseren vielen Gästen aus Japan steht auch auf dem 19. JFFH der Austausch zwischen Publikum und japanischen Filmschaffenden im Mittelpunkt des Festivals.


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12.08.2017 @ 17:38 von (jr) • Kommentar erstellen
SONSTIGES
Best Of Hong Kong Film Festival im Babylon Kino, Berlin

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17.-31.08. Hong Kong Film: Das aufregendste Kino der Welt - 40 Filme, 5 Jahrzehnte

Exotik, Kinetik, Action, Arthouse, Romantik, Tanz und Peking-Oper - Zwei Wochen lang vom 17. bis 31. August gibt es im Babylon mit knapp 40 Filmen aus fünf Jahrzehnten von 1966 bis 2017 den besonderen Hongkong Touch und ein oftmals spektakuläres Film-Raum-Erlebnis. Ein Weltkino, das Ausdruck der asiatischen Kultur ist und andere Kinonationen beeinflusst hat. Das große Hongkong Kino hat viele internationale Stars zu bieten, Namen wie die Schauspieler Bruce Lee, Jackie Chan (Ehren-Oscar 2016), Michelle Yeoh, Maggie Cheung, Ziyi Zhang, Tony Leung, Sammo Hung, Donnie Yen, Jet Li, Chow Yun-Fat; Regisseure wie Wong Kar-Wai, Ang Lee, King Hu, Chen Kaige, Stephen Chow und Ann Hui sowie den Kampfchoreografen und Regisseur Woo-ping Yuen, der auch Nicht-Hongkong-Aficionados durch "Matrix" und "Kill Bill" bekannt ist. Einige der Filmschaffenden sind inzwischen Mitglieder der "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" (AMPAS), die die Oscars vergibt (Maggie Cheung, Tony Leung, Donnie Yen, Ann Hui und Johnnie To). Alle genannten Stars sind auf dem Festival "Best of Hong Kong Film" im Babylon mit herausragenden und stilprägenden Filmen zu sehen.

Hongkong reüssiert aktuell (nicht nur) in China, dem zweitgrößten Kinomarkt der Welt mit 1,24 Milliarden Kinotickets (Stand 2015): Unter die Top 50 Boxoffice Hits schafften es im vergangenen Jahr 15 Hongkong-Filme (Regie oder Koproduktion) im Vergleich zu 12 chinesischen Filmen (Festland).

Der Live Action und Animations-Hybrid "The Monster Hunt" (2015; 21./ 23./ 29.08.), eine Fantasy Action-Komödie, wurde damals nach nur zwei Wochen im Kino zum erfolgreichsten, chinesischen Film aller Zeiten. In "Monster Hunt" versucht die verfolgte, schwangere Monsterkönigin auf ungewöhnliche Weise ihr ungeborenes Baby zu retten. Sie pflanzt es einem hinkenden, jungen Mann ein, damit er es beschützt und auf die Welt bringt. Doch dessen Begleiterin ist eine junge, ungestüme Monsterjägerin.

Die Macher - Regisseur Ramon Hui ("Shrek 3"), der für Dreamworks gearbeitet hat, und der berühmte Produzent Bill Kong ("Tiger & Dragon", "Hero") - haben zuvor einen steinigen und kostenintensiven Produktionsweg zurückgelegt: Als der erste Hauptdarsteller Kai Ko zusammen mit Jackie Chans Sohn Jaycee von der Polizei beim Marihuana-Rauchen erwischt wurde, musste "Monster Hunt" mit Sänger und Schauspieler Jing Boran größtenteils nochmals gedreht werden. Andernfalls hätte ein Verbot durch die chinesischen Zensurbehörden gedroht. Eine weitere aktuelle Produktion ist als Preview zu sehen: "Mr. Long" von Regisseur SABU mit Chen Chang ("Tiger & Dragon", "2046") in der Hauptrolle (Kinostart: 14.09.).

Produzent Bill Kong und Regisseur Ang Lee gelang im Jahr 2000 der Hit "Tiger & Dragon" (17./ 19./ 25./ 28.08.), der in den USA zum erfolgreichsten, ausländischen Film avancierte und eine neue Eastern-Welle auslöste. Vier Oscars krönten den Film (Bester fremdsprachiger Film, Beste Filmmusik, Beste Kamera, Beste Ausstattung).

Stars waren nicht nur Yun-Fat Chow, Michelle Yeoh und Ziyi Zhang. Regisseur Ang Lee verpflichtete für die Rolle der Jadefuchs auch Cheng Pei-Pei, Hongkong?s frühe Kung Fu Queen. 1966 wurde sie als 20-Jährige in King Hu?s Avantgardefilm "Come Drink With Me" ("Das Schwert der gelben Tigerin"; 24./ 26./ 27./ 28.08.+01.09.) zum Star: Golden Swallow kämpft - zunächst als Mann verkleidet - unerschrocken gegen eine Räuberbande, um ihren entführten Bruder zu retten.

Nicht ohne Grund zeigt das Babylon dieses Werk als frühesten Hong Kong Film: Regisseur King Hu (1931-1997) hat den Martial Arts Film nicht nur mit Hilfe der Montage revolutioniert. King Hu, der "Kalligraf der Leinwand" (arte.tv), verwob Elemente der Peking Oper, mit Tanz und Performance sowie Elementen der asiatischen Kunst und erreichte erstmals einen hohen, filmischen Schauwert der Kampfkunst. Obwohl in Taiwan produziert, darf auf dem Festival nicht King Hus Meisterwerk "A Touch of Zen" (1971, 20./ 22.+27.08.) fehlen, das Generationen von Regisseuren beeinflusst hat. 1975 gewann es als erster chinesischer Wuxia-Film in Cannes einen Preis, 40 Jahre später wurde dort die neue 4K-Restaurierung vorgestellt, die nun in Deutschland zu sehen ist.

"King Hu war der Schlüssel für die Erforschung und Exegese einer ganzen Populärkultur." (Österreichisches Filmmuseum). Bruce Lee (1940-1973) hingegen hat das Genre zum Pop-Phänomen gemacht. Im Babylon in jeweils nur einmaliger Vorführung zu sehen: Der weltweite Erfolg "The Way of the Dragon" (1972, 18.08.) mit Chuck Norris und "Enter the Dragon" (1973, 19.08.), die erste Koproduktion mit den USA.

Nach dem frühen Tod von Bruce Lee war Hongkong auf der Suche nach einem neuen Star. Dem Perfektionisten Jackie Chan gelang die Erneuerung und Weiterentwicklung des Genres mit Hilfe von Komödien über Underdogs, in denen er sich auch von Stummfilmgrößen wie Buster Keaton und Harold Lloyd inspirieren ließ - und die im Babylon immer wieder geehrt werden (wie zuletzt die große Buster Keaton Retrospektive in "Stummfilm um Mitternacht").

Auf dem Festival sind folgende Jackie Chan Filme zu sehen: "Snake in the Eagle?s Shadow" (1978, 19./ 23.+29.09.), Regiedebüt von Yuen Woo Ping, "Drunken Master" (1978, 24./ 26.+28.08.), "Project A" (1983, 18./ 21./ 24.+28.08.), "Police Story" (1985; 19.08.) und "Armour of God" (1986, 23.08.). Ein jüngerer, äußerst erfolgreicher Vertreter der selbstreflexiven Ironisierung eines Filmgenres ist Stephen Chow, dessen weltweiter Kinohit "Kung Fu Hustle" (2004, 20./ 21./ 22./ 25.+29.08.) im Babylon zu sehen ist.

Pop und Martial Arts - hier darf Quentin Tarantino nicht unerwähnt bleiben, der dem Genre viel zu seiner Popularität verholfen hat. Dabei ist nicht nur an seine Hommage an den Eastern mit "Kill Bill" zu denken. U.a. hat er dem berauschend und außergewöhnlich erzählten Historienopus "Hero" von Zhang Yimou (2002; 18./ 23./ 25.+29.08.) in den USA zum Kinostart verholfen und es unterstützt mit "Presented by Quentin Tarantino".

Eine Ausnahmeerscheinung in der Hongkonger Filmszene ist Regisseur Wong Kar-wai, der auch als "Meister der asiatischen Nouvelle Vague" (Spiegel) gilt. Das Babylon zeigt "In the Mood for Love? (2000, 17./ 20./ 22.+26.08.), "Days of being Wild" (1990, 22.08.) "Ashes of Time? (1994, 18.+26.08.), "My Blueberry Nights? (2007, 20./ 23./ 25.+27.08.), und "The Grandmaster? (2013, 18./ 21./ 22.+24.08.). Bedeutende Wong Kar-wai Filme wie "Chungking Express", "Fallen Angel" und "Happy Together" sind (zumindest zur Zeit) leider nicht für das Kino lizenzierbar.

Das Festival wird abgerundet durch den Filmkritiker Ralph Umard, bedeutender, deutscher Experte des Hongkong Kinos. Am 26.08. um 18 Uhr wird er unter dem Thema "Hongkong - Das aufregendste Kino der Welt" Insider-Einblicke in das dortige Filmschaffen geben, seine Dokumentation "Film ohne Fesseln - Das Neue Hongkong Kino" zeigen und im Anschluss sich den Fragen des Publikums stellen.

Mehr Infos, auch mit der gesamten Filmtitelliste von A bis Z: http://babylonberlin.de/hongkongfilm.htm


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19.04.2017 @ 16:37 von (jr) • Kommentar erstellen
SONSTIGES
Das 18. Japan-Filmfest Hamburg: Die ersten Programminfos

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Ende Mai hat das Warten endlich ein Ende. Vom 31.05. bis zum 04.06.2017 präsentiert das 18. Japan-Filmfest Hamburg (JFFH) in den Partnerkinos Metropolis Kino, 3001-Kino und im Studio Kino die neuesten Filmproduktionen aus Japan. Das bedeutet für Freunde des fernöstlichen Kinos fünf Tage cineastischer Hochgenuss.

Von Hart bis Zart - Das 18. JFFH präsentiert Kino der verlorenen Unschuld

2017 steht das Japanische Kino der großen Gefühle im Mittelpunkt des JFFH. Der Verlust der Unschuld kann ein einzelnes Leben in Verzweiflung stürzen oder eine ganze Gesellschaft in seinen Grundfesten erschüttern. Über alle Genre-Ausprägungen hinweg, in den Animationsfilmen, Gegenwarts- und Historiendramen, Katastrophenfilmen, Polizei-Thrillern oder Yakuza-Streifen: Ein verbindendes Element kehrt immer wieder, die Darstellung extremer Gefühle. Ob nun die alles verzehrende Liebe oder das effektvolle Pathos im Angesicht einer existenzialistischen Bedrohung, mit großer Leidenschaft widmen sich Japans Regisseure dem eruptiven Ausbruch großer Emotionen aus gesellschaftlichen Zwängen. Im Falle der japanischen Lebenswirklichkeit einer auf Kontrolle starker Gefühlsregungen ausgerichteten Gesellschaft ein cineastisches Ventil. Auf den unvorbereiteten westlichen Zuschauer wirkt diese Intensität zuweilen fremdartig, aber gerade der Mut, sich den ganz großen Gefühlen rückhaltlos zu stellen, begeistert die Fans des japanischen Kinos weltweit. Schon der Eröffnungsfilm des 18. JFFH ist dafür ein großartiges Beispiel, ein existenzialistisches Drama das Menschen in einer emotionalen Ausnahmesituation zeigt. Das Leben eines jungen Mädchens gerät durch ein traumatisches Ereignis aus den Fugen. Die verlorene Unschuld im Angesicht einer bedrohlichen Welt. Die Weltpremiere von Innocent Blood in Anwesenheit des Regisseurs Michihito Fujii leitet am Mittwoch, den 31. Mai, im Metropolis Kino fünf aufregende Festivaltage ein. Ein weiteres Highlight unseres Schwerpunktes ist das Atom-Drama The Seal of the Sun von Futoshi Sato, das kontrovers die Dreifach-Katastrophe von Fukushima thematisiert. Das Vertrauen der Bürger in die eigenen Behörden wird durch die atomaren Krise erschüttert.

Genre-Schwerpunkt und Programmauswahl des 18. JFFH 2017

Daneben dürfen natürlich auch die neuesten Blockbuster aus Japan nicht fehlen. So erwarten wir unter der Regie von Hideaki Anno (Neon Genesis Evangelion) und Shinji Higuchi (Sinking of Japan, The Floating Castle) ein gigantisches Spektakel der Extraklasse, den neusten Streich aus der Monstersaga schlechthin: Godzilla Resurgence (2016). Flankiert durch die Starpower von Kultschauspieler Tak Sakaguchi (Versus) präsentieren wir mit der Deutschlandpremiere von Re:Born von Yûji Shimomura ein rasantes Action-Drama über eine Mordserie in einer japanischen Spezialeinheit und mit der internationalen Premiere von The Eye's Dream von Hisayazu Sato einen visuellen Psychotrip, der im wahrsten Sinne des Wortes "ins Auge geht". Besonders freut es uns mit Bitter Honey, der bizarren Liebesgeschichte eines menschlichen Goldfisches, das lang erwartete neue Werk von Regielegende Gakuryu (Sogo) Ishii (Burst City, Electric Dragon 80.000 V) nach Hamburg zu holen. Mit der Europapremiere von Dokumushi: Toxic Insects von Kayoko Asakura präsentieren wir hingegen klassischen Psychohorror in Tradition von Genreklassikern wie Saw oder Battle Royal und mit der Deutschlandpremiere von Museum von Keishi Ohtomo, der Jagd nach dem Serienkiller "Frogman", einen der spannendsten japanischen Polizeithriller seit Jahren.

Einen besonderen Platz in unserem Festivalprogramm hat traditionell das von unseren Fans gefeierte Genrekino. Die irrwitzigen Werke von Kultregisseuren wie Yoshihiro Nishimura (Helldriver, Tokyo Gore Police) und Noboru Iguchi (Gothic Lolita Battle Bear, Robo Geisha) haben das Filmfest seit seinen Anfängen geprägt. Das zunächst ungläubig auf die Leinwand starrende Hamburger Publikum verwandelte sich rasch in eine enthusiastische Fangemeinde. So präsentiert das 18. JFFH etwa mit Slaveman den neuesten Streich von Noboru Iguchi und mit der internationalen Premiere von Requiem Teil 1 und 2 das neueste Werk von Junichi Yamamoto (Meatball Machine). Ein besonderes Highlight für unsere Animefans ist Die rote Schildkröte von Michael Dudok de Wit oder die Anime-Realverfilmung Cutie Honey: Tears. Das JFFH-Programm umfasst wieder über 70 aktuelle japanische Produktionen vom abendfüllenden Spielfilm bis zum experimentellen Kurzfilm, darunter zahlreiche Deutschland-, Europa- und Weltpremieren. Ob nun anspruchsvolle Arthaus-Filme in der Noh-Reihe, grell-wilde Genrestreifen in der Naginata-Reihe, farbenfrohe Animes oder die Leichtigkeit der Komödien der Rakugo-Reihe, für jeden Geschmack ist wieder etwas dabei. Dank unser zahlreichen japanischen Gäste bildet auch auf dem 18. JFFH der Austausch zwischen Publikum und Filmschaffenden einen Schwerpunkt des Festivals.


Aktuelle Informationen zum Programm des 18. JFFH im Internet:
http://www.facebook.com/japan.filmfest.hamburg (offizielle JFFH-Facebook-Seite)
http://www.jffh.de/presse-download/ (aktuelles Bildmaterial zum Filmprogramm des 18. JFFH)
http://www.jffh.de (Website)
http://j.mp/jffh-youtube (offizieller YouTube-Kanal mit Trailern & Impressionen)
http://blog.jffh.de/ (Blog)
https://www.flickr.com/jffh (offizieller JFFH-Flickr-Foto-Account mit Fotos des letzten JFFH)

Das Japan-Filmfest Hamburg findet seit 1998 jährlich Ende Mai statt. 2017 steht das fest im Kulturkalender der Hansestadt verankerte Filmfestival unter dem Motto "Von Hart bis Zart - Japans Kino der verlorenen Unschuld". Das Filmfest ist eine Initiative des gemeinnützigen Vereins Nihon Media e. V. und wird überwiegend von ehrenamtlich mitwirkenden Vereinsmitgliedern und Unterstützern organisiert und durchgeführt. Ziel des Vereins ist es, einen Beitrag zur japanisch-deutschen Freundschaft zu leisten und Kulturschaffenden aus Japan in Deutschland eine Bühne zu geben.


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28.03.2017 @ 13:45 von (jr) • Kommentar erstellen
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17. Nippon Connection Filmfestival: Erste Programmhighlights

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Vom 23. bis 28. Mai 2017 findet in Frankfurt am Main zum siebzehnten Mal das Nippon Connection Filmfestival statt. Mit über 100 Kurz- und Langfilmen ist es das weltweit größte Festival für japanischen Film und bietet einen abwechslungsreichen und spannenden Einblick in die japanische Filmkunst. Zahlreiche Regisseure und Schauspieler sind auch selbst vor Ort, um ihre Werke erstmals dem hiesigen Publikum vorzustellen. Neben den Filmen bietet ein vielseitiges Rahmenprogramm den Besuchern die Möglichkeit, in die facettenreiche Kultur Japans einzutauchen.
Hauptveranstaltungsorte sind das Künstlerhaus Mousonturm und das Theater Willy Praml in der Naxoshalle.

Dokumentarfilme im Fokus
Ein besonderes Augenmerk liegt beim diesjährigen Festival auf dem Genre des Dokumentarfilms. Unter anderem stellt Atsushi Funahashi seinen Film Raise your Arms and Twist über das Alltagsleben japanischer Pop-Idol-Sängerinnen der Gruppe NMB48 vor. Auf geschickte Weise verknüpft der Regisseur Medien- und Gesellschaftskritik miteinander, ohne dabei die Stars und ihre Fans bloßzustellen. Ausgehend von den Gesprächen mit ihrem Großvater beleuchtet die junge amerikanische Filmemacherin Kimi Takesue in 95 and 6 to Go die Geschichte ihrer japanischen Vorfahren, die nach Hawaii auswanderten. Steven Okazaki widmet sich in Mifune: The Last Samurai dem Leben und Wirken des legendären Schauspielers Toshiro Mifune, der vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Akira Kurosawa Filmgeschichte

Zahlreiche Deutschlandpremieren
Auch dieses Jahr sind zahlreiche Filme das erste Mal auf der deutschen Leinwand zu sehen. So kombiniert Nippon Honor Award-Preisträger Kiyoshi Kurosawa in Daguerrotype gekonnt Liebesdrama mit subtilem Horror. Es ist zudem das erste Werk des berühmten Regisseurs, das außerhalb Japans gedreht wurde. Hart und kompromisslos ist das im vergangenen Jahr auf dem Filmfestival von Locarno prämierte Drama Destruction Babies des 35-jährigen FilmregisseursTetsuya Mariko. Es erzählt die Geschichte des perspektivlosen Jugendlichen Taira, der immer tiefer in eine Spirale der Gewalt hineingerät.

Mit sanftem Humor erzählt Ryota Nakano in seinem preisgekrönten Drama Her Love Boils Bathwater die Geschichte der todkranken Futaba, die es sich in ihren letzten Tagen zur Aufgabe macht, ihre zerrüttete Familie wieder zu vereinen. In dem Drama The Long Excuse von Miwa Nishikawa versucht ein einsamer Schriftsteller, nach einem schweren Schicksalsschlag sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Regisseurin Miwa Nishikawa wird auf dem Festival persönlich anwesend sein. Mit seinem Familiendrama Harmonium zeigt Regisseur Koji Fukada,wie das Erscheinen eines alten Bekannten ein gewöhnliches Familienleben auf den Kopf stellt. Harmonium wurde 2016 bei den Filmfestspielen von Cannes in der Reihe "Un Certain Regard" mit dem "Preis der Jury" ausgezeichnet.

Als Highlight in der Sektion Nippon Animation präsentiert Nippon Connection in Kooperation mit Kazé die Deutschlandpremiere von Naoko Yamadas Anime A Silent Voice. Beruhend auf dem gleichnamigen Manga von Yoshitoki Oima erzählt er die Geschichte von Shoya Ishida, der zu Schulzeiten seine gehörlose Mitschülerin Shoko Nishimiya schikanierte und verspottete. Jahre später macht sich Shoya, von Reue geplagt, auf die Suche nach Shoko, um sich für sein Verhalten zu
entschuldigen.

Nikkatsu Roman Porno-Filme in Neuauflage
In den 1970er und 1980er Jahren dienten die sogenannten Roman Porno-Filme aus dem japanischen Filmstudio Nikkatsu als Experimentierfeld und Sprungbrett für junge Regisseure. Anlässlich des 45-jährigen Jubiläums dieses Genres zeigt das Nippon Connection Filmfestival zwei Neuverfilmungen aus dem "Roman Porno Reboot-Projekt" als Deutschlandpremieren. Kazuya Shiraishis Dawn of the Felines handelt von drei jungen Frauen und ihrer Arbeit als Prostituierte in Tokio. Akihiko Shiotas Wet Woman in the Wind erzählt von der Beziehung des zurückgezogenen Bühnenautors Kosuke und der nymphomanischen Kellnerin Shiori.

Umfangreiches Kulturprogramm
Neben den Filmen bietet das Festival eine Vielzahl an Workshops, Vorträgen und Ausstellungen an, die zum Kennenlernen japanischer Kultur einladen. Interessierte können in einem Schnitzworkshop an der Fertigstellung von Kyogen-Masken mitwirken oder sich im Kyusho-Jitsu-Workshop Wissen über die Vitalpunkte im Körper und ihre Anwendung in den Kampfkünsten aneignen. In Kooperation mit der Weltlesebühne e.V. gibt Übersetzerin Ursula Gräfe Einblick in ihren Arbeitsalltag. Ursula Gräfe ist vor allem bekannt durch ihre Übersetzungen der Werke des japanischen Starautors Haruki Murakami.

Auch für die jungen Zuschauer wird mit dem Programm Nippon Kids wieder viel Spannendes geboten. Als Kinderfilm wird der zauberhafte Puppenanimationsfilm Chieri and Cherry von Makoto Nakamura mit deutscher Live-Synchronisation gezeigt. Beim Taiko-Workshop können sich Kinder an den traditionellen japanischen Trommeln austoben, oder sie können sich beimPanda-Dango-Kochkurs an der Zubereitung von niedlichen Süßigkeiten versuchen. Taruto Fuyama, Professor an der Tokyo University of the Arts in Yokohama, zeigt in seinem Workshop, wie handgemalte Animationsfilme entstehen.

Das Festival
Das Japanische Filmfestival Nippon Connection wird in ehrenamtlicher Arbeit vom 70-köpfigen Team des gemeinnützigen Vereins Nippon Connection e.V. organisiert. Es steht unter der Schirmherrschaft von Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, und Takeshi Kamiyama, Generalkonsul von Japan in Frankfurt am Main. Festivalzentren sind dasKünstlerhaus Mousonturm und das Theater Willy Praml in der Naxoshalle. Weitere Veranstaltungen finden im Mal Seh'n Kino, im Deutschen Filmmuseum, im Ausstellungsraum Eulengasse und im Theater Die Käs statt.

Das vollständige Programm und Tickets sind ab dem 29. April 2017 auf der Festival-Webseite verfügbar: www.NipponConnection.com


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23.05.2016 @ 13:51 von (jr) • Kommentar erstellen
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Zahlreiche Filmschaffende auf dem 17. Japan-Filmfest Hamburg

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Vom 08. bis zum 12.06.2016 ist es endlich soweit: Auf dem 17. Japan-Filmfest Hamburg (JFFH) können die Besucher die Magie des japanischen Kinos für sich entdecken. Wie in den vergangenen Jahren erwarten wir dazu spannende Gäste aus ganz Japan, die dem Publikum persönlich ihre neuesten Werke präsentieren - teilweise als Weltpremieren:

Zu Gast: Regisseur "Mr. Violence" Ishihara Takahiro

Ghost Flowers - OmeU - 82 min - 3001 Kino - Sonntag - 12.06.2016 - 16.45 Uhr - Internationale Premiere

Als besonderen Gast begrüßen wir den auch als "Mr. Violence" bekannten Regisseur Ishihara Takahiro. Der in Osaka beheimatete Takahiro dreht seit seinem 22. Lebensjahr eigene Filme und hat die Osaka School for Visual Arts besucht. 2010 war er schon einmal mit seinem Film Violence PM zu Gast auf dem Japan-Filmfest Hamburg. 2012 folgte der preisgekrönte Osaka Violence, 2014 Snake of Violence und zuletzt präsentierte er mit der Europapremiere von Control of Violence einen der besten Filme des JFFH 2015. Gemeinsam mit dem befreundeten Regisseur und Multitalent Devi Kobayashi (Alias Hiroshi Kobayashi) produzierte er nun den Episodenfilm Ghost Flowers.

Zu Gast: Regisseur Ryo Saitani und Kameramann Yudai Kato

Cesium and a Tokyo Girl - OmeU - 111 min - Studio-Kino - Samstag - 11.06.2016 - 19.30 Uhr

Cesium and a Tokyo Girl ist das Regiedebut von Ryo Saitani, einem Zeichner, Animationskünstler und Lehrer an der Laputa Asagaya Art Animation School in Tokio. Für seine grelle filmische Collage nutzt Saitani Elemente des Dramas, der Comedy und des Musicals und mixt sie zu einem spannenden Hybriden zusammen. Eingebettet in reale Spielszenen kommen verschiedene Tricktechniken zur Anwendung, die sich von der Animation bis hin zur Stop Motion erstrecken, und erzeugen angesichts des ernsten Hintergrunds der Handlung einen irritierenden Verfremdungseffekt. In einer Szene des Films wird gesagt: "Gedichte können nicht mit dem Verstand erfasst, sondern nur gefühlt werden." Ähnliches lässt sich auch über Saitanis Werk sagen. Ein surrealer Kommentar über den Irrsinn des Atomzeitalters, von der Zündung der Atombombe über Hiroshima, bis hin zur Reaktorkatastrophe in Fukushima. Im Rahmen der Deutschlandpremiere von Cesium and a Tokyo Girl stellt sich Ryo Saitani gemeinsam mit dem Kameramann des Films Yudai Kato am Samstag im Studio-Kino den Fragen des Hamburger Publikums.

Zu Gast: Produzent Hikaru Hakamata

Noresore - OmeU - 125 min - Studio-Kino - Sonntag - 12.06.2016 - 20 Uhr - Internationale Premiere

Der Filmemacher Yuki Kan, der auch die Hauptrolle in Misty spielt, hat mit seinem Regiedebüt eine sympathische Komödie über die Träume und Lebensziele von Mittdreißigern geschaffen. Yoshio und Inaba haben längst den Punkt passiert, an dem andere aufgeben und eine bürgerliche Existenz zu führen beginnen. Die beiden streben aber immer noch nach einem Leben, das sie ihrer Kunst widmen können; und sie kommen diesem Ziel auf eine unerwartete Weise sehr nahe. Dabei gelingt Kan auch das, was für eine Komödie nicht ganz unwichtig ist: sehr komisch zu sein. Ein durchweg gelungenes Debüt.

Zu Gast: Regisseur So Watanabe

The Regeneration - OmeU - 81 min - Studio-Kino - Samstag - 11.06.2016 - 13 Uhr - Weltpremiere

Der 1961 in Osaka geborene Regisseur So Watanabe experimentierte schon als Schüler mit 8-mm-Filmen. Später arbeite er als High-School-Lehrer und unabhängiger Editorial Designer. Neben seiner Tätigkeit als freier Filmemacher beteiligt er sich in jüngster Zeit an der Herausgabe einer Literaturzeitschrift. Drei Jahre arbeitete er an der Umsetzung seines großen Herzensprojektes, der ambitionierten Künstlerbiographie Fukkatsu - The Regeneration. Als reales Vorbild diente der surrealistische Maler Aimitsu, der in den Wirren des 2. Weltkrieges ums Leben kam.

Zu Gast: Filmemacher Takuya Fukushima

Legacy Time - OmeU - 37 min - 3001 Kino - Samstag - 11.06.2016 - 20 Uhr - Weltpremiere

Mit großer Freude können wir auf dem 17. JFFH den Besuch von Takuya Fukushima (Our Brief Eternity, Virgin The Gorgeous Princess!) ankündigen. Der 1972 in Tokio geborene Filmemacher arbeitete in der Vergangenheit ebenfalls als Schauspieler (Lost in Tokyo) und Drehbuchautor (Flowers). Schon zweimal war er mit seinen Filmen Sayonara Brief Eternity (JFFH 2013) und mit dem auf positive Resonanz stoßenden Episodenfilm SHOUT (JFFH 2015) zu Gast in Hamburg. Nun beehrt er das Filmfest erneut mit dem von seiner Produktionsfirma P-Kraft finanzierten Film Legacy Time.

Zu Gast: Regisseur und Schauspieler Nobushige Surematsu

Haru & Low - OmeU - 35 min - 3001 Kino - Donnerstag - 09.06.2016 - 17 Uhr - Internationale Premiere

Der 1983 in Hyogo geborene Nobushige Surematsu ist bisher vor allem als Schauspieler in Erscheinung getreten. International erlangte er durch seine Rolle in Alejandro G. Iñárritus Babel (2006) Aufmerksamkeit. Erste Erfahrungen als Filmemacher konnte er dann als Assistenzregisseur von Blind (2011) sammeln. Sein Regiedebut Haru & Low (2015) produzierte er selbst und übernahm darüber hinaus eine der Hauptrollen.

Zu Gast: Produzentin Christin Schlothauer

Mandanke - OmdU - 15 min - 3001 Kino - Donnerstag - 09.06.2016 - 19 Uhr

Nachdem Christin Schlothauer das Studium der Japanologie und Interkulturellen Kommunikation an der LMU München abgeschlossen hatte, zog sie 2008 nach Japan. Mehrere Jahre arbeitete sie dort als Patentübersetzerin und Dolmetscherin, bevor sie sich auf das Filmgeschäft spezialisierte. Seit 2012 arbeitet sie in Tokio als selbständige Produktionsmanagerin (Samurai Zombie: FRAGILE, Ich - der Mönch, Mondlicht) und unterstützt insbesondere internationale Filmteams in Japan und japanische Filmteams in Übersee dabei, kulturelle und prozedurale Unterschiede zu bewältigen. Der Kurzfilm Mandanke ist ihr erstes Projekt als Produzentin. Regisseur Kentaro ist eigentlich auf Actionfilme (Kiwoku Dorobo - Memory Stealers, Tokyo Mukokuseki Shojo - Last Girl Standing) spezialisiert. Mit Mandanke zeigte er nun eine gänzlich andere Seite und schuf ein von interkultureller Sensibilität durchdrungenes Kleinod.

Zu Gast: Regisseurin Rie Hosoda

Three Primary Colours - OmdU - 57 min - Studio-Kino - Samstag - 11.06.2016 - 17 Uhr - Weltpremiere

Rie Hosodas Abschlussfilm an der Osaka University of Arts ist eine bittersüße Geschichte über das Abschiednehmen und Erwachsenwerden, in der vor allem das starke Spiel der Nachwuchsdarstellerinnen positiv auffällt. Dabei gelingt etwas Beeindruckendes, denn das Thema - die Verarbeitung eines tragischen Todes - wird auf eine unkonventionelle, vielleicht morbide, aber ganz sicher schlichtweg schöne Weise behandelt. Ein ungewöhnlicher, anrührender Film über die Freundschaft.

Zu Gast: Regisseur Kenji Bandai

Until Flowers Bloom - OmdU - 50 min - 3001 Kino - Donnerstag - 09.06.2016 - 17 Uhr - Weltpremiere

Unser Gast Kenji Bandai erzählt in seinem Debutfilm Until Flowers Bloom ohne überflüssige Sentimentalität die Geschichte zweier Menschen, die mit ihrer Umgebung hadern. Anders als zu erwarten wäre, sprüht der Film vor frischem Humor. Der Darsteller Arata Satou hat sich hier ein Sonderlob für seine Darstellung des Takehiro verdient: Zuzusehen, wie er oftmals unbeholfen Kontakt zu Risa aufbaut, die an der übertriebenen Rücksichtnahme leidet, mit der ihr ständig begegnet wird, ist ein reines Vergnügen. Until Flowers Bloom ist daher ein ebenso anrührender wie unterhaltsamer Film.

Zu Gast: Regisseur Shingo Matsuoka

Alley - OmeU - 24 min - 3001 Kino - Samstag - 11.06.2016 - 11.30 Uhr - Weltpremiere

Regisseur Shingo Matsuoka erschafft mit Alley einen dieser Kurzfilme, die es einem danken, dass man sich eingehender mit ihnen beschäftigt. Die vordergründig simple Handlung lädt dazu ein, Interpretationen zu entwerfen und Bedeutungsebenen nachzuspüren. Im Kern von Alley steht eine Dreierbeziehung - radikal reduziert auf ihre wesentlichen Bestandteile, ohne Sprache universell verständlich und in Teilen sicher jedem vertraut.

Weitere Informationen zum Festival auf http://www.jffh.de


TAGS: pressemitteilung, filmfestival, japan

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